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Richten/Entgraten/KI

Arku wächst um mehr als 20 %

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Coilhandling, Richten, Entgraten und dazu die Automatisierung: Mit dieser Strategie konnte Arku im Geschäftsjahr 2018 deutlich wachsen.

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Kleines Einsteigermodell: Arku hat seine neue Entgratmaschine Edgebreaker 1000 vorgestellt.
Kleines Einsteigermodell: Arku hat seine neue Entgratmaschine Edgebreaker 1000 vorgestellt.
( Bild: Itasse )

„Die Gesamtleistung in der Gruppe ist um mehr als 20 % auf rund 70 Mio. Euro gestiegen“, sagte Albert Reiss, geschäftsführender Gesellschafter von Arku, vor Journalisten bei den Infotagen Richten & Entgraten am Unternehmenssitz in Baden-Baden. Das Wachstum habe sich dabei gleichmäßig auf alle Segmente verteilt. Für 2019 geht Reiss davon aus, den Umsatz mindestens zu halten. „Wir sind derzeit bis Jahresende ausgelastet“, berichtete er.

Arku stellt zwei neue Entgratmaschinen vor

Auf den Infotagen hat Arku zudem zwei neue Entgratmaschinen vorgestellt. Die erste ist die Edgebreaker 3000 für Laserteile. Sie verfügt über zwei hintereinander geschaltete Bearbeitungszonen, die bis zu 80 mm dicke Blechteile beidseitig in einem Arbeitsgang entgraten und verrunden. Hinzu kommt ein patentiertes Bürstenwechsel-Klicksystem. Dieses erlaubt ein einfaches und schnelles Wechseln von Schleifmitteln und damit eine schnelle und flexible Anpassung an die Entgrataufgabe. Die automatische Kalibrierung misst zudem den Schleifmittelverbrauch und kompensiert diesen selbstständig. Die Edgebreaker 1000 ist eine spezielle Maschine zum einseitigen Entgraten von Kleinteilen und als Einsteigermodell konzipiert.

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Bei den Livevorführungen hat Arku die Teilerichtmaschine Flatmaster 88 mit einem vorgeschalteten Vision-Roboter zum automatischen Be- und Entladen von Teilen sowie dem Ebenheitskontrollsystem Flatjack gezeigt. Richtmaschine, Roboter und Qualitätskontrolle erlauben dem Anwender damit autonomes Blechrichten bei konstant hoher Qualität. Das System hatten die Baden-Badener bereits im vergangenen Jahr vorgestellt, mittlerweile läuft es auch prozesssicher. „Künstliche Intelligenz braucht viel Input, damit am Ende auch etwas intelligentes herauskommt“, erläuterte Reiss. So habe das System beispielsweise erst lernen müssen, dass eine Rollenbahn immer noch eine Rollenbahn ist, wenn sich das Sonnenlicht darauf widerspiegelt. Um die Prozesssicherheit zu erreichen, seien Lernzyklen im Millionenbereich notwendig gewesen.

Die Anforderungen der Kunden aus der flexiblen Blechverarbeitung hat Arku bei der Weiterentwicklung des Handlings berücksichtigt. Rüstzeiten von circa 2 min und eine intelligente Teileerkennung machen das Robotersystem für Laser- oder Brennbetriebe interessant, wie das Unternehmen mitteilt.

Besucher können System zum autonomen Richten gleich testen

Um das autonome Richtens vor Ort kennenzulernen, konnten die Besucher der Infotage den Prozess am Beispiel ihrer eigenen Blechteile bis 100 kg kennenlernen: Zunächst werden die Teile im Arbeitsraum positioniert und die Materialspezifikationen per Barcode an die Maschine übergeben. Der autonome Bearbeitungsprozess startet. Kameras scannen die Teile, die unabhängig von Stapelhöhe, Lage und Position durch das Robotersystem erkannt werden. Der Vision-Roboter wählt je nach Gewicht und Größe der Teile selbstständig den Teilegreifer. Dieser hebt die Zuschnitte auf die Einlaufrollenbahn der Richtmaschine, so dass der Richtprozess folgen kann. Gerichtete Teile prüft das Kontrollsystem Flatjack auf Ebenheit. Nach dem Richten nimmt der Vision-Roboter die Teile und legt Sie wieder auf einer Palette ab. „So erhöhen wir den Nutzungsgrad der Maschinen und entlasten die Bediener. Bei Bedarf können wir das autonome Teilehandling natürlich auch für andere Maschinengrößen oder unsere Entgratprozesse umsetzen“, sagt Ewald Hund, Leiter Entwicklung und Prokurist bei Arku.

Neben den Maschinen präsentiert Arku mit der Trumpf-Tochtergesellschaft Axoom auch eine digitale Prozessdatenerfassung und -anzeige. Das Unternehmen stellt eine webbasierte Oberfläche vor, dank der sich Maschinendaten wie Maschinenzustand, Auslastung oder Energieeffizienz ortsunabhängig prüfen lassen. „Unsere Kunden wollen immer auf dem Laufenden bleiben. Wir bieten ihnen dafür die passende Lösung“, erläutert Hund. So kann zum Beispiel der Produktionsleiter auf einen Blick erfassen, welche Anlagen in welchem Werk in Betrieb sind und wo freie Kapazitäten bestehen. Auch Produktivität und Energieverbrauch lassen sich übersichtlich auswerten. „Mit der Oberfläche haben Kunden volle Transparenz über die für sie wichtigen Maschinendaten und können bei Bedarf schnell auf Auffälligkeiten reagieren. Das wirkt sich positiv auf die Effizienz in der Blechbearbeitung aus.“

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