Weniger als gedacht Rüstungs-Boom gleicht Jobverluste nicht aus

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Es mag nach allen Berichten verwundern, aber 2025 sind aus anderen Branchen lediglich 1.100 Personen in die Rüstung gewechselt, wie eine Studie ans Licht bringt ...

Vom Auto- zum Kampfjetbau? Man müsste doch glauben, dass der Boom in der Rüstungsindustrie zumindest einigermaßen spürbar neue Jobs schafft, um für Ausgleich der Stellenverluste in anderen Branchen zu sorgen. Doch das kann eine aktuelle Studie nicht bestätigen ...(Bild:  KI-generiert)
Vom Auto- zum Kampfjetbau? Man müsste doch glauben, dass der Boom in der Rüstungsindustrie zumindest einigermaßen spürbar neue Jobs schafft, um für Ausgleich der Stellenverluste in anderen Branchen zu sorgen. Doch das kann eine aktuelle Studie nicht bestätigen ...
(Bild: KI-generiert)

Im vergangenen Jahr sind bundesweit nur rund 1.100 Beschäftigte von anderen Industriebranchen in die Rüstungsindustrie gewechselt, so der IAB-Forscher Enzo Weber, der gemeinsam mit seiner Kollegin Yasemin Yilmaz die entsprechende Studie erarbeitet hat. Das seinen dann etwa drei Mal so viele Personen gewesen, wie noch vor 2020 als die Rüstung noch eine untergeordnete Rolle spielte. Auch von außerhalb der Industriesektoren seien mit 1.400 Menschen doppelt so viele wie vor Beginn der Krise in die Rüstung gewechselt. Dagegen sind laut Zahlenanalyse aber etwa 23.000 Industriebeschäftigte lieber in die öffentliche Verwaltung oder Sozialversicherung gewechselt. Insgesamt ist die Industriebeschäftigung bekanntlich deutlich gesunken, weil deutlich weniger Jobs neu geschaffen worden sind, wie es weiter heißt.

Alle Register für eine Erholung des Arbeitsmarktes sind zu ziehen

Die deutsche Industrie verliert derzeit monatlich rund 15.000 Jobs. Außer den Energiekrisen setzen die Transformation angestammter Geschäftsfelder und die Umwälzungen im Handel mit China und den USA mit ihrer Zollpolitik die Industrie unter Druck, wie auch diese Studie bestätigt. Investitionen sinken seit Jahren, Gründungen sind auf dem Tiefpunkt, weshalb so wenige Stellen geschaffen werden wie noch nie zuvor. Es bedürfe nun politischer Impulse, um den Arbeitsmarkt anzuregen. Den Arbeitsmarkt in Bewegung zu setzen und berufliche Weiterentwicklung voranzubringen, heißen zentrale Reformen für Wohlstand und neue Wertschöpfung. Derzeit bewegt sich der Arbeitsmarkt in der Industrie aber kaum. Deshalb müssten alle Register für Weiterentwicklung im Arbeitsmarkt gezogen werden. Notwendig sind etwa Flexibilität wie auch Kompetenzentwicklung, damit Beschäftigte sowohl in aufstrebende Bereiche wechseln als auch den Wandel ihrer Tätigkeitsbereiche voranbringen.

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