Umformtechnik

Entwicklungen im Voraus erkennen und Lösungen anbieten

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Für Schuler waren ja insbesondere die letzten Jahre mit Zukäufen und Übernahmen sehr bewegend. Was war, mit Blick auf das Unternehmen, das Highlight für Sie, Herr Klebert?

Klebert: Viele große Pressenhersteller sind in Schuler aufgegangen, zum Beispiel auch die Süddeutsche Maschinenbau-Gesellschaft oder Umformtechnik Erfurt, die zu Müller Weingarten gehörte. Seit 2012 haben wir mit Andritz einen neuen Mehrheitsaktionär, der uns von der Natur seiner Geschäfte her ähnlich ist und der mithilfe von Schuler den Markt für Metallumformung stärker erschließen möchte, um seine Produktpalette zu erweitern und damit neue Kundengruppen anzusprechen. Beide Unternehmen stehen nicht im Wettbewerb zueinander, sondern ergänzen sich gut.

Beschreiben Sie, Herr Klebert, in ein paar kurzen Sätzen die derzeitige wirtschaftliche Lage der Schuler AG.

Klebert: Im Geschäftsjahr 2012/13 haben wir bei einem konstanten Umsatz ein höheres Konzernergebnis erzielt. Mit einem Konzernumsatz von 1,19 Mrd. Euro und einer auf 10,4 % gestiegenen Ebitda-Marge haben wir damit die Ziele, die wir uns im Jahr 2010 für das Geschäftsjahr 2013/14 gesteckt hatten, bereits ein Jahr früher als geplant erreicht. Ich meine, dass dies angesichts des schwierigen Marktumfeldes eine hervorragende Leistung ist, an der unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidenden Anteil haben. Sie haben Einsatz gezeigt, Engagement bewiesen und waren mit Leidenschaft bei der Sache. Mit dem ersten Quartal sind wir auch erfolgreich ins neue Geschäftsjahr 2014 gestartet. Von Januar bis März 2014 stiegen die Aufträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 19,8 % auf 319,8 Mio. Euro.

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Zur Person: Dipl.-Ing. Stefan Klebert (MBA)

Dipl.-Ing. Stefan Klebert (MBA), Jahrgang 1965, trat am 1. Oktober 2010 als Vorsitzender des Vorstandes in die Schuler AG ein. Er verantwortet die Bereiche Markt/Vertrieb, Service, strategische Unternehmensentwicklung und Unternehmenskommunikation. Nach Abschluss seines Maschinenbaustudiums arbeitete der gelernte Mechaniker zunächst in den Bereichen Vertrieb, Marketing und International Customer Relations Management der Festo AG, danach als Geschäftsführer bei der zur Schindler AG gehörenden C. Haushahn GmbH in Stuttgart. 2002 wurde er zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Haushahn-Gruppe und Geschäftsführer der Schindler Deutschland Holding GmbH ernannt. Seit 2004 war er als Vorsitzender der Geschäftsführung für die Thyssen-Krupp Industrieservice Holding GmbH verantwortlich. Ab 2006 verantwortete Stefan Klebert als Mitglied des Vorstands der Thyssen-Krupp Services AG das Ressort Industrial Services.

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Zur Person: Dipl.-Ing. Joachim Beyer

Dipl.-Ing. Joachim Beyer, Jahrgang 1955, ist Technologievorstand der Schuler AG. Er wurde 2005 in den Vorstand bestellt. Nach seinem Studium der Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Karlsruhe arbeitete Joachim Beyer zunächst als Konstrukteur und später als Konstruktionsleiter bei der Fleissner GmbH & Co. Maschinenfabrik, Egelsbach. Von 1989 bis 2002 hatte er verschiedene leitende Funktionen bei der Müller Weingarten AG inne, zuletzt die des Sprechers der Geschäftsleitung des Unternehmensbereichs Esslingen. Seit 2003 gehört Joachim Beyer dem Schuler-Konzern in leitenden Positionen an.

Die Schuler AG ist ja technologisch ziemlich breit aufgestellt. Welche Branchen decken Sie mit Ihren Maschinen und Anlagen ab und wo gilt Schuler als Marktführer?

Beyer: Mit den Anlagen für die Automobilhersteller und -zulieferer sowie in der Hausgeräteindustrie sind wir nach unserer Erkenntnis mit deutlichem Abstand Marktführer. Dasselbe gilt für Münzprägepressen: Die Eurostücke in Ihrem Geldbeutel sind mit großer Wahrscheinlichkeit alle auf einer Schuler-Presse entstanden, wie viele andere Münzen weltweit auch. In den für uns noch jungen Zielmärkten, wie etwa der Großrohr- oder Eisenbahnindustrie, haben wir ebenfalls schon mehrere Aufträge gewinnen können. Außerdem zählen wir zu den führenden Herstellern von Schmiedepressen.

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