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Absturzsicherung

Gesichert arbeitet es sich in der Höhe besser

| Redakteur: Frauke Finus

Im Arbeitsalltag kommen immer wieder Stürze aus der Höhe vor. Spezielle Sicherungsvorkehrungen helfen, solche Unfälle zu vermeiden. In Hallen lassen sich diese jedoch häufig nicht an der Decke montieren. Ein neues, mobiles Anschlagsystem bietet nun größtmögliche Bewegungsfreiheit und Standortflexibilität.

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Der teleskopierbare Davit-Ausleger des Flexiguard EMU lässt sich auf eine Anschlaghöhe von 3,05 bis zu 7,62 m einstellen. Gleichzeitig ist der Mast im Radius von 360° schwenkbar, sodass die Mitarbeiter größtmögliche Bewegungsfreiheit haben.
Der teleskopierbare Davit-Ausleger des Flexiguard EMU lässt sich auf eine Anschlaghöhe von 3,05 bis zu 7,62 m einstellen. Gleichzeitig ist der Mast im Radius von 360° schwenkbar, sodass die Mitarbeiter größtmögliche Bewegungsfreiheit haben.
( Bild: Bernd Münstermann )

Ein Arbeitsplatz in luftiger Höhe ist für die Mitarbeiter der Bernd Münstermann GmbH eher die Regel als die Ausnahme. Denn das Unternehmen mit Sitz im münsterländischen Telgte baut Sonderanlagen für Trocknung, Wärmebehandlung, Luftreinhaltung oder Automatisierung für internationale Kunden. Und diese Spezialanlagen sind bis zu 6 m hoch und zwischen 5 und 50 m lang – gewaltige Kolosse, auf denen die Mitarbeiter sich beim Zusammenschweißen der einzelnen Komponenten flexibel bewegen können müssen. Das fordert nicht nur die Kollegen täglich heraus, sondern auch Andre Ewerlin, den Leiter Qualitätssicherung und Sicherheitsfachkraft bei Bernd Münstermann. „Absturzsicherung ist bei uns ständig ein Thema und absolut unverzichtbar“, sagt er. Lange hatte sich das Unternehmen mit Gerüsten beholfen, die bei jedem Maschinenbau neu errichtet werden mussten.Im vergangenem Jahr setzte die Firma schließlich als erster Anwender in Deutschland das neue mobile Anschlagssystem Flexiguard EMU von Capital Safety ein, weil es mit seinen flexiblen Einsatzmöglichkeiten dem Unternehmen sehr entgegenkommt. Dass Stürze im Arbeitsalltag immer wieder vorkommen und beileibe keine Bagatelle sind, zeigt ein Blick in die Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), die im vergangenen Dezember die Zahlen für 2014 veröffentlicht hat. Mehr als 100.000 Stürze registrierte der Verband 2014, davon ließen sich knapp ein Drittel (rund 30.000) explizit auf Abstürze aus der Höhe zurückführen. Lebensgefährlich kann schon ein Sturz aus nur 1 m Höhe sein. Die DGUV zählte 2014 insgesamt 107 tödliche Unfälle nach Stürzen, 43 waren Abstürze aus der Höhe. Dabei, so zeigt eine genaue Untersuchung aller Fälle, liegt der Auslöser für den Absturz meist nicht in der eigentlichen Tätigkeit, sondern die Kollegen stürzen, während sie zu ihrem hochgelegenen Arbeitsplatz steigen, auf dem Dach oder Gerüst laufen sich an ihrem hochgelegenen Arbeitsplatz fortbewegen, um ihre Arbeit zu verrichten.

PSA mit dem Anschlagpunkt verbinden

Damit solcherlei Unfälle im Arbeitsalltag vermieden werden, stellt sich für Unternehmen wie die Bernd Münstermann GmbH langfristig die Frage, wie sie ihre Mitarbeiter am besten schützen können. „Unser Anspruch war, ein flexibles Sicherungssystem zu finden, das dem Mitarbeiter einen Anschlagpunkt über dem Kopf bietet“, fasst Ewerlin die Herausforderung zusammen, mit der er sich an Capital Safety wandte. Denn mithilfe eines solchen Sicherungssystems könne jeder Mitarbeiter seine persönliche Schutzausrüstung mit dem Anschlagpunkt verbinden. Ein Schienensystem, das fest an der Hallendecke installiert ist, hätte dieses Merkmal zwar erfüllt, kam für das Unternehmen aber nicht in Frage. Dies hätte bedeutet, dass Münstermann die Montageorte der Maschinen immer starr an den Schienensträngen hätte ausrichten müssen. Als dann Capital Safety das Anschlagssicherungssystem Flexiguard EMU auf den Markt brachte, stand schnell fest, dass es allen Kriterien von Münstermann gerecht wird: Es ist ein Überkopfsystem, das Bewegungsfreiheit sowie Standortflexibilität gewährleistet. Bei dem Flexiguard EMU handelt es sich um ein bis zu knapp 8 m hohes Anschlagsystem, das mobil einsetzbar ist. Ein robuster Betonsockel sorgt für Standsicherheit. Dennoch kann das System sehr leicht von einem Gabelstapler an jeden beliebigen Einsatzort transportiert werden. Das System ermöglicht eine Über-Kopf-Sicherung gerade in anspruchsvollen Umgebungen, wie beispielsweise Warenlagern, an Verladestationen für Lastwagen oder Tanklastzügen, bei Herstellern großer Maschinen, in der Schwerindustrie, an großen Baumaschinen oder eben – wie im Fall von Münstermann – auf großen technischen Anlagen.

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