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Arbeits- und Energieeffizienz

Hydraulisches Getriebe macht Servomotoren fit für Abkantpressen

| Autor/ Redakteur: Katja Ebenhoch und Nikolaus Fecht / Josef-Martin Kraus

Ein Antrieb aus Servomotor und hydraulischem Getriebe erhöht die Arbeitseffizienz von Abkantpressen aufgrund der Kombination aus hoher Kraftdichte und moderner Regelungstechnik. Das zeigt ein Aktuator, der vom Aufbau her ein elektrohydraulischer Antrieb ist, sich jedoch so einfach wie ein Elektroantrieb installieren lässt.

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( Bild: Richard Unger )

Als „The E-Drive Revolution“ bezeichnet Hoerbiger den wohl weltweit ersten elektrischen Abkantpressenantrieb mit hydraulischem Getriebe, den Eprax. Was steckt hinter dieser Innovation? Kann sie konventionellen Pressenantrieben Paroli bieten?

Euphorie um elektromechanische Pressenantriebe ist verflogen

Vor wenigen Jahren war die Welt der Hersteller von Elektroantrieben für Pressen noch in Ordnung: Servoelektrik sorgte als die angeblich ideale Lösung zum Antreiben von Pressen aller Art für Furore, zum Beispiel auf der Euroblech 2010 in Hannover, der Weltleitmesse für Umformmaschinen. Zwei Jahre später, auf der Euroblech 2012, sah die Entwicklung anders aus.

Im Hinblick auf Pressen mit rein elektrischer Antriebstechnik ist Ernüchterung eingetreten: Elektromechanische Antriebssysteme für Pressen sind teuer. Sind große Kräfte in Verbindung mit Geschwindigkeit gefragt, haben sie außerdem nicht die erforderliche große Leistungsstärke. Darüber hinaus vermissen typische Hersteller von großen Pressen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine ausgewogene Energiebilanz.

Kombination aus hoher Kraftdichte und intelligenter Regelungstechnik

Eine Neuentwicklung verbindet nun die Kraftdichte eines Hydraulikzylinders mit der intelligenten Regelungstechnik eines Servoantriebs : Es ist der elektrohydraulische Aktuator Eprax von Hoerbiger, der die spezifischen Schwächen elektrischer und hydraulischer Antriebskonzepte beseitigt und die Stärken beider Systeme „verheiratet“ (Bilder 1 und 2 – siehe Bildergalerie) Dieser elektrohydraulische Aktuator ist im Gegensatz zu einem reinen Elektroantrieb aufgrund der Hydraulik kräftig (550 bis 1250 kN) und langlebig.

Es handelt sich dabei um ein kompaktes, geschlossenes System, in dem ein Servomotor (elektrische Leistung 4,45 bis 6,87 kW) mit angeflanschtem Hydraulikgetriebe arbeitet. Für die Installation werden zusätzlich zu den mechanischen Verbindungen nur elektrische Anschlüsse benötigt. Externe Hydraulikkomponenten sowie Ölleitungen entfallen. Bei konventionellen hydraulischen Antriebssystemen ist dagegen mindestens ein 250-l-Tank in der Oberwange notwendig.

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