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Halbzeuge

Walzplattierte Bänder erfüllen höchste Ansprüche in hochsensibler Elektronik

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Walzplattierte Halbzeuge kommen immer dann zum Einsatz, wenn ein einzelner Werkstoff die geforderten Eigenschaften nicht bieten kann. Das ist hauptsächlich in elektronischen Geräten der Fall. Die Heraeus Materials Technology GmbH & Co. KG in Hanau stellt solche Halbzeuge her. Das Unternehmen bietet darüber hinaus aber noch viel mehr.

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Walzplattierte Bänder bestehen meist aus Kombinationen von Aluminium, Kupfer, Bronze oder auch Stahl.
Walzplattierte Bänder bestehen meist aus Kombinationen von Aluminium, Kupfer, Bronze oder auch Stahl.
(Bild: Kuhn)

„Sehen Sie hier, das sind Schaltgeräte oder elektronische Steuer- und Regeleinrichtungen, wie sie im Automobil vielfach Verwendung finden“, sagt Joachim-Franz Schmidt, Fertigungsleiter Walzwerk bei Heraeus in Hanau. „Die anderen, das sind beispielsweise Teile, wie sie für die Drosselklappensteuerung, die Einspritzpumpe oder Ventilsteuerung Verwendung finden. Diese Teile hier sind für die elektronische Lenkung oder die Bremse im Automobil“, ergänzt er und deutet mit dem Finger auf die kleinen, filigranen Kontakte hin, die in irgendwelchen Blackboxes verbaut sind.

Kontaktteile aus walzplattierten Bändern sind winzig

In der Regel bestehen solche Kontaktteile aus walzplattierten Bändern aus den Werkstoffen Aluminium, Kupfer und Bronze oder auch aus Stahlwerkstoffen. Davon gibt es zahllose unterschiedliche Kombinationen. Sie sind hochsensibel und oft kaum größer als ein paar Zehntelmillimeter. Mit etwas groberen Fingern lassen sie sich kaum greifen. Walzplattierte Bänder, das ist eine der Spezialitäten der Heraeus und Werkleiter Schmidt hat bereits jahrelange Erfahrungen, was den nicht einfachen Herstellungsprozess solcher Halbzeuge angeht.

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„In erster Linie produzieren wir natürlich die walzplattierten Produkte und liefern sie an unsere Kunden zur Weiterverarbeitung, aber wir beherrschen auch die Verarbeitung“, konstatiert Schmidt. „Plattierte Halbzeuge sind natürlich dann gefragt, wenn ein einzelner Werkstoff die gewünschten oder erforderlichen Eigenschaften nicht bieten kann“, lässt er ergänzend wissen.

Mehrere Bänder aus unterschiedlichen Materialien beim Walzplattieren vereint

Um solche walzplattierten Halbzeuge herstellen zu können, müssen zwei oder auch mehrere Bänder aus unterschiedlichen Materialien miteinander vereint werden. Im Fertigungsprozess laufen diese parallel vom jeweiligen Coil abgewickelt in die Walzanlage und werden dort, je nach Materialien und Materialeigenschaften, durch einen bestimmten Walzdruck miteinander verbunden.

Die Blech- beziehungsweise Banddicken bewegen sich dabei im unteren Zehntelmillimeterbereich und oft sind die einzelnen Schichten im Fertigprodukt kaum noch erkennbar. Vor dem Walzen müssen die Bänder aber entsprechend vorbereitet werden, damit sie sich nachher im Walzprozess auch fest miteinander verbinden. Für das Zusammenhalten der Bandschichten werden die Bandoberflächen aufgeraut.

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