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Die Handbremse im Stanzprozess lösen

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Stanzteile sind meist Massenware. Trotzdem verlangen sie nach hoher Qualität. Um dabei noch wirtschaftlich zu produzieren, gilt es, die Stückkosten zu senken. Mit intelligenten Lösungen für das Auf- und Abwickeln, Transportieren und Schweißen der Bänder für einen Endlos-Betrieb ist dies nach Aussagen von Stanzautomations-Experten auch möglich.

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Stanzen am laufenden Band; das ist nur mit einer geeigneten Peripherie sowie schnellen und sicheren Schweißprozessen möglich. Bild: Leicht
Stanzen am laufenden Band; das ist nur mit einer geeigneten Peripherie sowie schnellen und sicheren Schweißprozessen möglich. Bild: Leicht
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Stanzbetrieb ist in der Regel durch die Herstellung von Massenware wie Teile für die Kabel-, Elektro- und Elektronikindustrie gekennzeichnet. Bei einer wirtschaftlichen Produktion und den riesigen Stückzahlen muss der Stanzteilehersteller aufs Schärfste kalkulieren. Dies erfordert jedoch einen reibungslosen Betrieb.

Will er dabei noch in hoher Qualität produzieren, so kommt er um eine optimale Automatisierungslösung nicht herum. Natürlich steht der Stanzautomat im Mittelpunkt. Aber ohne eine der Stanzgeschwindigkeit gerecht werdende Peripherie mit Abwickeln, Qualitätskontrolle und Bandschweißen nützt der beste Stanzautomat recht wenig.

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Ein Unternehmen, das sich seit über zehn Jahren dieser Problematik widmet und heute praktisch für jeden Anwendungsfall eine maßgeschneiderte Lösung anbietet, ist die Leicht Stanzautomation GmbH im badischen Bretten, nahe Karlsruhe. Jürgen Leicht, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, kennt die Situation in den Stanzbetrieben bestens: „In Zeiten, in denen die Optimierung der Stückkosten bei erstklassiger Qualität ganz weit im Vordergrund steht, wird die Nachfrage nach Optimierungsmöglichkeiten von ganzen Prozessketten immer größer“, versichert er.

Und auf die Lösung dieser Problematik hat er sein ganzes Engagement und das seiner rund 35 Mitarbeiter ausgerichtet. Die Ideenschmiede entwickelt und fertigt hochtechnische Geräte und Anlagen für die Stanz- und Umformtechnik.

Spezielle Peripherie-Anlagen für die Stanztechnik

Diese speziellen peripheren Anlagen findet man in namhaften Unternehmen der Stanz- und Umformtechnik, der Profilier- und Extrusionstechnik, der Halbzeugindustrie und Montagetechik wieder. Zum Leicht-Kundenkreis zählen Unternehmen der Automobil-, Elektro- und Elektronikindustrie sowie aus der Luft- und Raumfahrt sowie der Möbelindustrie und deren Zulieferer.

In der pikfeinen Fertigung, die Besucher über ein futuristisch anmutendes Empfangs- und Bürogebäude im Langenmorgen 2 in Bretten betritt, fertigen die Leicht-Mitarbeiter Bandrichtmaschinen, Trommel- und Palettenabwickler, Bandabzüge, Qualitätsprüfgeräte, Auf- und Abwickler sowie Bandschweißanlagen.

„Unseren Kunden gehört unser ganzes Engagement“, versichert Jürgen Leicht, „und das nicht nur in Hinsicht auf möglichst kurze Lieferzeiten, sondern vor allem auch in der Entwicklung von innovativen und maßgeschneiderten Lösungen, die den Kunden dahingehend unterstützen, dass er ein Maximum bei höchster Qualität aus seinen Prozessketten herausholt.“

Coilenden sollen Betrieb nicht mehr aufhalten

Ein Beispiel dafür ist das Rohbandschweißen. Dazu muss man sich vorstellen, dass irgendwann im Stanzbetrieb das Bandende naht. Bisher musste dann das Band neu angestanzt werden, was im gesamten Prozess zu erheblichen Zeitverlusten führte und damit die Kosten in die Höhe schnellten.

Zudem führte dieses neuerliche Bandanstanzen zu einer ungeliebten Störung des Betriebes bis hin zum Stillstand der Produktion. Horrorszenen, die sich jeder Stanzer auf keinen Fall in seinem Leben wünscht.

Abhilfe schafft hier eine Schweißmaschine, die Ende des laufenden Bandes mit dem Anfang des nächsten Bandes zusammenfügt. Eine WIG-Schweißnaht, so erkannten es die Experten bei Leicht, ist dafür die Lösung. „Der Einsatz unserer Schweißmaschinen ermöglicht quasie einen Endlosbetrieb, ohne ein zeitraubendes Anstanzen bei Coilende“, bemerkt Jürgen Leicht.

Der Automations-Experte verweist in diesem Zusammenhang auch auf die wachsende Produktion von Verbundteilen die durch die horizontalen und vertikalen Wickelmaschinen und durch die Leicht-Schweißmaschinen der Baureihen WID untestützt wird.

RSM-Bandschweißanlagen verbinden nur 0,1mm dicke Bänder

Bei der RSM-Banschweißanlage handelt es sich um eine ganz neue Lösung, die Leicht erstmals zur letzten Euroblech in Hannover der Fach-Öffentlichkeit präsentierte. Diese auf DC-Servotechnik basierenden CNC-Rohband-Schweißmaschinen schaffen die Verbindung zweier Bänder mit einem Lichtbogen bei Banddicken von nur 0,1 mm.

Das ist enorm dünn. Dennoch ist die Verbindung einwandfrei und unzerreissbar. Dabei läuft der Verarbeitungsprozess mit dem Verpressen und dem Schweißen vom Einlegen und mit Hilfe der CNC-Achsen automatisch und eine absolut garantierte Wiederholgenauigkeit ist somit gegeben.

Über die RSM-Baureihe hinaus stehen mit den WIG-Rohbandschweißanlagen, der WIG-Kompakt-Rohband-Schweißanlage und der WID-Stanzband-Schweißanlage weitere Fügemaschinen zur Verfügung, die sich insbesondere für einen mobilen Einsatz beim Anwender eignen. Die Schweißnähte zeigen sich zudem nahezu einbrandlos, wodurch die weiteren Prozessschritte wie das eigentliche Stanzen durch vermiedene Stempelbrüche wesentlich sicherer werden.

Perfekte Peripherie für optimalen Pressen-Betrieb unverzichtbar

Mit der umfangreichen Produktpalette bietet Leicht absolute Premium-Lösungen, die von erfahrenen Vertriebs- und Servicepartnern weltweit verkauft und installiert werden und für jedes Problem gibt es eine spezielle Lösung. „Leider“, so Leicht, „investieren Kunden oft in neue Pressen und stellen dann erst bei der Inbetriebnahme fest, dass für den optimalen Betrieb eine perfekt funktionierende Peripherie unerlässlich ist. Obwohl die dafür notwendigen Investitionen im Vergleich zu den Pressen nur einen relativ geringen Aufwand darstellen, sind sie für eine möglichst hohe Verfügbarkeit der gesamten Produktionslinie unverzichtbar.“

Doch nach Lieferung und Inbetriebnahme einer modernen automatischen Stanzautomat-Peripherie zeigen sich die Kunden sehr schnell zufrieden. Sie planen nun bei weiteren Neuinvestitionen auch die optimale Peripherie mit ein. Oft wird dann auch in die Nachrüstung bestehender Linien investiert. „Damit“, so Jürgen Leicht, „lösen wir die Handbremse in der Produktion bei unseren Kunden.

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