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Drückmaschine

Durch Verzicht auf Hydraulik Blech effizienter umformen

| Autor/ Redakteur: Derk Weber / Stefanie Michel

Bisher kamen für das Drücken rotationssymmetrischer Hohlkörper hydraulische Systeme zum Einsatz, deren Drückparameter sich durch Wärmeentwicklung verändern, was eine stetige Überwachung erforderlich macht. Nun wurde eine Drückmaschine entwickelt, deren Antriebskonzept auf einer servoelektrisch angetriebenen Kugelrollspindel beruht.

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Bild 1: Die Drückmaschine Premo 600, bei der die Hauptspindel in die Vertikale gedreht ist, arbeiten nicht gegen die Schwerkraft sondern nutzt sie.
Bild 1: Die Drückmaschine Premo 600, bei der die Hauptspindel in die Vertikale gedreht ist, arbeiten nicht gegen die Schwerkraft sondern nutzt sie.
(Bild: Abacus Maschinenbau)

Geringer Energieverbrauch, stark verkürzte Umrüst- und Fertigungszeiten, eine hohe reproduzierbare Fertigungsqualität, niedrige Wartungskosten sowie die einfache Bedienung sind wesentliche Merkmale der neuen Drückmaschine Premo 600 (Bild 1). Nach vierjähriger Entwicklungszeit hat der Osnabrücker Maschinenbauer Abacus seine Innovation im Sommer 2013 in die Serienfertigung gebracht.

Aufgrund der 13 einzelnen, frei programmierbaren CNC-Achsen ist eine hohe Flexibilität möglich. Das Einrichten der Maschine für die Umformung neuer Werkstücke funktioniert daher besonders schnell. So können beispielsweise bereits früher verwendete Bearbeitungsprogramme einfach abgerufen und geladen werden, um die Produktion innerhalb kürzester Zeit bei gleichbleibender Qualität wieder aufzunehmen.

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Spiegelnde Flächen bilden eine besondere Herausforderung

Ursprünglich wurde die Drückmaschine auf die besonderen Qualitätsanforderungen bei der Herstellung von Reflektoren in der Leuchtenindustrie hin konzipiert. Die geforderten – auch kleineren – Stückzahlen in konstant anspruchsvoller Fertigungsqualität zu leisten, lautete hier die Aufgabe. Doch in vielen anderen Einsatzbereichen kann die Technologie ihre Vorteile ebenfalls ausspielen: Zu den ersten Kunden gehört der Markenhersteller Alfi, der hochwertige Isolierkannen und andere Haushaltsartikel in Stahl und Edelstahl produziert.

Spiegelnde Oberflächen bilden eine spezielle Herausforderung an die Blechumformung (Bild 2). Diese konnten mit einigen Neuentwicklungen so gelöst werden, dass diese sich auch für den Einsatz in der Luft- und Raumfahrttechnik und andere Anwendungen anbieten.

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