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Lochblechprodukte

Blechspezialist Graepel baut eigenes Veredelungswerk

| Redakteur: Jürgen Schreier

Qualität hat für den Zulieferer Graepel Priorität, wenn es um Bauteile aus geformtem Blech für den Fahrzeug- und Maschinenbau sowie das Baugewerbe geht. Weil dies auch für deren Oberflächen gelten soll, errichtet das Unternehmen derzeit ein eigenes Veredelungswerk in Löningen.

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Die Veredelungsanlage hat bereits ihren Betrieb aufgenommen. Ab Mitte 2014 soll die Produktion konstant gefahren werden.
Die Veredelungsanlage hat bereits ihren Betrieb aufgenommen. Ab Mitte 2014 soll die Produktion konstant gefahren werden.
( Bild: Graepel )

Bislang übernahmen Fremdfirmen aus ganz Deutschland das Oberflächenfinish der Produkte. „Künftig wird die Oberflächentechnik Löningen GmbH & Co.KG diesen finalen Arbeitsschritt durchführen“, bestätigt Graepel-Vorstand Klaus Mecking. Das Unternehmen habe man als hundertprozentigen Tochterbetrieb gegründet.

Bionische Lochblechstrukturen verbessern Abgaswerte bei leistungsstarken Verbrennungsmotoren

Der Hersteller hat mit der Errichtung des Werkes bereits im letzten Jahr begonnen. Ab Mitte 2014 soll die Produktion konstant gefahren werden. Im neuen Werk sollen unter anderem Graepels stabile wie leichte Lochblechprodukte veredelt werden, die man als einer der ersten nach den strengen Vorgaben des RAL-Gütezeichens fertigt. Mit ihrer bionischen Struktur bieten sie einen maximalen Luftdurchsatz – damit leistungsstarke Verbrennungsmotoren bessere Abgaswerte erzielen und dauerhaft vor Steinschlag geschützt sind.

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Wie man selbst kleinste Stanzteile perfekt kathodisch tauchlackiert und pulverbeschichtet, hat Graepel in zahlreichen Versuchsreihen ausgetüftelt. In dem rund 3000 m² großen Werk wird daher eine KTL-Anlage stehen, mit der letztlich alle Baureihen des Herstellers beschichtet werden sollen. Mehrere Millionen Euro investiert Graepel in das Qualitätsprojekt, aus dem zunächst 20 neue Arbeitsplätze entstehen sollen.

Ob das Werk seine Kapazität auch am Markt anbieten werde, sei derzeit noch offen, so Mecking. Das Feuerverzinken seiner Produkte führt Graepel schon lange in Eiegnregie durch. Erst kürzlich wurde die Anlage mit mehreren Millionen Euro auf das technisch höchste Niveau gebracht.

Outsourcing – für Graepel ein Fremdwort

Das Werk ist das vierte im Graepel-Konzern, der mit 650 Beschäftigten rund 80 Mio. Euro umsetzt. Neben dem Stammbetrieb in Löningen produziert der Blechspezialist in Seehausen in der Altmark sowie in den USA.

Das Unternehmen fertigt in einem integrierten Prozess, der sogar den Werkzeug- und Prototypenbau umfasst. Mit dem eigenen Werk zur Oberflächenveredelung sei man nun auch „die letzte Meile“ gegangen: Praktisch alle Arbeiten von der ersten Produktidee bis zum abschließenden Produktionsschritt könne Graepel nun im Haus erbringen, unterstreicht Mecking.

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