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Konstruktionsmethoden So sparen Sie Zeit und Kosten in der Konstruktion

| Autor: Ute Drescher

Konstrukteure und Entwickler müssen umdenken: Flexible Produktionssysteme verlangen neue Herangehensweisen schon während der Produktentstehung. Zum Glück können sie auf neue Konstruktionsmethoden zurückgreifen.

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Mit welchen Methoden sich Zeit und Kosten in der Konstruktions sparen lassen und gleichzeitig innovative und hochwertige Produkte entstehen zeigt der Smart Engineering Day am 7. Mai in Würzburg.
Mit welchen Methoden sich Zeit und Kosten in der Konstruktions sparen lassen und gleichzeitig innovative und hochwertige Produkte entstehen zeigt der Smart Engineering Day am 7. Mai in Würzburg.
(Bild: Gorodenkoff Productions OU )

Die Forderung nach flexiblen und smarten Produktionssystemen erfordert ein Umdenken auch in der Produktentwicklung. Um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben und dem Kostendruck standzuhalten, müssen auch in der wichtigen Phase der Produktentstehung Prozesse digitalisiert und automatisiert werden.

Das lässt sich auch an der aktuellen Weiterentwicklung bekannter Konstruktionsmethoden ablesen:

  • So ist das Standardwerk für Konstrukteure und Produktentwickler, die Richtlinie VDI 2221, im vergangenen November in einer komplett überarbeiteten und nunmehr zweiteiligen Fassung neu erschienen.
  • Klassische Konstruktionsregeln und -kataloge entwickeln sich zu intelligenten Assistenzsystemen.
  • Neue Methoden wie die Non-linear-Performance-Pricing-(NLPP)-Methode unterstützen dabei, in der Konstruktion nicht nur kosten- und spezifikationsgetrieben zu agieren, sondern sich vor allem am Kundennutzen orientieren.

Der Smart Engineering Day am 7. Mai 2020 in Würzburg greift diese Themen auf: Prof. Dr. Frank Mantwill von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Dr. Benjamin Schleich vom Lehrstuhl für Konstruktionstechnik der Friedrich-Alexander-Univerität Erlangen-Nürnberg und Robert M. Münch von der Saphirion AG sind nur einige der Referenten, die sich intensiv mit neuen Wegen in Konstruktion und Entwicklung befassen.

Tools fördern Kreativität

Weitere Vorträge werden auch für die Phase der Ideenfindung neue Tools und Methoden vorstellen: Dazu zählen etwa Lego Serious Play, agile Methoden, die aus der Software-Entwicklung kommen und für die Hardwareentwicklung angepasst wurden oder die Triz-Methode, die das kostenoptimierte Konstruieren unterstützt.

Großes Potential hat auch die Simulation, vorausgesetzt, sie bleibt nicht auf einen überschaubaren Personenkreis von Experten beschränkt. Die Ausweitung der Simulation auf eine größere Anwendergruppe steigert die Effizienz der Modellierung und verkürzt die Zeit bis zur Markteinführung von Produkten:

  • Simulation kann die Plattform sein, um einfache und fokussierte Simulations-Applikationen für Produkte oder Prozesse zu entwickeln, mit denen Ingenieure arbeiten können: Denn der Simulationsexperte kennt die Physik, aber Wissen über das Bauteil hat der Konstrukteur.
  • Konventionelle Strukturanalysen – bisher zeitaufwendig, anspruchsvoll und fehleranfällig – lassen sich heute innerhalb weniger Minuten an voll ausgestatteten CAD-Baugruppen durchführen.
  • Auch der digitale Zwilling hat sich rapide weiterentwickelt. Allerdings mangelt es sowohl an einer konsistenten Definition als auch an einem Ansatz, der die Einführung digitaler Zwillinge umfassend unterstützt.

Die Eckdaten

Smart Engineering Day

Datum: 07. Mai 2020
Uhrzeit: 9 bis 17 Uhr
Frühbucher-Rabatt: Bis 31. März 2020
Ort: Vogel Convention Center, Würzburg
Zum Programm

Smartes Engineering funktioniert aber erst, wenn digitale Tools auch optimal genutzt werdendes:

  • Mithilfe smarter Engineeringtools lassen sich Produkte in Entwicklungsprojekten automatisiert optimieren.
  • Automationslösungen helfen mit simplen, eindeutigen Regeln und Entscheidungslogik das gesamte Wissen zu Konstruktion, Fertigung und Kostenkalkulation eines Unternehmens zu erfassen und wiederzuverwenden. So lassen sich immer wieder neue Variationen der Konstruktionen mit Angebotsdokumenten generieren.
  • Auch für die Optimierung leichtbaugerechter Strukturen gibt es neue Ansätze: Basierend auf einer Freihandskizze optimiert eine künstliche Intelligenz Bauteile hinsichtlich ihrer Topologie. Dazu fotografiert der Konstrukteur seine zweidimensionale Freihandskizze und erhält in Echtzeit einen Optimierungsvorschlag.

Neben den Vorträgen bietet die Veranstaltung eine Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch. Eine Ausstellung begleitet den Kongress.

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