Suchen

Rehm

Mit dem WIG-Verfahren Schweißnähte erzielen, die aussehen wie gelasert

| Autor/ Redakteur: Werner Essich / Frauke Finus

Die Firma Spieß Metallverarbeitung ist bei vielen Unternehmen seit über 30 Jahren Haus- und Hoflieferant für ganz spezielle Edelstahl-Schlauchverbindungen. Diese Hochdruckmetallschläuche müssen perfekt geschweißt sein. Dafür bevorzugt Peter Spieß das WIG-Verfahren – und das mit modernster Schweißgerätetechnik von Rehm Schweißtechnik.

Firma zum Thema

Schweißfachbetrieb Spieß Metallverarbeitung setzt beim Schweißen seiner patentierten Hochdruckmetallschläuche auf modernste WIG-Schweißgerätetechnik.
Schweißfachbetrieb Spieß Metallverarbeitung setzt beim Schweißen seiner patentierten Hochdruckmetallschläuche auf modernste WIG-Schweißgerätetechnik.
( Bild: Spieß )

Der Schweißfachbetrieb Spieß setzt auf die WIG-Gerätefamilie INVERTIG.PRO digital mit 15 kHz-Technik. Seit Anschaffung der wassergekühlten 450-Ampere-Anlage mit modernster, digitaler Bedienerführung hat sich die Ausschussquote deutlich verringert. Das Unternehmen beweist außerdem, dass Schweißnähte, die von Hand an fragilen Bauteilen geschweißt werden, qualitativ an Laserschweißnähte heranreichen können.

Auf die Frage, warum er seinen Betrieb nicht auf Laser umstellt, antwortet Firmengründer Peter Spieß: „Für unser Hauptgeschäft ist Handarbeit gefragt. Da ist der Lichtbogen überlegen“. Das Laserstrahlschweißen oder auch Laserschweißen ist ein Schweißverfahren, bei dem Werkstücke nicht mit einem elektrischen Lichtbogen, sondern mithilfe von Licht beziehungsweise Laserenergie gefügt werden. Da das Verfahren mit hoher Geschwindigkeit und Präzision schweißt, wird es oft in modernen industriellen Fertigungen wie der Automobil- oder Medizintechnik eingesetzt. Weitere Vorteile sind der geringe, konzentrierte Energieeintrag sowie der geringe thermische Verzug. Jedoch sind die Kosten zur Beschaffung der stark automatisierten Anlagen sowie deren Wartung im Vergleich zu Handschweißverfahren deutlich höher. Aufgrund der sehr flexiblen Anforderungen seines anspruchsvollen Kundenkreises setzt die Firma Spieß auf das Handschweißen mit modernster WIG-Gerätetechnik aus dem Hause Rehm. Die Kernkompetenz der Firma Spieß sind maßgeschneiderte, flexible und extrem belastbare Metallschläuche und Metallbälge für alle beweglichen Verbindungen im industriellen Einsatz. Die individuell ausgelegten Metallschläuche werden häufig in sehr sensiblen Einsatzbereichen angewandt, zum Beispiel in komplexen Löschsystemen von Bohrinseln: Eine anspruchsvolle Schweißaufgabe mit besonderen Qualitätsstandards.

Bildergalerie

Denn hier müssen gleich vier Grundwerkstoffe gasdicht miteinander verschweißt werden: Ein nur 0,3 mm dicker Metallschlauch, das ihn umhüllende 0,24 mm Geflecht, eine Montagehülse von 1,5 bis 2,0 mm Dicke und ein 3,2 mm starker Flansch. Alle Teile sind aus Edelstahl (1.4031, 4404/4571 oder V4A). Nach DIN 2827 dürfen solche Schlauchleitungen innen weder einen Spalt noch einen Grat aufweisen. Die Temperaturbeständigkeit muss zwischen -196° C und +800° C liegen – das gelingt nur mit dem richtigen Schweißgerät. Das Unternehmen hat sich für die INVERTIG.PRO digital entschieden. „Damit sind wir in der Lage, laserähnliche Schweißnahtqualitäten zu produzieren“, so Peter Spieß.

90 % weniger Ausschuss durch Hochfrequenzpulsen

Ein ähnlich schwieriger Fall sind die nur 0,2 mm dicken Metallbälge, die an einen 3 mm Flansch geschweißt werden müssen. Die Dichtheit der Verbindung wird vom Schweißer direkt neben dem Schweißarbeitsplatz mit Stickstoff unter 40 bar in einem Wasserbecken überprüft. „Früher haben wir das normal WIG-geschweißt. Einige Teile waren allerdings Ausschuss, weil sich beim Zünden Löcher in den dünneren Balg einfraßen. Oder es gab auch mal Risse neben der Schweißnaht durch zu viel Wärmeeintrag“, berichtet Peter Spieß, der Spezialist für diese Aufgabenstellung innerhalb des Teams.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43376222)