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Bischof / IQ Steel

ERP: Chamäleon für einheitliche Datenhaltung

| Autor/ Redakteur: Silvia Funke / M.A. Frauke Finus

Ein modular aufgebautes Stahlbau-ERP von IQ Steel passt sich wie ein Chamäleon den Anwenderbedürfnissen individuell an. Bischof Stahl-Projekt-Bau erreicht damit eine effiziente, transparente und zum Unternehmen passenden Datenhaltung.

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Bischof Stahl-Projekt-Bau plant, fertigt und montiert Stahlkonstruktionen jeglicher Art: Bereits in der Angebotsphase geht der Ammerländer Stahlbauer individuell auf die jeweiligen Projektanforderungen für Industrie-, Gewerbe- oder Sonderbauten aus Stahl ein.
Bischof Stahl-Projekt-Bau plant, fertigt und montiert Stahlkonstruktionen jeglicher Art: Bereits in der Angebotsphase geht der Ammerländer Stahlbauer individuell auf die jeweiligen Projektanforderungen für Industrie-, Gewerbe- oder Sonderbauten aus Stahl ein.
(Bild: Bischof Stahl-Projekt-Bau)

Die Basis effizienter Unternehmensprozesse liegt in einer transparenten, zum Unternehmen passenden Datenhaltung. Dabei ermöglicht der technische Fortschritt hin zu Industrie 4.0 inzwischen weitgehend automatisierte Abläufe: Daten können zentral über eine einzige Software gesteuert, abteilungsübergreifend bearbeitet und automatisch synchronisiert werden. Der Alltag in vielen Stahlbau-Unternehmen sieht hingegen so aus, dass jede Abteilung ihre eigenen Daten manuell erfasst und pflegt. Das führt zu fehleranfälligen, inkonsistenten Prozessen sowie ineffizienter Mehrfacherfassung von Daten. Bischof Stahl-Projekt-Bau nutzt ein auf die spezifischen Anforderungen im Stahlbau spezialisiertes ERP, das durch seine modulare Bauweise chamäleonartig an die individuellen Anforderungen des Unternehmens angepasst werden kann.

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Seit 1979 ist die Bischof Stahl-Projekt-Bau GmbH im Stahlbau aktiv. Das Unternehmen plant, fertigt und montiert Stahlkonstruktionen jeglicher Art: Bereits in der Angebotsphase geht der Ammerländer Stahlbauer individuell auf die jeweiligen Projektanforderungen für Industrie-, Gewerbe- oder Sonderbauten aus Stahl ein. „Wir verfolgen einen stark vertriebsorientierten Ansatz und denken schon von Anfang an sehr detailliert und bauteilorientiert“, erläutert Jann Beninga, Geschäftsführer von Bischof. „Bei der Suche nach einer abteilungsübergreifenden Software-Lösung haben wir deswegen besonderen Wert darauf gelegt, dass Angebotskalkulation und Warenwirtschaftssystem gut zusammen geführt werden.“ Vorher setzte man auf die klassischen Insellösungen: Jede Abteilung arbeitete quasi mit einer eigenen Software. „Wir wollten eine Lösung einführen, die Buchhaltung, Werkstatt, Büro, Fertigung usw. auch auf Datenebene miteinander verbindet“, so Beninga weiter. Hierfür wurde speziell ein Pflichtenheft erstellt und die Suche nach einer passenden Lösung konnte beginnen. Dabei entschied man sich für IQ Steel ERP, eine auf die spezifischen Anforderungen im Stahlbau zugeschnittene Software. „Der Geschäftsführer von IQ Software, Alfredo Lemke, hat uns das Programm persönlich vorgestellt. Man merkte ihm seine Fachkenntnis für Stahlbauthemen dabei deutlich an, so dass er uns die passenden Ansätze liefern konnte.“ Überzeugen konnten daneben vor allem die Flexibilität sowie die modulare Bauweise der Lösung: Je nach Bedarf können Module hinzugefügt und individuell zugeschnitten werden.

Lückenlose Integration aller Prozesse

IQ Steel ERP verbindet die Planung, Steuerung und Kalkulation in Stahlbauunternehmen mit der Betriebsdatenerfassung (BDE) und dem Enterprise Ressource Planning (ERP) auf Basis einer einheitlichen Datenhaltung. Dabei ist die Lösung modular mit dem Ziel aufgebaut, die Komplexität der Workflows zu reduzieren. Der Schlüssel dazu liegt in der lückenlosen Integration aller Unternehmensprozesse von der Vor- und Auftragskalkulation, der Termin- und Kapazitätsplanung, der Auftragsabwicklung, der Konstruktion und dem Lager, dem Einkauf, der Produktionsplanung und Steuerung aller Fertigungsmaschinen über das Finanzmanagement, das Customer Relationship Management bis hin zum E-Business. Allen Anwendern stehen abteilungsübergreifend die benötigten Daten in Echtzeit zur Verfügung. So ist es beispielsweise dem Controlling jederzeit möglich, Ist-Soll-Vergleiche zu ziehen. Das umfangreiche und adaptierbare Schnittstellen-Framework ermöglicht es dem Anwender zudem, Daten zwischen Software-Partnern zu transferieren.

Warenwirtschaftssystem und Fertigung

Bei Bischof nutzt man die Auftragsverwaltung und das Einkaufsmodul, die Lohn- und Kapazitätsplanung, ein Fertigungsmodul, eine Stücklistenverwaltung, den Termin- und Urlaubsplan sowie die Module Verkauf, BDE, Versand und Zuschnittsoptimierung. Außerdem ist eine GAEB-Schnittstelle für den Datenaustausch von Angeboten und Leistungsverzeichnissen implementiert, ebenso wie eine Verbindung zum Buchhaltungsprogramm Diamant. Besonders schätzt das Unternehmen die Verknüpfung zwischen Warenwirtschaftssystem und Fertigung: „Man kann wiederkehrende Schritte hinterlegen und diese bei Bedarf per Mausklick auswählen. Das ermöglicht uns kurze Wege auf Basis einer vernünftigen Datenpflege“, ergänzt Jann Beninga. „Außerdem stehen alle Informationen zu Kunden, Lieferanten und Geschäftsbeziehungen strukturiert an zentraler Stelle zur Verfügung. So lassen sich die Key Accounts identifizieren und durch angemessene Strategien langfristig binden.“

Dem unternehmensspezifischen Fokus auf den Vertrieb trägt vor allem das Angebotsmodul Rechnung: Hier können zu Kundenanfragen und öffentlichen Ausschreibungen Angebote detailliert erstellt und exakt kalkuliert werden. Das Modul unterstützt beliebige Kalkulationsschemata, welche der Anwender nach Bedarf über die Stammdaten anlegen und im konkreten Angebot zur Positionskalkulation verwenden kann. Zudem verfügt das ERP über eine Materialdatenbank, welche alle nach DSTV genormten Stahlprofile in unterschiedlichen Güten und DINs sowie Ausprägungen enthält. Daraus kann nach Bedarf ein unternehmensspezifischer Artikelbestand angelegt werden. Die manuelle Artikelpflege wird so auf ein Minimum reduziert. Eine Kopplung zu Microsoft Word ermöglicht die Übernahme bereits vorhandener Texte in die Stammdatenbibliothek. Die Verbindung zum Modul Betriebsdatenerfassung erlaubt die Erfassung aller Tätigkeiten für eine mitlaufende Kalkulation oder Nachkalkulation. Damit stehen sämtliche Daten bei Bedarf zur Entscheidungsfindung spezieller Prozesse zur Verfügung. Die von der BDE erfassten Daten werden so aufbereitet, dass sie automatisch in das nachgeschaltete Lohnprogramm übernommen werden können.

Vertriebsfokus mit starkem Angebotsmodul

„Durch die Nutzung von IQ Steel ERP sind wir von der Mehrfacherfassung unserer Daten je nach Abteilung weggekommen“, resümiert Jann Beninga. Jeder Mitarbeiter könne nun auf eine einheitliche Datenbasis zugreifen. Die Prozesse verliefen weniger fehleranfällig und wesentlich effizienter. Zufrieden sei man auch mit Schulungen und Support: „Die Betreuung war von Anfang an sehr lösungszentriert. IQ Software geht gezielt auf die Belange der einzelnen Anwender bei uns ein. Da landet man nicht in Endloswarteschleifen“, so Beninga weiter. Natürlich müsse man sich auf ein neues, komplexes Programm einlassen. Das falle nicht immer allen leicht. Aber das intuitive Handling zusammen mit dem guten Draht zum Support würden dazu beitragen, dass man letztlich genau die Lösung erhalte, die zu den spezifischen Unternehmensprozessen passe. Dabei spricht der Geschäftsführer auch die Bedeutung des Austauschs mit anderen Anwendern an: „Jeder bringt sich durch Feedback zu spezifischen Herausforderungen immer wieder in die Weiterentwicklung der Lösung ein. Dabei schätzen wir neben den Anwendertreffen das zentrale Management von Anfragen über den IQ-Software-Support“. So verliere man sich nicht in Anwenderforen und alle profitieren vom gesammelten Know-how.

Das Chamäleon bleibt anpassungsfähig: Eine Ausweitung der Nutzung von IQ Steel ERP ist dank seiner modularen Bauweise jederzeit möglich. Regelmäßige Releases versorgen die Anwender stets mit technologischen Updates. Und auch bei Bischof Stahl-Projekt-Bau denkt man über die Einführung von Building Information Modeling (BIM) nach: „Wir werden uns dem nicht entziehen können, BIM setzt aber noch eine ganze Reihe von Prozessen sowie ein Umdenken in Stahlbauunternehmen voraus.“ Hier wisse man sich bei Alfredo Lemke und seinem Team in guten Händen und wolle sich gerne von entsprechenden Erweiterungen des ERP inspirieren und führen lassen.

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