Solvaro Teilelieferant stärker an Produktentwicklungen beteiligt

Autor / Redakteur: Nicole Landeck / M.A. Frauke Finus

Die Solvaro GmbH, Auftragsfertiger für Blechbauteile, hat im letzten Jahr gleich mehrere Projekte für Agrar- und Baumaschinen in die Serienfertigung begleitet. Besonders produktiv waren diese Kundenbeziehungen, weil Solvaro von Projektbeginn an involviert war und schon in der Entwicklungsphase frühzeitig sein Know-how einbringen konnte.

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Solvaro liefert für den „Tractor of the Year 2016“ , einen Fendt 1050 Vario, eine Motorabdeckung mit besonders hohem Luftdurchlass.
Solvaro liefert für den „Tractor of the Year 2016“ , einen Fendt 1050 Vario, eine Motorabdeckung mit besonders hohem Luftdurchlass.
(Bild: Fendt)

Durch das Einbeziehen von Lieferanten in der frühen Entwicklungsphase können erhebliche Nutzen entstehen, denn es besteht die Möglichkeit dann Ideen zur Fertigungsmethode noch umzusetzen. Maschinen und Werkzeuge werden effizienter eingesetzt, was zu erheblichen Kostenersparnissen führt. Der japanische Baumaschinen- und Traktorenhersteller Kubota hat genau das erkannt. Als sich das Unternehmen vor mehr als zwei Jahren auf die Suche nach einem europäischen Produktionsstandort machte, wurden Bauteilelieferanten für einen kompletten Traktor, den Kubota M7-171, gleich mit gesucht. Schon damals entstand der Kontakt zu Solvaro, die später durch Zeit- und Kostenmanagement, Werkzeugkonzept und vor allem den technischen Support überzeugten.

Mitte letzten Jahres ging nun der Traktor, mit neun Teilen des Kirchheimer Spezialisten, im französischen Bierne in Serie. Geliefert werden Blechbauteile vom Gitterkorb bis zum Hitzeschutzblech für die Abgasanlage. Mit ihrem besonders hohen Luftdurchlass, bei sehr guter Stabilität, überzeugte die wabenförmige Lochung bei Tests in Japan. Welchen Stellenwert die Zusammenarbeit für Kubota hat, zeigte ein Kick-off Meeting zu dem alle Lieferanten eingeladen wurden. Eine ideale Gelegenheit zum Austausch, um dem Anspruch einer optimalen Gesamtlösung noch näher zu kommen. Bei Solvaro umfasst die Lösungsfindung auch Kooperationen mit anderen Lieferanten, wie zum Beispiel Beschichtern oder Logistikspezialisten, damit Teile einbaufertig und just in time geliefert werden. Derzeit fertigt Kubota etewa 3000 Traktoren pro Jahr in Frankreich.

Entwicklungsleistung immer stärker gefragt

Auch europäische Landmaschinenhersteller, wie Fendt, wissen die Vorteile einer gemeinsamen Entwicklungsarbeit mit den Lieferanten zu schätzen. Mit dem Fendt 1050 Vario, der zum Traktor of the Year 2016 gewählt wurde, hat Solvaro im vergangenen Jahr den bislang größten Fendt-Traktor der Spitzenklasse zur Serienreife begleitet. Als Lieferant von Lüftungsgittern wurden Solvaro Key Account Manager und Techniker schon in der Entwicklungsphase hinzugezogen. Durch die gemeinsame Entwicklungsarbeit entstanden Motorabdeckungen, die als Lüftungsgitter fungieren und für eine ausreichende Kühlung der riesigen Motoren sorgen. Von der Einführung des Werkzeugsatzes über Erstmuster und Prototypen der 0-Serie im letzten Mai, standen das Solvaro Support-Team und Fendt in engem Kontakt. Dieses Jahr geht das von Fendt liebevoll als „German Meisterwerk“ bezeichnete Modell in Serie.

Generell ist die Anzahl der Aufträge bei denen Solvaro stark an der Entwicklung des Produkts beteiligt ist, in den letzten Jahren angestiegen. So waren es 2006 nur 6 % der Aufträge, die eine Entwicklungsleistung beinhalteten, 2015 waren es 69 %! Tendenz steigend. Doch nicht nur im Bereich der Entwicklung verzeichnete Solvaro 2015 Wachstum, in der Produktion wurden die Kapazitäten mit der Anschaffung einer neuen Presselinie und einer personellen Erweiterung wesentlich gesteigert.

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