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Pressentechnik

Pressen mit Servotechnik setzen zukünftig Industriestandard

| Redakteur: Annedore Munde

Die regelmäßigen Technologietage „Inform live“ von Pressenhersteller Schuler standen am 16. und 17. April unter dem Thema Servopressen. Höhere Ausbringung, maximale Flexibilität in Teilevielfalt und -komplexität und höhere Werkzeugstandzeiten sind nur einige Vorteile der Servotechnik, von denen sich die Anwesenden im Umformcenter Erfurt überzeugen konnten.

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Die Kapazitäten des Standortes sollen in den nächsten Jahren insbesondere im Schweißwerk ausgebaut werden. Geplant ist für 2008 unter anderem die Anschaffung eines Schweißautomaten. Bild: Munde
Die Kapazitäten des Standortes sollen in den nächsten Jahren insbesondere im Schweißwerk ausgebaut werden. Geplant ist für 2008 unter anderem die Anschaffung eines Schweißautomaten. Bild: Munde
( Archiv: Vogel Business Media )

Etwa 140 Besucher waren gekommen, um die Technik vor Ort live zu erleben und um mit den Schuler-Fachleuten über erste Erfahrungen in der Serienfertigung und bei Stanzversuchen zu diskutieren. „Servopressen werden sich am Markt durchsetzen. Wir sind davon überzeugt, dass die Servotechnik den Industriestandard der nächsten Jahre definieren wird“, so Joachim Beyer, Mitglied des Vorstandes der Schuler AG, in seiner Begrüßung. Dass der Pressenhersteller mit dieser Strategie richtig liegt, bestätigen die Aufträge.

Neues Antriebskonzept für Pressen mit vielen Vorteilen

Anfang 2007 wurde die neue Generation der Stanz- und Umformautomaten mit Servoantrieb der Fachwelt präsentiert, bis heute sind bereits 37 Pressen verkauft. Die erste Anlage ging im Februar 2007 bei Saxonia-Franke in Betrieb.

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Mit einer um bis zu 40% gesteigerten Ausbringungsleistung gegenüber konventionellen Exzenterpressen konnte Saxonia-Franke die Produktivität deutlich erhöhen. Von der Technik überzeugt, hat das Unternehmen ein Jahr nach Inbetriebnahme der ersten Anlage die zweite Maschine bei Schuler bestellt.

Die Pressentechnik in Servoausführung steht mit Presskräften von 250 bis 3200 t zur Verfügung. Hauptmerkmal des Servoantriebs bei Schuler ist der Antrieb des Exzenterrades durch den Motor. Durch Variation der Motordrehzahl kann die Stößelbewegung beliebig beschleunigt oder verlangsamt werden.

Servo-Pressen optional mit Drehzahlvariation

Die Drehzahlvariation ist optional. Wird sie nicht eingesetzt, funktionieren die Maschinen wie herkömmliche mechanische Pressen mit jedoch gleich bleibender Leistung und Hubzahl. Das Schwungrad – wie bei konventionellen mechanischen Exzenterpressen - entfällt komplett. Konzipiert wurden die Stanz- und Umformautomaten mit Servoantrieb vor allem für die Presswerke, die unterschiedliche Werkzeugtechnologien einsetzen und ihre Kunden mit Teilen in unterschiedlichen Losgrößen beliefern.

Programmierbarkeit der Stößelbewegung bedeutet auch, dass der Stößel im Reversierbetrieb (Pendelhub) gefahren werden kann, wodurch die Funktion einer mechanischen Stößelverstellung in einfacher Weise ersetzt wird. Dies hat zur Folge, dass weniger Energie verbraucht wird.

Auch als Tryoutanlagen eignen sich die Servopressen. Mit einem Handrad kann der Stößel bei der Werkzeuganpassung in kleinen Schritten bewegt und genau positioniert werden. Die Stößelbewegung ist in jeder Position reversierbar. Das neue Antriebskonzept steht für maximale Variantenvielfalt in der Bewegung, hohe Ausbringungsleistung, Teilevielfalt und flexible Losgrößen.

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