Blechbearbeitung Faist nimmt neue Blechbearbeitungslinie für Schalldämmsysteme in Betrieb

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Faist Anlagenbau GmbH in Krumbach, Hersteller von Schallschutztechnik, nimmt eine neue Blechbearbeitungslinie in Betrieb. Nötig wurde die Investition, weil die Produkte von Faist laut Unternehmensmitteilung international stark gefragt sind. Mit den steigenden Mengen werde es wirtschaftlicher, den Automatisierungsgrad zu erhöhen, und genau das geschehe mit der neuen Anlage.

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Mit der neuen Blechbearbeitungslinie steigt die Automatisierung bei Faist in Krumbach. (Bild: Faist)
Mit der neuen Blechbearbeitungslinie steigt die Automatisierung bei Faist in Krumbach. (Bild: Faist)

Der erste Prozessschritt der neuen Linie ist ein vollautomatisches Sägezentrum, das die vom Coil abgewickelten Bleche präzise ablängt. Im Folgeschritt wird das Blech entsprechend den individuellen Anforderungen gestanzt, um die aus schalltechnischen Gründen nötigen Perforationen sowie eventuelle Durchbrüche für Leitungen einzubringen.

Als letzter Bearbeitungsschritt ist eine Schwenk-Biege-Anlage installiert, die bis zu 6 m lange Blechtafeln bearbeitet und auch sehr komplexe Profile erzeugen kann.

Faist kann jetzt 50% längere Module und Paneele produzieren

Wilhelm Braun, Geschäftsführer der Faist GmbH, erläutert: „Mit der bisherigen Anlage konnten wir maximal 4 m lange Tafeln profilieren. Somit sind wir nun in der Lage, 50% längere Module und Paneele für Auskleidungen und Schallschutzwände zu erzeugen – und das mit hoher Flexibilität und zugleich hohem Automationsgrad.“

Die Bearbeitung von längeren Systemmodulen gewährleistet nicht nur kürzere Durchlaufzeiten, heißt es. Sie schaffe auch die Voraussetzung für schnellere Montagen vor Ort. Und beim Aufstellen von Schallschutzwänden für Straße und Schiene müsse man ein Drittel weniger Pfosten setzen, das spare Zeit und Kosten.

Weitere Investitionen bei Faist zeichnen sich ab

Mit der neuen Blechbearbeitungslinie setzt Faist nach eigenen Angaben seine Investitionen in die kontinuierliche Betriebserweiterung fort. Braun berichtet: „2010 haben wir für rund 1 Mio. Euro ein modernes Ausbildungszentrum für die derzeit 40 Auszubildenden gebaut. 2011 wurde intensiv in die Entwicklung des Schallschutzsystems für die Bahntechnik investiert. Bei einer sehr guten Geschäftsentwicklung dieser Innovation, die sich bereits jetzt abzeichnet, werden wir 2012/2013 unsere automatisierte Pulverbeschichtungsanlage erweitern.“

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