Schuler auf der Euroblech 2018

Servopresse bringt mehr Effizienz ins Presswerk

| Autor: Stéphane Itasse

Die neue Servopresse MSP 400 von Schuler bietet viele smarte Funktionen, hohe Produktivität, Prozesssicherheit und intuitive Bedienbarkeit.
Die neue Servopresse MSP 400 von Schuler bietet viele smarte Funktionen, hohe Produktivität, Prozesssicherheit und intuitive Bedienbarkeit. (Bild: Schuler)

Um die Effizienz im Presswerk erhöhen zu können, zeigt Schuler seine neue Servopresse MSP 400. Die Maschine ist auf der Euroblech 2018 vom 23. bis 26. Oktober in Hannover zu sehen.

Die 400-t-Presse, die sich sowohl für den Folgeverbund- als auch den Transferbetrieb eignet, kann dank der Servoantriebe im Pendelhub bis zu 70 Hübe pro Minute fahren und verfügt damit laut Mitteilung von Schuler über eine hohe Leistungsfähigkeit in diesem Preissegment.

Schuler hat die Steuerung der Maschine im Stil einer Smartphone-App gestaltet: Die Bediener können sowohl unter vordefinierten Bewegungskurven auswählen als diese auch frei programmieren. Das setzt die Hemmschwelle, die Möglichkeiten der Maschine auch auszureizen, laut Hersteller herab. Dank der Kinematik des Kniehebelantriebs verläuft die Umformung im unteren Umkehrpunkt auch schon von sich langsamer, eine Nachregelung durch den Servoantrieb ist also nicht in jedem Fall erforderlich.

Software unterstützt beim Einrichten der Servopresse

Die Software Smart Assist leitet den Bediener Schritt für Schritt durch den Einrichtvorgang, unterstützt von kleinen Videos und Textbausteinen. Sie optimiert die Transfer- und Stößelkurven abhängig von den Freigängigkeitskurven auf maximale Ausbringungsleistung – ein Vorgang, der bisher viel Zeit in Anspruch genommen hat.

Weitere Überwachungsmöglichkeiten bietet der Prozessmonitor in der Steuerung. Auf diese Weise ist die Überlastsicherung über den gesamten Presskraftverlauf und die gesamte Bewegungskurve hinweg gewährleistet; zum Schutz des Werkzeugs ist dabei eine minimale und maximale Kraft definierbar. Die Reaktionszeiten der elektronischen Überlastsicherung liegen bei wenigen Millisekunden, also kürzer als bei einer hydraulischen Überlastsicherung. Die Presse ist nach einem erkannten Überlastfall sofort wieder einsatzfähig.

Die kurzen Anhaltewege und Reaktionszeiten sind nur durch geringe Massenträgheitsmomente im Antriebsstrang möglich, die auch zu einer hohen Dynamik im Betrieb führen. Und während Standardpressen bei einer Überlast normalerweise die Kraft abbauen und den Stößel durch den unteren Umkehrpunkt weiter bis zum oberen Umkehrpunkt fahren, verfügt die MSP 400 über eine Smart-Release-Funktion: Hier läuft der Stößel nach einer Überlast über einen definierten Weg zurück und entlastet damit Werkzeug und Presse.

Die Integration zusätzlicher Sensoren – etwa für Beschleunigung, Schwingung oder Druck – ermöglicht eine Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) des Systems, die in der Steuerung visualisierbar ist. Grundlage sind Frequenzspektren, die Auskunft über einen möglichen Verschleiß im Getriebe, im Lager oder im Motor geben.

Servopresse erlaubt hohe außermittige Belastungen

Die Druckpunkte liegen bei der MSP 400 anders als bei einer konventionellen Presse nicht oberhalb des Stößels, sondern außerhalb des eigentlichen Tischbereichs. Dadurch kann die Maschine sehr hohe außermittige Belastungen aufnehmen, und sowohl auf Einlauf- als auch auf Auslaufseite stehen rund 25 % mehr Presskraft zur Verfügung. Auf diese Weise lassen sich auch hochfeste Materialien schon in der ersten Werkzeugstufe umformen.

Die geometrische Anordnung führt auch zu einer hohen mechanischen Kippsteifigkeit des Stößels. Außerdem reduziert sich die Auffederung des Gesamtsystems, weil der Antrieb weit außen im Kopfstück sitzt. Dadurch lassen sich eine werkzeugschonende Umformung und eine höhere Bauteilqualität erzielen.

Schuler auf der Euroblech 2018: Halle 27, Stand F82

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