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Hochleistungswerkstoffe

Präzisionshalbzeuge aus Hochleistungslegierungen

| Autor/ Redakteur: Cornelia Krannich / Peter Königsreuther

Nickelbasierte Hochleistungswerkstoffe sind robuste Problemlöser in vielen Branchen, wenn es etwa um Korrosionsbeständigkeit geht. Ein deutsches Unternehmen hat das Know-how, um aus einer ganz besonderen Legierung präzise Halbzeuge zu machen.

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Die Zapp-Gruppe aus Ratingen fertigt und bevorratet auch Halbzeuge aus dem nickelbasierten Hochleistungswerkstoff Haynes 242 alloy, der in rauen Umgebungen und bei Berührung mit flourhaltigen Materialien oder Gasen eine hohe Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit ins Feld führt.
Die Zapp-Gruppe aus Ratingen fertigt und bevorratet auch Halbzeuge aus dem nickelbasierten Hochleistungswerkstoff Haynes 242 alloy, der in rauen Umgebungen und bei Berührung mit flourhaltigen Materialien oder Gasen eine hohe Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit ins Feld führt.
(Bild: Buck)

Quasi „auf Verschleiß fahren“, ist ein bekanntes Synonym für nicht getätigte Erhaltungsinvestitionen und eine Handlungsweise, die sich moderne Industrien nicht leisten können. So sind beispielsweise in der kunststoffverarbeitenden Industrie die häufig eingesetzten Werkzeugstähle ein hoher Kostenfaktor im Bereich der Erhaltungsinvestitionen. Und nicht nur das Material – der Werkzeugstahl an sich – treibt die Kosten in die Höhe sondern auch die Lagerung der Austauschteile, der Austausch als solcher und die dadurch bedingten Ausfallzeiten. Zum Glück gibt es heute Werkstoffe, die durch ihre besonderen Eigenschaften gerade in verschleißanfälligen Umgebungen einen wertvollen Beitrag zu Senkung des Kostenfaktors „Wartung“ leisten.

Wissen, wer es hat und kann

Die Stellung der Zapp-Gruppe als ein führender Anbieter metallischer Halbzeuge basiert auch auf der schon über ein halbes Jahrhundert währenden Zusammenarbeit mit etablierten Herstellern von Hochleistungswerkstoffen. Dazu gehört unter anderem auch Haynes International, Inc. in Kokomo (USA).

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Die Kernkompetenzen des Unternehmens Zapp liegen dabei in der Kaltumformung rostfreier metallischer Werkstoffe in den Produktformen Band, Draht, Stab und Profil zu Präzisions-Halbzeugen, aber auch das Sägen gehört dazu. Die Zapp-Gruppe lagert und konfektioniert Halbzeuge aus austernitischen, ferritischen und martensitischen Stählen, Nickel- und Nickelbasislegierungen, aber auch Titan und Titanlegierungen sowie Tantal und Zirkonium in allen Halbzeugformen und Abmessungen. Zusätzlich bevorratet man Drähte im Durchmesser 0,3 mm und Stäbe bis 280 mm Durchmesser, sowie nahtlose und geschweißte Rohre, Zubehörteile und Schweißzusatzwerkstoffe in vielen Abmessungen, sowie Schmiedevormaterial bis 354 mm RCS für entsprechende Vertragsschmieden. Als größtes Einzellager und Service Center in Europa verfügt Zapp über einen umfangreichen Maschinenpark, wie Wasserstrahlschneidanlagen, Tischbandsägen, Stangensägen, Trennjäger, Scheren etc. Durch ein Netzwerk umfangreicher Anarbeiter ist man in der Lage einbaufertige Teile und Systeme zeitnah zu liefern.

Fluor-Umgebung lässt es kalt

Ein sehr anschauliches Beispiel für einen solchen anspruchsvollen Werkstoff, der sich zum Beispiel in der kunststoffproduzierenden und -verarbeitenden Industrie hervorragend einsetzen lässt, ist der markenrechtlich geschützte, aushärtbare Nickelbasiswerkstoff Haynes 242 alloy1, der von der Zapp-Gruppe vertrieben wird. Der hochlegierte Werkstoff Haynes 242 alloy enthält unter anderem 25 % Molybdän und 8 % Chrom und verfügt über eine gute Beständigkeit gegen Fluor und fluoridhaltige Medien bei hoher Temperatur. Mit einer Festigkeit bis 650 °C, die zweimal so hoch ist wie bei den herkömmlichen Hastelloy-Legierungen und bester Beständigkeit in fluoridhaltigen Umgebungen, bietet die Legierung ein Leistungsspektrum, das bisher kein anderes Material hat. Dank der guten Korrosionsbeständigkeit, vor allem gegenüber fluorhaltigen Kunststoffen wie beispielsweise PTFE, FEP, PFA oder PVDF, eignet es sich ganz besonders auch für Werkzeuge und Anlagen zur Verarbeitung von Fluorkunststoffen.

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