Sicherheitsbremse Federdruckbetätigte Sicherheitsbremse: die Alternative zur Permanentmagnetbremse

Redakteur: Stefanie Michel

Als Alternative zu Permanentmagnetbremsen präsentiert Mayr Antriebstechnik für den Einsatz in Servomotoren eine neue federdruckbetätigte Sicherheitsbremse. Sie ist unempfindlicher, rtemperaturbeständig und einfach zu montieren.

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Die federdruckbetätigte Sicherheitsbremse gestattet eine Verzehnfachung der Lastmassenverhältnisse gegenüber Permanentmagnetbremsen.
Die federdruckbetätigte Sicherheitsbremse gestattet eine Verzehnfachung der Lastmassenverhältnisse gegenüber Permanentmagnetbremsen.
(Bild: Mayr)

Üblicherweise werden Servomotoren mit Permanentmagnetbremsen (PMB) ausgestattet. Sie sind relativ kostengünstig und leistungsdicht. Mittlerweile schwindet allerdings der Kostenvorteil, weil die Magnetwerkstoffe sehr teuer geworden sind. Daher sieht Mayr Antriebstechnik nun gute Chancen für die Federdruckbremse Roba-Servostop. Sie ist unempfindlicher als die PMB, denn bei den heute oft erreichten sehr hohen Temperaturen im Motor von 120 °C und mehr können die Permanentmagnete Magnetkraft verlieren, was zum Abfall des Bremsmomentes führt.

Federdruckbetätigte Sicherheitsbremse ist konstruktionsbedingt überlegen

Die federdruckbetätigte Sicherheitsbremse ist PMB auch konstruktionsbedingt überlegen: Beim Abbremsen aus der Bewegung entsteht durch die Paarung Eisen-Eisen und Eisen-Reibbelag eine Mischreibung. Für diese Reibpaarung sind zum Teil starke Reibwertschwankungen und geringe zulässige Reibarbeiten sowie Reibleistungen typisch. Bei statischen Bremsungen ist dies unproblematisch, weil die Haltebremse bei stehendem Antrieb einfällt. Bei dynamischen Not-Ausbremsungen aus voller Geschwindigkeit hingegen sieht es anders aus: Reibwertschwankungen wirken sich hier direkt auf die Höhe des Bremsmomentes aus. Zudem sind PMB nicht für hohe Reibarbeiten ausgelegt und eine Beschädigung bis hin zum Totalausfall der Bremse ist möglich.

Bei der geschlossenen federdruckbetätigten Sicherheitsbremse wird der Rotor mit den Reibbelägen zwischen Ankerscheibe und Bremsplatte festgehalten. Bestromt man die eingebaute Magnetspule, zieht das Magnetfeld die Ankerscheibe gegen die Kraft der Federn an den Spulenträger und lüftet so die Bremse. Durch dieses Fail-safe-Prinzip funktioniert die Servobremse sicher und zuverlässig, so der Hersteller.

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