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Solvaro

Blechkonstruktion schützt Landmaschinen vor Schmutz

| Autor/ Redakteur: Gerhard Bullinger / Dietmar Kuhn

Blech ist auch im Landmaschinenbau ein idealer Konstruktionswerkstoff. Ein Landmaschinenhersteller produziert Feldhäcksler. Dafür wurde von einem Zulieferer als spezielle Baugruppe ein kegelförmiger Siebkasten entwickelt und geliefert, der den Kühler vor Verschmutzung sichert.

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Bild 1: Die Siebkasten Baugruppe schützt den Kühler eines Feldhäckslers vor Schmutz und sorgt für ausreichende Luftzufuhr.
Bild 1: Die Siebkasten Baugruppe schützt den Kühler eines Feldhäckslers vor Schmutz und sorgt für ausreichende Luftzufuhr.
( Bild: Fendt )

Die Erntezeit ist ja jetzt vorbei – die nächste kommt bestimmt und auf dem Acker geht es ja nicht zimperlich zu. Dauereinsatz für Traktoren, Mähdrescher Häcksler. Die Agrarmaschinen müssen zuverlässig ihren Dienst tun. Hitze, Schmutz, Staub und Nässe dürfen keine Auswirkung auf ihre Performance haben. Jeder Ausfall kostet Geld oder sogar die Ernte. Ein Härtetest für alle Bauteile der Maschinen.

Staub stellt besondere Herausforderung für die Schmutzgitter dar

Eine der Herausforderungen bei Feldhäckslern, beispielsweise dem Fendt Katana (Bild 1), ist der Staub. Wenn riesige Mengen an Häckselgut in kurzer Zeit verarbeitet werden, entsteht extrem viel Staub. Herkömmliche Schmutzgitter lassen den Staub durch, feinere Gitter drohen zu verstopfen. Ein Gitter mit einem Luftdurchlass von über 60 %, um den 653 PS starken Motor zu kühlen, bietet der kegelförmige Siebkasten des Kirchheimer Metallbauteile-Herstellers Solvaro (Bild 2).

Die verwendete Hexagonallochung Hv-2-2,5 garantiert zudem eine sichere Filterfunktion. Die Größe des Kegels mit einem Durchmesser von 1380 mm birgt Herausforderungen bei der Herstellung. Dem Froscheffekt wird durch eine Materialstärke von 1,2 mm vorgebeugt. Mit diesem Effekt werden Spannungen in einem Element aus Streckmetall bezeichnet. Aufgrund der fehlenden Ausdehnungsmöglichkeit kann es dazu kommen, daß ein Element aus Streckmetall seine ursprüngliche Lageebene verläßt und nach unten oder nach oben umklappt.

Besondere Verbindungstechnik für perforierte Metallteile

Zudem kann ein Kegel dieser Größe nicht mehr aus einem Teil gefertigt werden. Deswegen haben die Techniker bei Solvaro speziell für diese Anwendung eine besondere Verbindungstechnik für die perforierten Metallteile entwickelt. Diese reduziert weder die Durchluftmenge, noch wird die Bürste des rotierenden Saugers an den Verbindungsstellen stärker abgenutzt als auf dem restlichen Kegel (Bild 3).

Nach Erfüllung der Grundvoraussetzung einer größtmöglichen Luftzufuhr ist die Stabilität wichtigster Erfolgsfaktor für die Siebkasten-Baugruppe. Die Befestigungen des Kegels am Rahmen wurden so verbessert, dass sich auch nach über 600 Stunden Feldtest nichts löste oder lockerte. Nicht nur am Rahmen muss der Kegel halten, er selbst trägt eine Kappe, die als Halterung für einen Sauger dient, der den Kegel vom Schmutz befreit. Eine abweichende Bewegung des Saugers würde sich durch die Kegelform mit dem 15-Fachen multiplizieren. Folglich ist auch an dieser Stelle verlässliche Stabilität extrem wichtig. Das Projektteam von Solvaro entschied, die Kappe im Sandwich zu doppeln. So wird die nötige Festigkeit gewährleistet. Für zuverlässigen Rostschutz ist die komplette Baugruppe verrundet, mit einer kathodischen Tauchlackierung versehen und pulverbeschichtet. Solvaro ist insbesondere auf solche Lösungen für Extrembedingungen ausgerichtet.

* Gerhard Bullinger ist Geschäftsführer der Solvaro GmbH in 73230 Kirchheim/Teck

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