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Klingenfertigung

Fräsen und Bohren lösen das Stanzen ab

| Autor/ Redakteur: Matt Bailey / Rüdiger Kroh

Zwei Bohr-und-Gewindebohrzentren mit integrierter robotergestützter Beladung haben in der Fertigung von Stahlklingen für Gartenscheren das konventionelle Stanzen abgelöst. Die spanende Fertigung ist viel schneller und es entfällt das Schleifen für die Fertigbearbeitung der Klingen.

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Bild 1: Die Klingen für Gartenscheren werden jetzt spanend hergestellt. Die Zykluszeiten betragen im Durchschnitt 40 s.
Bild 1: Die Klingen für Gartenscheren werden jetzt spanend hergestellt. Die Zykluszeiten betragen im Durchschnitt 40 s.
(Bild: Haas)

Etwa 1 Mio. Gartenscheren pro Jahr stellt die Felco SA an ihrem Schweizer Hauptsitz her. Dort haben auch zwei automatische CNC-Bohr-und-Gewindebohrzentren DT-1 von Haas das konventionelle Stanzen durch eine spanende Bearbeitung abgelöst. Das Unternehmen ist im Dorf Les Geneveys-sur-Coffrane ansässig, etwa 5 km von Neuenburg im französischsprachigen Westen der Schweiz. Die Wurzeln von Felco gehen bis auf das Ende des Zweiten Weltkriegs zurück, als Félix Flisch, ein ausgebildeter Mechaniker und Dreher, die ersten Rebscheren in seiner Garage fertigte, neben der das heutige Werk immer noch steht.

Die beiden Klingen sind die kritischen Komponenten

Mit Ausnahme der Schrauben und Federn werden sämtliche Bestandteile der Scheren in dem Schweizer Werk hergestellt. Die beiden Klingen sind dabei die kritischen Komponenten. Sie werden traditionell durch Stanzen gefertigt, ein Verfahren, das fast alle Unternehmen in der Gartenwerkzeugbranche anwenden – bisher jedenfalls. Mithilfe der Bohr-und-Gewindebohrzentren mit integrierter robotergestützter Beladung und Weiterleitung geht Felco zu Klingen über, die mit CNC-Maschinen bearbeitet werden.

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Beim bisherigen Verfahren wurden mehrere Stanzmaschinen benötigt, um die Klingen herzustellen. Am Anfang der Umstellung stand die Idee, für das Fräsen und Bohren zu einer automatischen Bearbeitungszelle überzugehen, anstatt zu stanzen. Damit begannen die Schweizer, sich nach einem geeigneten CNC-Bearbeitungszentrum umzusehen.

Die erste Haas-Maschine, ein horizontales CNC-Bearbeitungszentrum EC 500, wurde im Juli 2011 bei Felco installiert. Ihm folgte schon bald ein vertikales Bearbeitungszentrum VM-2. Dank ihrer Leistung und Zuverlässigkeit standen die amerikanischen Maschinen auch auf der Liste der potenziellen Investitionen für das jüngste Projekt. Dabei ging es um eine automatische Klingenbearbeitungszelle.

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