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Autodesk Cloud macht Simulation in der Produktentwicklung für jeden verfügbar

| Autor / Redakteur: Erwin Burth / Stefanie Michel

Obwohl Simulation die Produktentwicklung und Konstruktion erheblich unterstützen kann, wird sie noch zu sparsam eingesetzt. Oft werden Simulationen erst zur Validierung herangezogen – die Software ist meist zu komplex und zu teuer. Cloudbasierte Simulation soll diese Hindernisse nun überwinden und für alle zugänglich sein.

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Bild 1: Mit CFD-Simulation lässt sich die Wärmeübertragung oder Kühlung innerhalb komplexer Bauteile darstellen und schon vor dem Bau des erstens Prototypes mögliche Probleme beheben.
Bild 1: Mit CFD-Simulation lässt sich die Wärmeübertragung oder Kühlung innerhalb komplexer Bauteile darstellen und schon vor dem Bau des erstens Prototypes mögliche Probleme beheben.
(Bild: Autodesk)

Die Kraftverteilung einer Konstruktion analysieren oder ihre Stabilität testen: Simulationen liefern wertvolle Aussagen, ohne dass man einen Prototyp bauen muss. Bereits vor der Produktion können die Eigenschaften einer Konstruktion unter Realbedingungen simuliert werden, was Fehler bei der Einführung eines Produkts minimiert.

Autodesk hat in den letzten Jahren sein Angebot an Simulationslösungen kontinuierlich ausgebaut. Neben bewährten Anwendungen wie der Spritzguss-Analysesoftware Moldflow beinhaltet das Portfolio seit 2012 unter anderem auch Simulation CFD für Strömungs- und Wärmeanalysen. Zudem sind in Autodesk Inventor Professional einfache Berechnungen mit der Finite-Elemente-Methode (FEM) möglich. So rücken 3D-Konstruktion und Simulation immer näher zusammen.

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Simulation muss fester Bestandteil der Produktentwicklung werden

Simulationsberechnungen sollten wegen ihrer hohen Aussagekraft über das Verhalten einer Konstruktion eigentlich ein fester Bestandteil der Produktentwicklung sein. Doch die Realität sieht oft anders aus: Konstrukteure treffen immer noch viele zentrale Entscheidungen zu Gewicht, Stärke und Abmessungen anhand von Erfahrung oder einfachen Faustregeln.

Um auf Nummer sicher zu gehen, werden deshalb viele Teile stärker oder dicker gebaut als eigentlich notwendig. Kommen unterschiedliche Materialien infrage, fällt die Wahl oft nicht auf den am besten geeigneten Baustoff, sondern auf den preisgünstigsten mit dem Ziel, Kosten zu sparen.

Simulation verursacht hohe Kosten für Hard- und Software

Doch warum wird Simulation so selten eingesetzt, wenn sie so viele Vorteile bietet? Zum einen sind solche Berechnungen noch immer sehr komplex, sodass dafür Spezialisten benötigt werden. Zum anderen ist die Simulationssoftware teuer. Außerdem wird immer mehr Rechenleistung für die Analysen benötigt, weil die Komplexität der Produkte zunimmt. Oft übersteigen die dafür notwendigen Systemanforderungen die Rechner und Workstations der Konstrukteure und Ingenieure.

Deshalb ist es meist nicht rentabel, solche Programme für jeden Konstrukteur in der Produktentwicklung zu kaufen und zusätzlich in entsprechende Hardware zu investieren – schon gar nicht für kleine und mittelständische Unternehmen. Aber auch größere Firmen statten nur einzelne Arbeitsplätze mit entsprechender Soft- und Hardware aus.

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