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Nassschleifen

Die Kantenbearbeitung als i-Tüpfelchen hochqualitativer Blechbearbeitung

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Welche Rolle die Kantenbearbeitung in blechverarbeitenden Unternehmen und bei deren Kunden spielt, das erfährt man nur, wenn man auf die entsprechenden Experten trifft. Diese findet man beispielsweise bei der LTI-Metalltechnik GmbH in Schöntal-Berlichingen. Deren hochqualitative Blechbauteile verlangen auch nach hochwertigen Kanten. Eigens dafür wurde vor wenigen Monaten in eine neue Ernst-Nassschleifmaschine investiert.

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Hochwertige Blechteile erfordern auch eine entsprechende Kantenbearbeitung.
Hochwertige Blechteile erfordern auch eine entsprechende Kantenbearbeitung.
( Archiv: Vogel Business Media )

Unter den Blechbearbeitern gehört die LTI-Metalltechnik GmbH in Schöntal-Berlichingen zu den größten in der Branche. Mit insgesamt 680 Mitarbeitern an den fünf Standorten Berlichingen, Boxberg-Bobstadt, Boxberg-Windischbuch, Pößneck und Abingdon in England erzielt das Unternehmen derzeit einen Gruppenumsatz von circa 110 Mio. Euro. Gegründet wurde LTI im Jahre 1969 durch den geschäftsführenden Gesellschafter Klaus Isaak. Auf einer Produktionsfläche von etwa 37000 m2 stehen überwiegend die feinsten und neuesten Maschinen und Anlagen der Marke Trumpf.

LTI verarbeitet 20000 t Blech pro Jahr

Über die Jahre hinweg hat sich LTI zu einem namhaften Spezialisten für die Entwicklung, Fertigung und Montage von komplexen Blechteilen und Komponenten, mechanischen und elektromechanischen Systemen entwickelt. Die Prozesskette Blech umfasst das gesamte Spektrum der Blechverarbeitung, mit dem Anspruch, dem Kunden alles aus einer Hand zu liefern. In Material umgerechnet durchlaufen jährlich etwa 20000 t Stahlbleche, Aluminium und Kupferwerkstoffe in Blechdicken von 0,5 bis 20 mm die Fertigung bei LTI.

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Beginnend mit der konstruktiven Lösung über die Blechbearbeitung, die Umformtechnik oder auch die spanende Bearbeitung bis hin zu Baugruppen und Systemen, Kanban, Oberflächentechnik und Logistik hat LTI die gesamte Prozesskette Blech im Griff. Das vielfach zertifizierte Unternehmen steht auf mehreren Standbeinen beziehungsweise Märkten.

So wird die Automotiveindustrie genauso bedient wie die Medizintechnik, die Druckindustrie, die Klima- und Lüftungstechnik, die Energietechnik, die Elektrotechnik oder die Bahntechnik. Es gibt demnach fast keinen Industriebereich, in dem nicht irgendwelche Bauteile von LTI verwendet werden.

640 neue Blechteile pro Monat

Wenn man sich mit Dipl.-Ing. Boris Hofmann, Leiter Vertrieb bei LTI, unterhält, dann erfährt man unter anderem gigantische Zahlen. So beispielsweise, dass bei LTI auf 2010 bezogen im monatlichen Durchschnitt rund 640 neue, vorher noch nie dagewesene Blechteile produziert werden. Das ist eine enorme Produktfrequenz, die darauf hindeutet, dass dieses Unternehmen von einer maximalen Flexibilität geprägt ist.

Durch die Vielfalt der Aktivitäten auf zahlreichen Märkten kann LTI auf eine fast lückenlos aufwärts gerichtete Auftragsentwicklung blicken. Bis auf kleinere Einbrüche, die auf jährlich wiederkehrende saisonale Gegebenheiten zurückzuführen sind, entwickeln sich Aufträge und Umsatz stetig nach oben.

Blechteile mit einwandfreier Kante immer gefragter

Um den Anforderungen der Kunden und der geforderten Qualität der Produkte gerecht zu werden, spielt auch die Kantenbearbeitung der Blechteile eine wesentliche Rolle. Zwar ist diese Fertigungsstufe nicht zwingend, „aber“, so sagt Andreas Hellmich, Leiter der LTI-Produktion, „ immer mehr Kunden verlangen eine einwandfreie Kante“.

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