Stanzen Wirtschaftliche Sachzwänge im Stanzbetrieb genial gelöst

Redakteur: Dietmar Kuhn

Als Hersteller millionenfacher Präzisionsstanzteile steht die Ing. Lang + Menke GmbH im sauerländischen Hemer permanent unter dem Druck, sich gegen Anbieter aus den Billiglohnländern zu behaupten und dazu noch wirtschaftlich sein zu müssen. Das geht nur über absolute Qualitätserzeugnisse und über eine ausgeklügelte Produktion, die ständig überdacht werden muss.

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Bei Lang+Menke im sauerländischen Hemer werden jährlich Millionen Stanzteile produziert. Bild: Kuhn
Bei Lang+Menke im sauerländischen Hemer werden jährlich Millionen Stanzteile produziert. Bild: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit dem Jahr 1948, als Karl Menke und Rudolf Lang ihr Unternehmen Ing. Lang + Menke für Präzisionsstanzteile im sauerländischen Hemer gründeten, steht es im ständigen Wettbewerb mit Anbietern, die sich in unmittelbarer Umgebung befinden, oder noch schlimmer, mit Anbietern aus den Billiglohnländern. Die Zeiten werden härter, das Unternehmen ist permanent gefordert. „Wir stehen dauernd unter Sachzwängen, wenn wir hier in Deutschland als Produktionsbetrieb überleben wollen“, sagt denn auch Dr.-Ing. Martin Radtke, Geschäftsführer der Lang + Menke GmbH und ein absoluter Stanz- beziehungsweise Produktionsexperte.

Die Produkte, die Lang + Menke fertigt, sind Präzisionsstanzteile, Lager- und Kontaktelemente sowie Sicherungs- und Befestigungsteile. Um diese in höchster Genauigkeit und Geschwindigkeit produzieren zu können, haben sich Radtke und der Leiter des Einkaufs Markus Schültke darauf geeinigt, in einen Hochleistungsstanzautomaten BSTA 500 des Marktführers Bruderer zu investieren.

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Neuer Hochleistungsstanzautomat erfüllt Ziele und Ansprüche

„Solche Investitionen tätigt man nur unter Zwang“, sagt Radtke, „um noch schneller und effektiver zu werden.“ Der BSTA ist ja nicht die einzige Maschine, auf der Lang + Menke anspruchsvolle Teile herstellt. „Wir produzieren mit einem ansehnlichen Maschinenpark, natürlich auch mit Bruderer-Maschinen, unsere Produkte. Einige der Maschinen sind aber bereits in die Jahre gekommen. Damit können wir unsere Ziele und Ansprüche einfach nicht mehr ruhigen Gewissens erfüllen. Deshalb haben wir uns für zwei neue Bruderer-Hochleistungsstanzautomaten entschieden, von denen einer bereits voll produziert.“

Die Entscheidungsfindung haben sich Radtke und Schültke mit einem Team aus der Fertigung bestimmt nicht leicht gemacht. Denn es waren ja bestimmte Ansprüche vorhanden, die sich in drei Punkten zusammenfassen lassen: Zum einen sollte es ein Stanzautomat mit Servovorschub sein; zum zweiten sollte die Anlage mit einem Doppelvorschub ausgestattet sein, also mit einem Feeder, der sowohl schubseitig für die Bandzufuhr als auch zugseitig für den Abtransport des Restgitterbandes arbeitet, sowie drittens mit der Kombination von Vorschub und Zerhacker für das Restgitterband.

Stanzautomat in der Basisversion entsprcht Anforderungen noch nicht

„Das waren unsere Anforderungen“, sagt Radtke, „weil wir damit eine der wirtschaftlichsten Lösungen für uns entdeckt haben.“ Mit diesen Kriterien haben die Spezialisten von Lang + Menke zu dem bereits etablierten Stanzautomat-Lieferanten Bruderer AG aus dem Schweizer Frasnacht gefunden. Diesen Stanzautomaten konnte Bruderer zwar in der Basisversion anbieten. Doch den Anforderungen von Lang + Menke wurde dieser noch lange nicht gerecht.

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