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Erl Automation / MAN Diesel & Turbo Produktivitätssteigerung beim Blechzuschnitt durch neue Portalschneidanlage

| Autor / Redakteur: Stefanie Kaufmann / M.A. Frauke Finus

Seit Mai 2016 ist bei der MAN Diesel & Turbo SE am Standort Deggendorf eine neue Portalschneidanlage des Typs erlcut e540 der Erl Automation GmbH im Einsatz. Mit dieser Anlage erhöht das Unternehmen nicht nur die Flexibilität beim Blechzuschnitt sondern erzielt auch wesentlich präzisere Schneidergebnisse und kürzere Bearbeitungszeiten.

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Schneidet Kleinteile für Reaktoren und Apparate: die neue Erlcut e540 bei MAN in Deggendorf.
Schneidet Kleinteile für Reaktoren und Apparate: die neue Erlcut e540 bei MAN in Deggendorf.
(Bild: Erl Automation )

Die MAN Diesel & Turbo SE mit Sitz in Augsburg ist einer der weltweit führenden Entwickler und Hersteller von großen Dieselmotoren, Turbokompressoren, Industrieturbinen und chemischen Reaktorsystemen. Letztere werden am Produktionsstandort Deggendorf gebaut – auf dem Gelände der ehemaligen Deggendorfer Werft und Eisenbau GmbH (DWE). Nach deren Gründung im Jahr 1924 als Tochter der Gutehoffnungshütte (GHH) wurden hier lange Zeit Schiffe gebaut ehe der Einstieg in den Reaktor- und Apparatebau erfolgte. Mit der Verschmelzung der GHH und der MAN 1986 wurde die DWE eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der MAN Gruppe. Der Betrieb von DWE wurde weitergeführt bis schließlich der stetige Zuwachs im Reaktor-, Apparate- und Anlagenbau im Jahr 2001 zur Konzentration auf diese Bereiche führte, und infolgedessen zur Aufgabe des Werftbetriebs. Heute gehört der Standort zur MAN Diesel & Turbo SE. Das Unternehmen beschäftigt dort mehr als 450 Mitarbeiter, die Reaktoren für die chemische und petrochemische Industrie sowie Spezialapparate für Forschungsinstitutionen fertigen.

Bislang hat das Unternehmen sämtliche Bleche, die für den Bau seiner Produkte benötigt werden, an einer Brennschneidmaschine geschnitten. „Wir sind im Projektgeschäft tätig, da produzieren wir keine Serienteile. In jedem Reaktor oder Apparat sind Teile unterschiedlichster Größen und Blechdicken verbaut. Bisher wurde die Produktion all dieser Teile auf einer Anlage gebündelt“, beschreibt Hans-Jürgen Kröll, Leiter Fertigungsplanung bei MAN in Deggendorf, die Ausgangssituation. Die besagte Schneidmaschine, auf der Blechformate bis maximal 3.000 x 12.000 mm geschnitten werden können, ist schon langjährig im Einsatz und hat ihren Zweck stets zuverlässig erfüllt. Dennoch waren die Verantwortlichen bei MAN überzeugt, dass die Blechbearbeitung noch optimiert werden kann. „Ziel war es, unsere Bleche effizienter zu schneiden und gleichzeitig die bestehende Anlage zu entlasten. Deshalb haben wir uns für die Investition in eine zweite Maschine entschieden, auf die künftig hauptsächlich die Kleineteileproduktion verlegt wird“, so Kröll.

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Vielseitig einsetzbar

Die Erl Automation hat eine Anlage konzipiert und gebaut, die diesen Anforderungen gerecht wird: eine Portalschneidmaschine Erlcut e540 zum Autogen- und Plasma-Schneiden von Blechformaten bis 2.500 x 6.000 mm. Neben der Schneidmaschine waren im Lieferumfang eine Plasmastromquelle für präzise Schnitte für bis zu 40 mm Blechdicke, ein Absaugschneidtisch sowie die zugehörige Absaug- und Filteranlage zum Schutz vor Feinstaub enthalten. Eine Schulung, in der sich die Anlagenbediener mit den Besonderheiten der Plasmatechnik und der Gesamtanlage vertraut machen konnten, rundete das Projekt ab.

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