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Spannringautomat verzichtet völlig auf Hydraulik

| Autor/ Redakteur: Andreas Goseberg und Thorsten Lente / Stefanie Michel

Zur Herstellung von Spannringen wurden bisher Systeme eingesetzt, die Hydraulik, Mechanik und Pneumatik kombinierten. Ein neuer Maschinentyp kommt nun komplett ohne hydraulische Funktionen und mechanische Kurven aus. Dadurch lässt sich der Rüstaufwand reduzieren und die Taktleistung steigern.

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Bild 1: In der Biegestation formt der Servo-Spannringautomat Durchmesser und Drall des Stahlringverschlusses.
Bild 1: In der Biegestation formt der Servo-Spannringautomat Durchmesser und Drall des Stahlringverschlusses.
(Bild: Schmale Maschinenbau)

Bereits seit Jahrzehnten konstruiert die Schmale Maschinenbau GmbH Spannringautomaten. Jetzt haben die Ingenieure des Sauerländer Unternehmens die erste vollständig servoelektrisch angetriebene Anlage für die Massenproduktion von Spannringen realisiert, die zum Verschließen von Fässern und anderen Gebinden dienen. Im Gegensatz zu den bisherigen, auf einer Kombination aus Standardhydraulik, Mechanik und Pneumatik basierenden Systemen kommt der neue Maschinentyp nun komplett ohne hydraulische Funktionen und mechanische Kurven aus. Dabei sind sehr viele Erfahrungen eingeflossen, die das Unternehmen in den letzten Jahren mit servoelektrischen Antrieben gesammelt hat. Ende 2012 hatte das Schmale-Team das erste vollständig servoelektrisch angetriebene Maschinenkonzept der Öffentlichkeit präsentiert. Die Aggregate lassen sich auch an bestehenden Anlagen nachrüsten (Bild 2).

Bewegungen im Programm hinterlegen und damit Rüstzeit sparen

Alle Greifer- und Zangenfunktionen des neuen Bearbeitungszentrums werden pneumatisch angetrieben; auch das Transfersystem läuft ohne Hydraulik. Dadurch dass die Bewegungen servoelektrisch abgebildet beziehungsweise über pneumatische Ventile gesteuert sind, können sie in einem Programm hinterlegt werden, aus dem sich sehr viele Prozessparameter aufrufen lassen. Beim Wechsel von einem Artikel zum nächsten reduziert das den jeweiligen Rüstaufwand im Vergleich zu den Vorgängermodellen immens. Innerhalb kurzer Zeit sind alle notwendigen Eingaben am Touchscreen der Anlagensteuerung vorgenommen. Weil die servoelektrischen Komponenten – vor allem der Servotransfer – viel dynamischere Bewegungsprofile ermöglichen, ist die Taktleistung der Schmale-Maschine deutlich schneller geworden. Mit knapp 30 Stück pro Minute liegt sie etwa 25 % über dem maximalen Ausstoß älterer Anlagen.

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