Suchen

Schneidverfahren

Mit Feinschneiden zu einbaufertigen Multifunktionsteilen

| Autor/ Redakteur: Willi Grimm / Dietmar Kuhn

In der Serienproduktion eröffnen sich mit dem Feinschneiden völlig neue technische und wirtschaftliche Möglichkeiten, die zudem erhebliche Kosteneinsparungen bringen. Feinschneiden und Umformen kommen deshalb bevorzugt zur hochvolumigen Herstellung komplexer Bauteile, beispielsweise für Automobile, zum Einsatz.

Firmen zum Thema

Bild 1: Feinschneiden gilt als hochpräzises Schneidverfahren. Mit neuen Pressen- und Werkzeugkonzepten wird die Ausbringungsleistung wesentlich gesteigert.
Bild 1: Feinschneiden gilt als hochpräzises Schneidverfahren. Mit neuen Pressen- und Werkzeugkonzepten wird die Ausbringungsleistung wesentlich gesteigert.
( Bild: Feintool )

Das Feinschneidverfahren ist vor allem wegen der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Bauteile und einer wirtschaftlichen Reduktion von Nachoperationen sehr interessant. Der aktuelle Technologiestand verändert sich permanent und neue Möglichkeiten sowie Innovationen fördern die Attraktivität der Technologie in hohem Maße (Bild 1).

Mit Feinschneiden lassen sich funktionsfähige Trennflächen erzielen

Feinschneiden ist ein Schneidverfahren, insbesondere für Werkstücke aus Blechstärken bis etwa 15 mm mit funktionsfähigen Trennflächen sowie hoher Ebenheit. Die Trennflächen zeichnen sich vor allem durch Glattschnittanteile bis zu 100 % der Materialdicke in den Rauheitsklassen N5 bis N8 und mit Grenztoleranzen in den Klassen ISO 7 bis ISO 9 aus. Eine Feinschneidpresse und ein Werkzeug genügen, um ein einbaufähiges Präzisionsbauteil zu fertigen. Geschnitten, umgeformt, entgratet. Die Bauteile entstehen bei hohen Hubzahlen und verlässlicher Wiederholgenauigkeit und darüber hinaus zu einem wirtschaftlich und wettbewerbsfähigen Stückpreis.

Die markantesten Bausteine in der Technologiekette des Verfahrens sind (Bild 2):

  • intelligente und hochpräzise Werkzeugkonzepte,
  • Feinschneidpressen mit Mehrfachfunktionen,
  • Bauteilwerkstoffe mit umformfreundlichen Eigenschaften sowie
  • hochleistungsfähige Werkzeugwerkstoffe und Schmiermittel.

Die Mehrheit heutiger Applikationen verlangt neben dem beschriebenen präzisen Schneidvorgang ebenso die Integration von verwandten Umformprozessen in die Feinschneidlösung. Somit verlassen heute in der Regel fertigfallende Bauteile die Feinschneidanlagen (Bild 3).

Der kreative Umgang mit den genannten Technologiebausteinen, gepaart mit einem markanten Erfahrungsschatz an Erfolgen und Fehlern, sind die Grundlagen für eine solide Ausweitung dieser Technik. Moderne Hilfsmittel, wie zum Beispiel die virtuelle Abbildung von Prozessen und Planungen, sind heute die Basis für eine robuste Fertigung (Bild 4).

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 39704750)

Bild: Feintool; Feintool; Archiv: Vogel Business Media; ; Meusburger; picsfive - Fotolia; LVD; Reimann; Schuler; Trumpf; RK Rose+Krieger; Lucas+Dursski; Inocon; Delo; Mack Brooks; Schall; J.Schmalz; Zeller + Gmelin; Okamoto Europe; Lantek; Simufact; IKT; Schöller Werk; Vollmer; Wirtschaftsvereinigung Stahl; © earvine95, pixabay; Thyssenkrupp; IFA; CWS; Stopa; totalpics; © Koelnmesse GmbH / Michael Berger; Design Tech; Automoteam; MPA Stuttgart