Schuler/Alzner Automotive Servopresse macht Kundenwünsche machbar

Autor / Redakteur: Simon Scherrenbacher / Dietmar Kuhn

Von null auf 160 Mitarbeitern in zehn Jahren: Dieses rasante Wachstum hat die Alzner Automotive aus Grafenau bei Stuttgart hingelegt. Der Zulieferbetrieb stanzt, formt und schweißt Teile in den unterschiedlichsten Größen für diverse Premium-Automobilhersteller und hat dafür in eine 400-t-Servopresse investiert. Das Erfolgsgeheimnis lautet: „Immer für den Kunden da sein.“

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Geschäftsführer Hans-Martin Tekeser (rechts) und sein Mitarbeiter Georgios Vaitsidis vor der neuen Schuler-Servopresse.
Geschäftsführer Hans-Martin Tekeser (rechts) und sein Mitarbeiter Georgios Vaitsidis vor der neuen Schuler-Servopresse.
(Bild: Schuler)

Um der gewählten Unternehmensphilosophie gerecht zu werden, dazu soll unter anderem eine neue Servopresse samt Bandanlage von Schuler, die seit etwa einem halben Jahr bei Alzner Automotive in Betrieb ist, beitragen. Die ServoDirekt-Technologie, mit der die 400-t-Maschine arbeitet, war zunächst ein Stück Neuland für die Mitarbeiter bei Alzner Automotive (kurz AA genannt). Doch die intuitive Bedienbarkeit senkte die Hemmschwelle rasch, und schnell war klar: „Damit loten wir beim Umformen die Grenzen der Physik aus, weil wir nun viele Kurven ganz anders fahren können“, sagt Hans-Martin Tekeser, Geschäftsführer der Alzner Automotive GmbH. Dadurch werden völlig neue Teile möglich.

Ausbringungsleistung wurde wesentlich gesteigert

Als positiver Nebeneffekt kristallisierte sich heraus, dass der Stößel nun langsam in den unteren Umkehrpunkt eintauchen und schnell wieder hinausfahren kann. Damit steigert die Presse ihre Ausbringungsleistung teilweise um das Doppelte. „Wir lassen sie tanzen“, beschreibt Tekeser lächelnd und begeistert die neue Fertigungstechnik. Der Geschäftsführer ist Unternehmer im eigentlichen Wortsinn: Er packt gerne Dinge, auch unbekannte, an. Ist gerade mal kein Mitarbeiter in der Nähe, fährt er auch selbst mal eine Palette mit dem Hubwagen zur Seite.

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Vor zehn Jahren, in der Anfangszeit des Unternehmens, standen er und seine Frau Ute auch an den Maschinen, verpackten die Teile und beluden die Lkw. 2005 wurde dann die erste Stanzmaschine angeschafft, weitere Pressen folgten. Doch erst jetzt entschied sich das Unternehmerpaar für ein Schuler-Fabrikat: „Wir betreiben Blechbearbeitung auf höchstem Niveau, und das geht in letzter Konsequenz nur auf Hightech-Maschinen wie von Schuler“, begründet der gelernte Maschinenschlosser Tekeser, der nach seiner Ausbildung noch ein Maschinenbau- und ein BWL-Studium draufsattelte, den Entschluss. „Wir müssen in Deutschland auf die neuesten Technologien zugreifen, um Billiglohnländern in der Teilefertigung Paroli bieten zu können.“

Doch mit der ServoDirekt-Technologie von Schuler erhöhen sich nicht nur die Hubzahlen, während die Werkzeuge geschont werden; auch die Energie-Effizienz (eine besondere Stärke des Pressenbauers Schuler) verbessert sich spürbar. Das war ein wichtiges Argument von Tekeser für die Investition, der das komplette Hallendach mit Photovoltaik-Modulen verkleiden ließ und mit der Abwärme seiner Maschinen die zentrale Kühlanlage betreibt. Doch er wäre kein echter Unternehmer, wenn sich seine Investitionen nicht auch in kürzester Zeit bezahlt machten.

Das gilt natürlich auch für die Schuler-Presse vom Typ MSD-400: Tekeser rechnet zusätzlich zu den genannten Vorteilen auch mit einer deutlich längeren Standzeit im Vergleich mit seinen bisherigen Maschinen. Und sollte dennoch etwas anfallen, kann er auf den schnellen und umfassenden Service des weltgrößten Pressenherstellers zurückgreifen. Damit kann er seine Kunden in der Automotive-Industrie jederzeit bestens bedienen.

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