Sander Automation Automation hält Pressen und Bleche auf Trab

Redakteur: Dietmar Kuhn

Automatisierung ist in der Umformtechnik das A und O. Das Optimum wird dann erreicht, wenn Presse, Werkzeug und Automatisierung aufeinander abgestimmt sind. Wer das seit mehr als 30 Jahren beherrscht, ist die Sander Automation GmbH in Renchen-Ulm mit der optimalen Konstellation des weltweit agierenden Automobilzulieferers Erdrich Umformtechnik als Muttergesellschaft.

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Dipl.-Ing. Klemens Nock, Handlungsbevollmächtigter und stellvertretender Geschäftsführer der Sander Automation GmbH in Renchen: „Wir bieten dem Kunden nicht nur Automatisierungslösungen, sondern auch Dienstleistungen, wie beispielsweise die Hubzahlberechnung mit allen relevanten Daten – die auch stimmen.“ Bild: Kuhn
Dipl.-Ing. Klemens Nock, Handlungsbevollmächtigter und stellvertretender Geschäftsführer der Sander Automation GmbH in Renchen: „Wir bieten dem Kunden nicht nur Automatisierungslösungen, sondern auch Dienstleistungen, wie beispielsweise die Hubzahlberechnung mit allen relevanten Daten – die auch stimmen.“ Bild: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Leidenschaftlich erklärt Dipl.-Ing. Klemens Nock, Handlungsbevollmächtigter und stellvertretender Geschäftsführer der Sander Automation GmbH, eines zur Erdrich Umformtechnik gehörenden Unternehmens der Automationstechnik, die Produkte, die Sander herstellt. „Sehen sie“, sagt er, „das ist die Bandeinlaufseite der Presse und am anderen Ende die Teileausbringung. Das Blech läuft dabei durch die Presse beziehungsweise das Werkzeug, wird umgeformt, bis am Ende ein fertiges Teil herausfällt. Bei einem Folgeverbundwerkzeug würde das Teil komplett im Band bleiben und daher im Einzelfall auch mehr Materialeinsatz erfordern. Bei unserer Transfertechnik wird das Teil nicht mehr im Band, sondern als Einzelteil von Station zu Station transportiert.“ Eine einfache Erklärung, die sogar einen Laien die Transportunterschiede durch ein Presswerkzeug verstehen lässt.

Transfergeräte gibt es als Original oder als Nachrüstsatz für alle Pressen

Nock ist für solche Spezialitäten bekannt. Mit der Ausgliederung der Sander Automation von der Sander Umformtechnik war Nock der Mann der ersten Stunde. „Das Transfergerät bietet eben den Vorteil, dass man hier ein separates Bauteil hat und dies damit auch sauber umformen kann“, sagt Nock.

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Dabei gibt es offensichtlich keine Grenzen, denn man kann damit auch in unterschiedlichen Transportebenen das Teil umformen. Für diese Anwendungen sind sogenannte 2D- und 3D-Transfergeräte erforderlich, die andernorts auch Zangentransfer genannt werden.

Solche Transfergeräte finden auch an größeren Pressen mit bis zu 7000 mm Tischlänge und 3000 t Presskraft ihre Anwendung. Oft werden sie vom Pressenhersteller bei Sander gekauft und dem Kunden mit der Presse geliefert oder, wenn es bereitsbeim Kunden vorhandene Pressen oder Pressenlinien zu automatisieren gilt, werden die Transfers auch im Direktgeschäft entsprechend nachgerüstet.

Angepasster Transfer für jede Presse

Verständlich wird das Ganze, wenn Nock am Demonstrationsobjekt die Funktion erklärt und der Betrachter den Ablauf live erlebt. Neben der X-Y-Richtung macht der Transfer auch einen Hub, der über Kugelgewindetriebe erzeugt wird und quasi dem Transport des Teiles die entsprechende Freigängigkeit gibt. Solche Transfers werden von der Sander Automation sowohl für die Blechumformung als auch für die Massivumformung entwickelt, gebaut und installiert. Obwohl es die Transfergeräte in Modulbauweise gibt, sind für jede Presse anwendungsspezifische Änderungen und Anpassungen des Transfers möglich.

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