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Tube 2012 Effiziente Fertigungszelle für hohe Ansprüche und wirtschaftliche Rohrbearbeitungen

| Redakteur: Kirsten Nähle

Twister heißt das neue Biegesystem von Rosenberger, das höchste Präzision, Flexibilität und Prozesssicherheit sowie Bedienkomfort bieten soll. Das System, in dessen Mittelpunkt ein Kuka-Roboter steht, lasse dem Betreiber viel Spielraum bei der Aufstellung und Zahl der Biegeköpfe oder Automatisierungsmodule innerhalb einer Fertigungszelle.

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Der Roboter agiert in der effizienten Fertigungszelle als fester Bestandteil der Biegemaschine und ersetzt alle Achsen einer herkömmlichen Maschine bis auf die Biegeeinheit. (Bild: Rosenberger)
Der Roboter agiert in der effizienten Fertigungszelle als fester Bestandteil der Biegemaschine und ersetzt alle Achsen einer herkömmlichen Maschine bis auf die Biegeeinheit. (Bild: Rosenberger)

Dass der Roboter „den Bogen raus hat“, beweist er auf der Tube 2012 anhand des beispielhaften Biegens eines Sitzbügels. Zum Aufnehmen der Bauteile nutzt der Sechsachser teilespezifische, pneumatische Zangengreifer, die sich je nach Anwendung wechseln lassen. Laut Rosenberger holt der Roboter das jeweilige Rohr bei der vorgelagerten Einheit zur Schweißnahtausrichtung selbstständig ab, fährt die X-, Y- und Z-Koordinaten servogesteuert und folglich hochpräzise an, bedient den Biegekopf und legt das Teil auf das Abtransportband. So verknüpft er das Biegen mit weiteren Prozessen.

Fertigungszelle lässt Wahl zwischen Dornbiegen und dornlosem Biegen

Bereits nach dem Beladen des Rohrbunkers beginnt die präzise Arbeit mit der Anlage beim Zuführen der Rohre, welche mittels einer Schiebeplatte nach oben gefördert und vereinzelt werden. Die vereinzelten Rohre gelangen in eine Ausrichte- und Positionierstation, wobei die Schweißnähte erkannt, in eine definierte Position ausgedreht und das Teil auf einen Festanschlag geschoben wird. Nun ist das Fertigungsteil optimal für die Übernahme durch den Roboter vorbereitet.

Die Abholposition kann individuell je nach Werkstück programmiert werden. Es kann zwischen Dorn- und dornlosem Biegen gewählt werden. Bei der Verwendung des Dornes wird das Rohr vom Roboter präzise, im Hundertstelmillimeterbereich gegriffen und aufgefädelt, um dann der Biegestation zugeführt zu werden.

Roboter kann praktisch an allen Rohrpositionen auch stanzen

Das Biegewerkzeug ist zusätzlich mit einem integrierten Stanzwerkzeug ausgerüstet, wodurch eine nachträgliche Bearbeitung der Rohre an einer separaten Station entfällt. Durch die flexible Positionierbarkeit des Roboters könnten die Stanzungen so gut wie an allen Rohrpositionen erfolgen. Der Roboter agiert als fester Bestandteil der Biegemaschine und ersetzt alle Achsen einer herkömmlichen Biegemaschine bis auf die Biegeeinheit. Er wird wie eine Standardbiegemaschine programmiert.

Rosenberger auf der Tube 2012: Halle 5, Stand C09

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