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Bleche in Form bringen Die großen Trends der Umformtechnik

| Redakteur: Dietmar Kuhn

In der Umformtechnik zeichnen sich Trends ab, die vor allem auf Produktivität, Flexibilität und Energieeffizienz zielen. Was dies für die Blechbearbeiter bedeutet, zeigt Schuler auf der Messe Blechexpo 2013 in Stuttgart.

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Stefan Klebert, Vorstandsvorsitzender der Schuler AG: „Nur in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit unseren Kunden können wir neue Entwicklungen der Umformtechnik auch umsetzen.“
Stefan Klebert, Vorstandsvorsitzender der Schuler AG: „Nur in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit unseren Kunden können wir neue Entwicklungen der Umformtechnik auch umsetzen.“
(Bild: Schuler)

In der Umformtechnik lassen sich derzeit zwei große Trends beobachten: Zum einen werden immer häufiger Materialien wie höherfeste Stähle und Aluminium umgeformt, weil der automobile Leichtbau dies verlangt; und zum anderen legen unsere Kunden zunehmend Wert darauf, dass unsere Pressen nicht nur eine große Produktivität und Flexibilität bieten, sondern auch eine hohe Energieeffizienz.

Servopressen revolutionieren die Umformtechnik

Mit unseren Entwicklungen versuchen wir, beiden Trends gerecht zu werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Twin-Servo-Technologie, die wir vor einem Jahr erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt haben. Weil sich durch die beiden Servoantriebe die Stößelbewegung direkt beeinflussen lässt, erhöhen sich nicht nur Flexibilität und Ausbringungsleistung; die um etwa 30 % geringere Auffederung reduziert auch den Energieverbrauch deutlich.

Zudem lassen sich auf einer Twin-Servo-Presse sowohl höherfeste Stähle als auch Aluminium umformen, wie auch auf unseren Pressen und Pressenlinien mit Servo-Direkt-Technologie. Durch die programmierbare Stößelbewegung kann der Umformprozess perfekt auf Material und Bauteil abgestimmt werden. Bei unseren Servopressen setzen wir Energiespeicher in Form von Elektromotoren ein, um Belastungsspitzen abzudecken. Die Neuentwicklung unserer kleinsten Monoblock-Maschine vom Typ MSD 250 bietet bei gleicher Presskraft und reduziertem Energieverbrauch sogar mehr Leistung als das Vorgänger-Modell.

Entwicklungen mit dem Kunden vorantreiben

Besonders hoch ist die Nachfrage aus der Automobil- und Zulieferindustrie für warmumgeformte borlegierte Stähle, bei denen hydraulische Pressen zum Einsatz kommen. Dieses sogenannte Formhärten erlaubt nicht nur neue Möglichkeiten im Bauteildesign, sondern auch niedrigere Presskräfte. Durch eine starke Erhöhung des Anpressdrucks und die Optimierung des Werkzeugs ist es uns gelungen, die Zykluszeiten drastisch zu reduzieren. Diese Weiterentwicklung des Formhärtens nennen wir „Pressure Controlled Hardening“.

Es sind Innovationen wie diese, die Schuler auszeichnen; man könnte sagen, sie sind Teil unserer DNA. Doch nur in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit unseren Kunden können wir diese Entwicklungen auch umsetzen, um gemeinsam davon zu profitieren und Erfolg zu haben. Dies soll in unserem Motto für die Blechexpo "Innovation, Partnerschaft, Erfolg" zum Ausdruck kommen.

Schuler auf der Blechexpo 2013: Halle 8, Stand 8205

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