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Umformen

Herstellprozess der Weißblechdose wird auf Alltagstauglichkeit geprüft

| Autor/ Redakteur: Sabine Köppe / Annedore Munde

Rundum glänzend bedruckt, unzerbrechlich und praktisch: Getränkedosen sind wahre Hightech-Verpackungen und erfreuen sich großer Beliebtheit beim Verbraucher. Doch bevor sie ihren Platz im Supermarkt finden, durchlaufen die Metallverpackungen zahlreiche Umformstufen und Tests.

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Getränkedosen aus Aluminium wiegen heute nur noch 13 g. Bild: Ball Packaging Europe
Getränkedosen aus Aluminium wiegen heute nur noch 13 g. Bild: Ball Packaging Europe
( Archiv: Vogel Business Media )

Als Verpackung werden Getränkedosen höchsten Anforderungen gerecht: Undurchlässig für Licht und Sauerstoff, schützen sie ihren Inhalt hermetisch vor äußeren Einflüssen. Im Vergleich mit anderen Getränkeverpackungen punkten sie zudem durch ihre hohe Druckstabilität: Obwohl ihre Wandstärke mittlerweile nur so dünn wie ein menschliches Haar ist, halten Dosen einen Druck von über sechs Bar aus.

In den zurückliegenden Jahren wurde zudem ihre Umweltbilanz entscheidend verbessert: Durch Materialreduktion und Recycling lassen sich heute mit der gleichen Menge Primärmaterial rund dreimal so viele Dosen herstellen wie noch vor 30 Jahren. Weitere Gewichtsreduzierungen und Prozessoptimierungen verbessern zudem die Nachhaltigkeit der Getränkedose laufend.

Der Getränkedosenhersteller Ball Packaging Europe (BPE) überprüft in einem eigenen Technical Center in Bonn die Metallverpackungen auf Qualität und Sicherheit. Aufgabe der Experten im Bonner Technical Center ist es, die Qualität von Dosen und Deckeln auch bei weiterer Gewichtsreduzierung oder Weiterentwicklung zu gewährleisten (Bild 1). Das Team nutzt dazu verschiedenste Test- und Analysemethoden, die realitätsnah Ernstfälle für die Verpackung simulieren.

Der standardisierte „Drop Test“ etwa misst mechanische Eigenschaften, indem gefüllte Getränkedosen aus verschiedenen Höhen fallen gelassen werden. Auf- oder zerplatzen dürfen sie dabei auf keinen Fall. Kontrolliertes Ausbeulen dagegen ist als Sicherheitsfunktion bei der Überschreitung der garantierten Druckbeständigkeit sogar erwünscht: Die Metallzylinder sind so konstruiert und hergestellt, dass sich Boden und Deckel wölben, um beim Aufprall den plötzlich erhöhten Druck im Inneren der Dose auszugleichen.

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