NCTE Effizienterer Richtmaschinenbetrieb mit berührungsfreien Drehmomentsensoren

Autor / Redakteur: Gerhard Fiedler / M.A. Frauke Finus

Eine Richtmaschine muss laufen, um Geld zu verdienen. Durch verrutschte Bleche ausgelöste Stillstandszeiten müssen so gut es geht vermieden werden. Berührungsfreie Drehmomentsensoren erfassen kontinuierlich und in Echtzeit die anliegenden Drehmomente direkt an den Gelenkwellen oder den entsprechenden Kupplungsstücken und helfen so, Stillstand zu vermeiden.

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In der Richtmaschine werden die Bleche über zwei übereinander liegende Kassetten von Rollen hindurch geführt und dabei nach oben und unten gebogen bis sie vollständig begradigt sind.
In der Richtmaschine werden die Bleche über zwei übereinander liegende Kassetten von Rollen hindurch geführt und dabei nach oben und unten gebogen bis sie vollständig begradigt sind.
(Bild: NCTE_shutterstock_135949547)

Richtmaschinen glätten die aus dem Walzwerk kommenden Bleche, bevor sie weiterverarbeitet werden können. Die Bleche werden über zwei übereinander liegende Kassetten von Rollen hindurch geführt und dabei nach oben und unten gebogen bis sie vollständig begradigt sind. Dabei ist eine gute Maschinenführung entscheidend. Rutschen die Bleche durch oder verkanten sie sich, treten extreme Belastungen auf. Dabei kann es zu Überbelastungen und Schäden an den Gelenkwellen kommen, die die Rollen antreiben. Die Wellen können beschädigt werden, im Extremfall kann die gesamte Produktion zum Erliegen kommen. Zudem entsteht beim Durchrutschen oder Verkanten signifikanter Ausschuss an den Blechen. Weil in der blechverarbeitenden Industrie schnelle Durchlaufzeiten wichtig sind, sind Durchrutschen und Verkanten sowie die ungleichmäßige Führung der Bleche zu vermeiden, um Produktionsstillstände zu verhindern.

Durchrutschen und Verkanten von Blechen verhindern

Drehmomentsensoren erfassen kontinuierlich und in Echtzeit die anliegenden Drehmomente direkt an den Gelenkwellen oder den entsprechenden Kupplungsstücken. Bislang kamen hierfür häufig Dehnmessstreifen (DMS) zum Einsatz. Diese Technik ist jedoch sehr aufwändig und im rauen Industrieeinsatz im Inneren von Richtmaschinen oft nicht dauerhaft haltbar. Zwischen den Wellen gibt es in der Regel nur kleine Bauräume. Zudem unterliegen die Wellen im Betrieb massiven Vibrationen, Biegungen, Temperaturschwankungen und sind Ölen und weiteren Flüssigkeiten ausgesetzt. Für die herkömmlichen DMS-Sensoren, die meist verklebt werden, waren das ungünstige Voraussetzungen. Daher kam die Drehmomentmessung, obwohl sie wertvolle Beiträge zur Effizienz- und Geschwindigkeitssteigerung sowie zu Kosten- und Gewichtsersparnis liefern kann, oft nur in individuellen Labor- und Entwicklungsanwendungen, nicht jedoch im Serienprodukt zum Einsatz. Darüber hinaus ist die DMS-Technik teuer, die Signalübertragung per Telemetrie ist komplex und störanfällig.

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Berührungsfreie Drehmomentsensoren sind langlebig

Mit den berührungsfreien Drehmomentsensoren des Sensorikexperten NCTE geht Drehmomentmessung nun in Serie – mit vielen Vorteilen nicht nur in Richtmaschinen, sondern auch für die Automobilindustrie, Produktionsmaschinen, Agrartechnik, Windkraftanlagen, Flugzeuge, Elektrofahrräder, Medizintechnik und Robotik. Der besondere Vorteil der Technik: eine geringe, nicht mehr weiter reduzierbare Systemkomplexität.

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