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Wasserstrahlschneiden Flexibel von Abrasiv- auf Purwasserschneiden umrüsten

| Autor / Redakteur: Ralf Brörmann / Stefanie Michel

Die Schneidköpfe in Wasserstrahl-Schneidanlagen müssen zum einen einfach zu warten und zu reparieren, zum anderen aber auch flexibel nutzbar sein. Diese Anforderungen lassen sich mit einem Schneidkopf erfüllen, der schnell vom Abrasivschneiden zum Purwasserschneiden umgerüstet werden kann.

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Die Schneidköpfe für das Abrasiv- (links) und das Purwasserschneiden (rechts) im Vergleich.
Die Schneidköpfe für das Abrasiv- (links) und das Purwasserschneiden (rechts) im Vergleich.
(Bild: KMT)

Schneidköpfe sind ein integraler Bestandteil einer jeden Wasserstrahl-Schneidanlage. Denn hier wird die ankommende Kraft des Wassers von bis zu 6200 bar gebündelt und in einen Strahl umgewandelt, der das Schneiden mit Wasser überhaupt erst möglich macht.

Schneidköpfe zum Wasserstrahlschneiden brauchen lange Standzeiten

Bei der Auswahl sind wie bei allen anderen Komponenten einer Schneidanlage auch bei den Schneidköpfen lange Standzeiten sowie einfache Wartung und Reparatur sehr wichtig. Eine stehende Maschine generiert schließlich keinen Umsatz – Ausfallzeiten müssen deshalb so selten und kurz wie möglich gehalten werden. Gerade im Bereich des Lohnschneidens ist zudem noch eine gewisse Flexibilität der Schneidköpfe relevant, da hier oftmals unterschiedliche Materialien geschnitten werden und der Betreiber abhängig vom Werkstoff unter Umständen schnell zwischen Abrasiv- und Purwasserbetrieb wechseln muss.

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Ein Standardschneidkopf für das Wasserstrahlschneiden ist häufig das Modell Active IDE von KMT. Dieser Schneidkopf besteht aus einer minimalen Anzahl von Einzelteilen und bietet so eine einfache Handhabung sowie einen geringen Wartungsaufwand.

Im Wartungsfall gibt es mit der Fokussierdüse nur ein Verschleißteil, das einfach und schnell ausgetauscht werden kann. Zudem liefert die fest in den Düsenkörper eingebaute Diamantdüse einen optimal ausgerichteten Wasserstrahl und eine lange Betriebszeit.

Schneidstrahl beim Wasserstrahlschneiden erreicht dreifache Schallgeschwindigkeit

Beim Purwasserstrahl-Schneiden wird das Wasser über spezielle druckfeste und flexible Rohrleitungen zum Schneidkopf geführt, der damit beweglich bleibt. Die Schneidköpfe bestehen aus einem pneumatisch angesteuerten Nadelventil und einem Düsenrohr, an dessen Austrittsöffnung sich eine Edelsteindüse (meist Diamant oder Saphir) befindet, die mit einer speziellen Überwurfmutter fixiert ist. Der Schneidstrahl verlässt die Düse mit bis zu dreifacher Schallgeschwindigkeit.

Für Abrasivanwendungen befindet sich im Anschluss an die Wasserdüse ein spezieller Abrasivkopf, der für das Vermischen des Abrasivmaterials mit dem unter Hochdruck stehenden Wasser dient. Die Bewegungen des Schneidkopfes werden üblicherweise mittels CNC von der Wasserstrahl-Schneidanlage kontrolliert und angesteuert.

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