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Hot-Chili-Bikes Superscharfe Bleche für superscharfe Mountainbikes

Redakteur: Annedore Munde

Tradition und Moderne. So scheint es, wenn man die beiden Unternehmenssäulen der Hermann Blechtechnik betrachtet: die klassische Blechverarbeitung und die Herstellung der Hot-Chili-Bikes, die neuerdings sogar mit Elektromotor ausgerüstet sind.

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Die Idee ist einfach, der Effekt simpel und gesund: Der Bodybuddy versetzt das wohl wirkungsvollste Trainingsgerät aus dem Fitnessstudio, den Stepper, an die frische Luft und in Bewegung. Bild: Hermann Blechtechnik
Die Idee ist einfach, der Effekt simpel und gesund: Der Bodybuddy versetzt das wohl wirkungsvollste Trainingsgerät aus dem Fitnessstudio, den Stepper, an die frische Luft und in Bewegung. Bild: Hermann Blechtechnik
( Archiv: Vogel Business Media )

Als Alfred Hermann im Jahr 1949 die Hermann Blechtechnik GmbH gründete, hatte er vor allem eins vor Augen: solide Blechbearbeitung. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der Herstellung von präzisen Feinblechteilen für die Fernmeldeindustrie.

Jetzt sind Sohn und Enkel des Firmengründers, Bernd und Markus Hermann, für die Erfolgsbilanz des Hauses zuständig. Was sich bis heute wie ein roter Faden durch das Unternehmen zieht, ist die Präzision der Blechbearbeitung und der hohe Qualitätsstandard, verbunden mit großer Flexibilität. Schwäbische Qualitätsarbeit, moderne Technik und qualifizierte Facharbeiter – die Mischung scheint zu stimmen. Auch wenn sich das Unternehmen in der jüngsten Vergangenheit vermehrt auf die Produktion von seriennahen Musterteilen und Kleinserien spezialisiert hat.

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Scharfe Mountainbikes für heiße FahrerInnen

Parallel zum soliden Bereich der Blechbearbeitung entstand 1994, 45 Jahre nach Unternehmensgründung, eine zweite Unternehmenssäule, die Hot-Chili & D.A.R.T. GmbH. Als die Firma Hermann Blechtechnik einen flexiblen Kurbelsatz mit dem Markennamen D.A.R.T. entwickelte, erregte sie in der Bike-Branche Aufmerksamkeit. Hot-Chili war geboren. Nein, kein pikantes und superscharfes Gewürz. Hinter Hot-Chili verbirgt sich ein Mountainbike. Doch das ist schon irgendwie superscharf.

Hot-Chili wird zum „Kult“

1995 wurde das Bike erstmals auf der Eurobike präsentiert. Bereits 1996 verbaut Porsche das D.A.R.T. Kurbelsystem bei seinem High-End-Modell. 1997 wird Hot-Chili bei einer Leserwahl eines Magazins dritt-innovativste Marke in Deutschland. Doch was ist das beste Bike ohne einen ehrgeizigen Fahrer? Markus Klausmann gewinnt 1996 in Nevegal (Italien) seinen ersten Downhill-Weltcup. Das war der erste Weltcup-Sieg auf einem deutschen Bike im Downhill. Hot-Chili baut dafür einen Downhill-Prototyp mit 250 mm Federweg.

Seit 2002 setzt Hot-Chili auf Marathon und bildet ein Extrem-Team. Die Fahrer starten bei den härtesten Langstreckenrennen der Welt auf Serienbikes des Unternehmens aus Schorndorf. 2006 wird dann der Streetstepper vorgestellt, der in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Erfinder Martin Buchberger, Geschäftsführer der Firma Graditech Entwicklungs GmbH, entwickelt wurde. Eine völlig neue Art der Fortbewegung wurde kreiert, die quasi den Stepper aus dem Fitness-Studio herausholt, ihn straßentauglich und fortbewegungsfähig macht.

Bei der Bike-Produktion ist Handarbeit Pflicht

Doch hinter jeder Erfolgsgeschichte, die ein scheinbarer Selbstläufer zu sein scheint, steckt auch immer eine geniale Idee. Seit 12 Jahren werden Hot-Chili-Bikes hergestellt. Jedes einzelne ist ein Unikat, vom Kunden selbst zusammengestellt und designt. Durch frei wählbare Farben, Muster, Schriftzüge und natürlich die Auswahl der Komponenten entsteht ein einzigartiges, unverwechselbares Bike.

Produziert werden die Bikes in Schorndorf, unweit von Stuttgart. In der Fertigung wird der komplette Rohrsatz auf zehntel Millimeter genau durch Sägen und Fräsen hergestellt. Anschließend werden die Einzelteile auf eigens hergestellten Lehren für jede Rahmengröße getrennt zusammengeheftet. Dass alle Produktionsschritte einer intensiven Qualitätssicherung unterzogen werden, versteht sich für die Hot-Chili-Maker dabei von selbst.

Alle Hot-Chili-Rahmen werden von Hand geschweißt, anschließend wird nachbearbeitet, gerichtet, wärmebehandelt und geprüft. Somit ist gewährleistet, dass jeder Rahmen den hohen Qualitätsanforderungen entspricht. Das End-Finish erfolgt durch Pulverbeschichten in den Standardfarben oder je nach Kundenwunsch in einer individuellen Farbkombination.

Nicht irgendein Fahrrad, sondern mein Bike

Wer ein Hot-Chili kauft, entscheidet sich nicht für ein Fahrrad. Er wählt bewusst sein ganz individuelles Bike. Da sind Emotionen und Wünsche im Spiel. Um diese schon vor dem Kauf auf den Punkt zu bringen, kann sich der potenzielle Kunde auf einer Internetseite informieren: über die Bestandteile und die Ausstattung des Rades, Zubehör oder die passende Bekleidung.

Dass auf der Internetseite www.hot-chili.biz/Deutsch/ auch das Rezept von Chili con Carne zu finden ist, rundet nicht nur die Idee auf humorvolle Weise ab, sondern passt auch zu dem Spaß, den Entwickler und Hersteller an ihrer Mountainbike-Idee haben. Wer Bike und Gericht getestet hat, ist überzeugt: superscharf.

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