Wartung Motor als Spannelement reduziert Ausfälle bei Kraftübertragung mit Riementrieben

Autor / Redakteur: Franz Rinner / Frank Fladerer

Die Riemenspannung ist entscheidend für die Effizienz von Riementrieben. Steht der Antriebsriemen immer genügend unter Spannung, reduziert sich zudem die Ausfall-Wahrscheinlichkeit. Das Belt Tension System von SKF nimmt den Motorblock auf und ermöglicht durch Heben oder Senken des Motors die kontrollierte Bewegung der Motorachse. Dadurch kann die Riemenvorspannung einfach angepasst werden.

Bild 1: Anstelle der üblicherweise verwendeten Motorspannschlitten nimmt das SKF Belt Tension System, bestehend aus Gleitschiene und Hydraulikzylindern, den Elektromotor auf. Bilder: SKF
Bild 1: Anstelle der üblicherweise verwendeten Motorspannschlitten nimmt das SKF Belt Tension System, bestehend aus Gleitschiene und Hydraulikzylindern, den Elektromotor auf. Bilder: SKF
( Archiv: Vogel Business Media )

Die korrekte Vorspannung ist ein unbedingtes Muss für die einwandfreie Funktion eines Riementriebs. Sie reduziert das Risiko eines ungeplanten Maschinenstillstandes, der auf der Kostenseite empfindlich zu Buche schlagen kann. Ist die Vorspannung zu gering gewählt, kommt es insbesondere bei Keilriemen zum Durchrutschen des Riemens. Dadurch erhöht sich nicht nur der Energieaufwand des Antriebs, sondern vor allem sinkt der Wirkungsgrad der Kraftübertragung.

Durch Überhitzung, hervorgerufen durch den Riemenschlupf, kommt es außerdem zu Verschleißerscheinungen an den Riemenflanken und die Riemenscheiben können durch einen höheren Grad der Abnutzung in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei überhöhter Vorspannung dagegen führt die größere Belastung, die auf den Riemen einwirkt, zu einer Verringerung der Riemengebrauchsdauer. Unangenehme Nebeneffekte der zu großen Vorspannung zeigen sich am gesamten Antriebssystem, in der Regel weniger an den Antriebswellen als vielmehr an den Lagern, die über kurz oder lang ersetzt werden müssen.

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Gleitschiene nimmt den Antriebsmotor auf

Anstelle der üblicherweise verwendeten Motorspannschlitten nimmt das SKF Belt Tension System, bestehend aus Gleitschiene und Hydraulikzylindern, den Elektromotor auf (Bild 1). Bei der Erstmontage wird das System mit dem Motor und der Antriebseinheit ausgerichtet. Nach dem Ausrichten werden die Riemen montiert und vorgespannt. Diese Vorspannung erfolgt über eine Hydraulikpumpe, die über eine Kupplung mit dem System verbunden wird (Bild 2).

Mit Zunahme des Hydraulikdrucks bewegen die Zylinder des SKF Belt Tension System den Elektromotor so lange in die erforderliche Position, bis die korrekte Riemenvorspannung erreicht ist. Der entsprechende Hydraulikdruck wird protokolliert und dient dazu, zukünftige Anpassungen schnell und sicher durchführen zu können. Sind die Riemen korrekt vorgespannt, werden die Zylinder mechanisch fixiert und die Hydraulikpumpe kann entfernt werden.

Der bei der Erstmontage ermittelte Hydraulikdruck dient als Referenzgröße, wenn defekte Riemen ausgetauscht oder Wartungsarbeiten am Riementrieb durchgeführt werden müssen. In beiden Fällen stellt die Anpassung der neuerlichen Vorspannung der Antriebsriemen kein Problem dar, denn die Vorgehensweise erfolgt analog zur oben beschriebenen Erstmontage.

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