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Teka Absaug- und Entsorgungstechnologie

Hallenluftreinigung als Stand-Alone-System ohne Rohrleitung

| Autor/ Redakteur: Katrin Herbers / M.A. Frauke Finus

Mehrere Schweißer in der Produktionshalle bei Peters Stahlbau machen sich an einem langen Stahlträger zu schaffen. Die Funken fliegen, Rauch steigt auf. Wenige Meter entfernt beobachtet Geschäftsführer Heinz-Geert Peters das Geschehen und atmet durch. Dies kann er bedenkenlos tun. Der Grund dafür heißt Airtech und ist an mehreren Stellen der Halle installiert.

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Bei Peters werden Baugruppen für den Stahlhallen-, Industrie-, Kraftwerks- und Stadionbau gefertigt.
Bei Peters werden Baugruppen für den Stahlhallen-, Industrie-, Kraftwerks- und Stadionbau gefertigt.
(Bild: Teka)

Seit 2008 setzt das Unternehmen sechs Anlagen der raumlufttechnischen Lösung von Teka zur Reinigung der Luft in seiner dreischiffigen Halle ein. Es handelte sich damals um die erste Installation der Baureihe in dieser Größenordnung. Heute gehört ein solches Projekt zum Alltagsgeschäft des internationalen Absauganlagenherstellers aus Velen in Westfalen. Auch nach sechs Jahren hat die Zufriedenheit bei Heinz-Geert Peters nicht nachgelassen: „Die Anlagen haben sich gut bewährt. Sie schützen sämtliche Mitarbeiter in der Halle, machen Produktionsprozesse effizienter und senken die Heizkosten.“

Und wie kam es zur Zusammenarbeit? „Beim Bau unseres dritten Hal-lenschiffes kam die Berufsgenossenschaft Holz und Metall auf uns zu und wollte wissen, wie wir es mit dem Schweißrauch halten“, schildert Heinz-Geert Peters den Hintergrund. Das Unternehmen setze hohe Qualitätsstandards – auch was den Arbeitsschutz angeht. Peters habe sich daher intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und festgestellt, dass die Verwendung mobiler Geräte mit Absaugarmen beim Bearbeiten großer Bauteile in seinem Betrieb nicht praktikabel sei. Ein System mit Rohrleitungen sei wegen der Vielzahl von Decken- und Konsolenkränen nicht in Frage gekommen. Anders habe es sich mit der Airtech verhalten. Die raumlufttechnische Anlage gehört zu den so genannten Stand-Alone-Systemen, die ohne Rohrleitung auskommen und in Produktionsbetrieben mit starker Rauchentwicklung und hohen Emissionsraten eingesetzt werden, wie sie beim MAG-Schweißen im Stahlbau die Regel sind. In der Halle bei Stahlbau Peters sind jeweils drei Absaug- und Filteranlagen an den zwei gegenüberliegenden Längsseiten des mittleren Hallenschiffes aufgestellt. Die Anlagen nehmen die beim Schweißen entstehende rauchhaltige Luft über Ansaugkanäle auf und filtern sie. Die verschmutzte Luft durchläuft einen intensiven Reinigungsprozess. Die Anlagen sind jeweils mit 12 Filterpatronen á 36 m2 Filterfläche bestückt (Gesamtfilterfläche von 2600 m2), die sich bei geringem Strom- und Druckluftverbrauch automatisch abreinigen lassen.

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Kaum Lärmbelastung durch die Absaugung

Anschließend leiten sie die gereinigte, warme Prozessluft über Weitwurfdüsen wieder in die Halle zurück. Der hohe Stand der Filtertechnik macht’s möglich: Das System ist mit Patronen der Kategorie M ausgestattet, die Partikel gemäß DIN EN 60335-2-69 zu mehr als 99,9 % abscheiden. Durch Luftzirkulation werden anschließend erneut die Schadstoffe in Richtung der Ansaugkanäle geleitet. Bei einem Gesamtvolumenstrom von 180.000 m3/h erreicht das System einen fünffachen Luftwechsel pro Stunde. So wird die Luftqualität erheblich verbessert und gleichzeitig die vorhandene Wärme optimal genutzt.

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