Überleben durch Fügung Spezialklebstoff für Schutzsysteme

Quelle: Pressemitteilung von Ruderer

Damit Schutzwesten für Polizei und Sicherheitsdienste allen Ansprüchen noch besser genügen, hat Ruderer einen besonderen Technicoll-Klebstoff entwickelt.

Moderne Schutzausrüstung wird aus verschiedenen Materialien und in unterschiedlichen Konstruktionen gefertigt. Hochleistungs-Klebstoffe wie Technicoll 9413, 9305 und 9403 erhöhen die Schutzeigenschaften und sorgen für mehr Tragekomfort. Hier mehr dazu.
Moderne Schutzausrüstung wird aus verschiedenen Materialien und in unterschiedlichen Konstruktionen gefertigt. Hochleistungs-Klebstoffe wie Technicoll 9413, 9305 und 9403 erhöhen die Schutzeigenschaften und sorgen für mehr Tragekomfort. Hier mehr dazu.
(Bild: Ruderer)

Bei Polizei, Behörden und Sicherheitsdiensten sind „kugelsichere Schutzwesten“ heute Standard. Ihr extrem widerstandsfähiges Gewebe besteht aus mehreren Schichten hochfester und hitzebeständiger Kunstfasern, die mit Panzerplatten aus Metall, Keramik oder Polyethylen (PP) zum Schutz vor Projektilen abgesichert werden. Damit Schutzwesten auch den härtesten Einsatzbedingungen bei Feuchtigkeit, Feuer, Chemikalienangriff und Gewalteinwirkungen standhalten, müssen sie natürlich stabil sein. Mit moderner Klebetechnik lassen sich die verschiedenen Materialschichten aber heute absolut dicht und reißfest miteinander verbinden, sagt Ruderer Klebtechnik, der, wie es weiter heißt, sein ganzes Know-how in die Entwicklung entsprechender Klebstoffe gesteckt hat.

Unter der hauseigenen Marke Technicoll fänden Hersteller von persönlicher Schutzausrüstung deshalb nun für ein sicheres Arbeiten (PSA) hochwertige Klebstoffe, die in puncto Haltbarkeit und Funktionsfähigkeit sowie Sicherheit und Arbeitsschutz nichts zu wünschen übrig ließen.

Deshalb sind Schutzwesten nicht mehr aus Stahl

Die ersten schusssicheren Schutzwesten bestanden aus einer textilen Trägerweste mit eingelegten Platten aus gehärtetem Stahl. Diese Kombination bot zwar einen sehr guten Schutz, war aber materialbedingt sehr schwer. Sie schränkte den Träger der Weste auch sehr stark in der Bewegungsfreiheit ein. Heutige Schutzwesten setzen vorrangig auf leichte Hochleistungsfasern aus Aramid (Polyamide mit Benzolringen in der Kette) sowie auf leichte Keramik- oder Kunststoffplatten. Aramide zählen zu den Flüssigkristallpolymeren. Sie zeichnen sich durch eine sehr hohe Beständigkeit gegen Abrieb, Wasser und extreme Hitze aus. Ihre weiche Textur macht das Tragen bequem. Aramid ist quasi unschmelzbar und liefert aufgrund seiner hervorragenden Stabilität und Qualität den idealen Schutz vor Projektilen, Messern und anderen scharfkantigen Gegenständen. Es ist derselbe Stoff, der für die Herstellung von Schutzhelmen, Schutzschildern oder auch in Sicherheitsschuhen verwendet wird.

Aus den unterschiedlichen Materialzusammensetzungen und Schichten einer Schutzweste ergeben sich verschiedene Schutzklassen. Die Standards variieren dabei von Land zu Land. Eines ist jedoch allen gemein: Je mehr Gewebefaser-Schichten übereinanderliegen, desto größer ist die Abschirmung vor Schüssen aus Feuerwaffen, aber auch vor Stößen und Stichen. Um die Materialvielfalt nahtlos miteinander zu verschmelzen, setzen Hersteller von Schutzwesten, Schutzhelmen und Schutzschilden auf die Fügetechnologie „Kleben“. Dieses moderne Verfahren bietet ihnen ein enormes Potenzial zur Gewichtsreduzierung, langfristigen Versiegelung und Absorption thermischer und dynamischer Belastungen.

Klebstoffe für Schutzwesten, Schutzhelme und Schutzschilder

Die Ruderer hat sich dem Thema Schutzausrüstung, wie wir jetzt wissen, bereits intensiv gewidmet. Die aus der Entwicklung hervorgegangenen Klebstoffe seien so leistungsstark, dass ihre Klebekraft für absolute Sicherheit sorge. Weder Bewegung, Druck, Feuchtigkeit, Hitze, Kälte, Temperaturen noch Chemie können die Stabilität ihrer Klebeverbindungen beeinflussen. Für das Kleben von Schutzwesten hat RUDERER den schlagzähen 2-K MMA-Klebstoff technicoll® 9413 entwickelt. Dieser Spezialklebstoff weist eine hohe Elastizität auf und garantiert eine Bruchdehnung von 50 bis 75 Prozent. Ebenso flexibel ist technicoll® 9305. Hierbei handelt es sich um einen reaktiven Hotmelt auf Basis PUR, der selbst bei niedrigen Temperaturen seine zähelastischen Eigenschaften behält. Dieser Heißkleber ist resistent gegen Flüssigkeiten, Schweiß und Chemikalien wie Reizgas. Das ideale Bindemittel, um beispielsweise das Futter in Schutzhelmen so einzukleben, dass eine intensive Nutzung selbst unter extremen Bedingungen und bei gleichzeitiger Verbesserung des Tragekomforts möglich ist.

Schutzsysteme-Klebstoff ist auch optisch einwandfrei

Schutzschilder bestehen meist aus einem bruchfesten, transparenten Kunststoff, wie etwa Polycarbonat (PC). Ihre gebogene Form dämpft dabei harte Schläge perfekt ab. Der passende Klebstoff muss sich deshalb sowohl den Eigenschaften des Kunststoffes als auch der Biegung des Schutzschildes anpassen können. Die modernen Klebstoffsysteme von Ruderer nutzen deshalb neuartige Aushärtungsmechanismen, die ein exaktes, schnelles und zuverlässiges Zusammenfügen von thermoplastischen (schmelzbaren) und duromeren (nicht schmelzbaren) Kunststoffen zu 100 Prozent garantieren. Sie sorgen zudem für die nötige Transparenz und vergilben selbst bei UV-Einstrahlung nicht.

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Der glasklare 2-Komponenten-MMA-Klebstoff Technicoll 9403 hat sich beispielsweise bei der Befestigung von Griffen an durchsichtige Schutzschilder bewährt. Der Spezialklebstoff ist dafür fest genug und sehr einfach aus der Doppelkammerkartusche oder per No-Mix-Verfahren zu verarbeiten. No-Mix bedeutet, dass je eine Komponente auf je eine Werkstoffseite appliziert werden kann. Die Komponenten vermischen sich während des Fügevorgangs dann. Und selbst wenn die Klebestellen schwer zu erreichen sind, funktioniert das Auftragen des Klebstoffs problemlos, wie Ruderer verspricht. Weil dieser Klebstoff sehr schnell aushärte, genieße man kurze Taktzeiten.

Beim Einkleben von Sichtfenstern in durchsichtige Schutzschilder muss die Klebeverbindung wiederum vor allem eine elastische und dämpfende Wirkung aufzeigen. Diese Eigenschaften bringt das Klebstoffsystem Technicoll 9403 ebenfalls mit. Gleichzeitig kann er als Mittel zum Abdichten eingesetzt werden, um die Verschraubung zu unterstützen sowie Flüssigkeiten und Chemikalien den Weg zu versperren.

Auch die Industrie profitiert vom Kleben dieser Art

Um Mitarbeiter vor Fußverletzungen zu schützen, ist in bestimmten Branchen bekanntlich das Tragen von Arbeitsschutzschuhen gesetzlich vorgeschrieben. In Handwerksberufen, der Gastronomie, dem Outdoor- und Forstbereich, im Rettungsdienst sowie in der Medizin- und Elektronikbranche können aber herabfallende, scharfe oder spitze Gegenstände, ätzende oder heiße Flüssigkeiten die Sicherheit der Mitarbeiter stark gefährden. Auch an die Arbeitsschuhe werden deshalb hohe Anforderungen gestellt.

Um insbesondere das Eindringen von Metall- oder Glassplittern zu verhindern, wird zwischen Schuh und Sohle eine Metallschicht integriert. Die Anforderungen an die Verklebung sind dabei sehr groß, denn die Beweglichkeit des Schuhs muss trotz Klebepower erhalten bleiben. Der lösemittelbasierte 1-Komponenten-Kontaktklebstoff Technicoll 8053 erfülle diese hohen Kriterien. Er hafte nicht nur sehr gut auf Metall, Leder, Textilien und Gummi, sondern ist auch beständig gegen Feuchtigkeit und kann diese ableiten. Ein weiterer Vorteil dieses Klebstoffs ist die sofortige Handlingsfestigkeit nach dem Fügen, sodass die Taktzeit in der Serienfertigung auch mit ihm deutlich verkürzt werden, merkt Ruderer abschließend an.

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