Krones Rüstzeitenproblem beim Biegen gelöst

Redakteur: Dietmar Kuhn

Die Krones AG mit Hauptsitz in Neutraubling bei Regensburg baut Maschinen und Anlagen für die Getränkeabfüll- und Verpackungsindustrie. Dafür werden vor allem Edelstahl- und Aluminiumbleche verarbeitet. Das Biegen ist wegen der hohen Rüstzeiten eine der fertigungstechnischen Herausforderungen mit Optimierungsbedarf.

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Krones hat in jedem Werk faktisch eine Blechfertigung.
Krones hat in jedem Werk faktisch eine Blechfertigung.
(Bild: Kuhn)

Karl H. zischt gerade sein verdientes Feierabendbier – ein schönes, leicht herbes Pils befeuchtet die Kehle. Dabei kommt ihm kaum der Gedanke, wie das edle Gebräu in die Flasche kam und dass er bedenkenlos aus der Longneck trinken kann. In unzähligen Brauhäusern der Welt werden Abfüllung und Reinigung durch Anlagen der Krones AG realisiert.

Hauptsitz ist im bayerischen Neutraubling und man blickt auf weitere Standorte in Deutschland und anderen Ländern. Krones ist weltweit führender Hersteller von Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen. Der Konzern erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 mit rund 12.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 2664,2 Mio. Euro und lag damit um sage und schreibe 7,4 % über dem des Vorjahres.

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In jedem Krones-Werk gibt es eine modern ausgestattete Blechfertigung

Mitarbeiter von Krones entwickeln, planen, fertigen und montieren die Anlagen selbst. Und weil für die Lebensmittelindustrie, kommen vor allem Werkstoffe wie Edelstahl und ein wenig (circa 5 %) Aluminium zum Einsatz. So eine Getränkeabfüllanlage beispielsweise besteht aus unzähligen Einzelteilen. Meist sind es Bleche aus den genannten Werkstoffen in Materialdicken von 1 bis 15 mm, in der Regel aber zwischen 1 und 8 mm. Gearbeitet wird sowohl vom Coil wie auch von der Platine.

„Krones hat praktisch in jedem Werk eine modern ausgestattete Blechfertigung. Wir hier in Neutraubling fertigen in diversen Segmenten vorwiegend für die drei Vertriebswege: Neumaschinen, Nachrüstungen und Ersatzteile“, sagt Martin Landendinger, Leiter Produktionseinheit Blech der Krones AG, Werk Neutraubling. Die zu produzierenden Teile kommen dabei in recht unterschiedlichen Losgrößen vor. Mal ist es nur ein Einzelteil, mal eine Kleinserie oder auch Stückzahlen von mehreren Hundert. In einem der Segmente, es ist die Nummer 44, haben Landendinger und Walter Schwarzbeck, Leiter Produktionsteam Fertigung Segment 41, 44, sich für die Investition in eine Amada-Abkantpresse HD ATC 1003 NT eingesetzt.

Rüsten der alten Abkantpresse sorgte für zeitlichen Verlust

Es ist eine von zahlreichen Biege-, Stanz- und Lasermaschinen, die bei Krones sämtliche Prozesse einer modernen Blechfertigung abbilden. Zuvor stand an Stelle der Amada-Maschine die Abkantpresse eines anderen Herstellers. „Es wurde über die Jahre für uns immer deutlicher, dass gerade beim Rüsten der Abkantpresse der zeitliche Verlust beachtlich ist. Das war uns ein Dorn im Auge“, sagt Schwarzbeck. „Da mussten wir reagieren und gegensteuern“, ergänzt Landendinger.

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