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F. W. Taylor Medal Dr.-Ing. Daniel Meyer für kryogenes Festwalzen ausgezeichnet

| Redakteur: Jürgen Schreier

Dr.-Ing. Daniel Meyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT) an der Uni Bremen, erhält die F. W. Taylor Medal der internationalen Akademie für Produktionstechnik CIRP. Ausgezeichnet wird das eisgekühlte Festwalzen als Innovation in der Randschichthärtung.

Ein Beispiel für das kryogene Festwalzen: Eine Welle wird simultan eisgestrahlt und festgewalzt.
Ein Beispiel für das kryogene Festwalzen: Eine Welle wird simultan eisgestrahlt und festgewalzt.
(Bild: Universität Bremen/Jörn Rohdenburg)

Turbinenschaufeln, Kugellager, Kurbelwellen und Außenhüllen von Flugzeugen werden im Betrieb stark beansprucht. Besonders belastet sind die Oberflächen und Randzonen dieser Bauteile. Funktionieren die sensiblen Bereiche zuverlässig und fehlerfrei, verlängert sich ihre Lebensdauer.

Mit kryogenem Festwalzen Prozessketten zur Herstellung hochbelasteter Bauteile effizienter gestalten

Vor dem Hintergrund von Ressourcenschonung und Leichtbau sind Randzoneneigenschaften von Bauteilen weltweit verstärkt in den Fokus der Wissenschaft gelangt. Für seine wegweisenden Arbeiten zur Härtung der Randschicht durch trockeneisgestütztes (kryogenes) Festwalzen erhält der Bremer Wissenschaftler Dr.-Ing. Daniel Meyer die F. W. Taylor Medal des Collège International pour la Recherche en Productique (CIRP). Die Medaille wurde ihm am 19. August 2013 im Rahmen CIRP-Vollversammlung in Kopenhagen verliehen.

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Der Wissenschaftler präsentierte auf der Vollversammlung der CIRP im Jahr 2012 in Hong Kong seine Ausarbeitung zum kryogenen Festwalzen und konnte den Nachweis erbringen, dass sich Prozessketten zur Herstellung von hochbelasteten Bauteilen effizienter gestalten lassen.

Meyer promovierte 2012 an der Universität Bremen. Seit 2006 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT) an der Uni Bremen. Er leitet dort eine Nachwuchsgruppe und ist Oberingenieur der Hauptabteilung Fertigungstechnik. Seit 2011 gehört Meyer den CIRP Research Affiliates an.

Eine Mitgliedschaft in diesem Netzwerk der CIRP für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler setzt eine Nominierung und das Mentorat durch einen sogenannten CIRP-Fellow voraus. Fellows sind international renommierte Wissenschaftler, die in den begrenzten Kreis der CIRP-Vollmitglieder gewählt wurden. Jedes Land stellt dabei maximal 20 Fellows.

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