Umformtechnik Hightech-Werkzeuge als Basis formschöner Automobile

Autor / Redakteur: Martin Nagel / Dietmar Kuhn

Im österreichischen Dietach befindet sich die Zentrale des Werkzeugbauers Weba. Das Unternehmen bedient alle europäischen Automobilhersteller und großen Zulieferer mit qualitativ hochwertigen Werkzeugen. Jetzt strebt Weba die weltweite Technologieführerschaft in der Höchstfest-Umformung an und konzentriert sich dabei auf die Herstellung großer Stanz- und Umformwerkzeuge für hoch- und höchstfeste Strukturteile.

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Weba gehört weltweit zu den führenden Werkzeugbauern für die Automobil- und deren Zulieferindustrie. Bilder: Kuhn
Weba gehört weltweit zu den führenden Werkzeugbauern für die Automobil- und deren Zulieferindustrie. Bilder: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Steyrer Werkzeugbauspezialist Weba etabliert sich im High-Level-Werkzeugbau im Bereich Umformtechnik und Leichtbau. Um den Markt erfolgreich mitzugestalten und die Führungsrolle im Branchensegment zu übernehmen, setzt Weba die entsprechenden Schritte. Jahrzehntelange Erfahrung, hohe Qualität und effiziente Lösungen bilden die Grundlage dafür. „Durch permanentes Wachstum sichern wir unseren Unternehmenserfolg“, erklärt der Gründer und Weba-Geschäftsführer Herbert Danzinger.

Der Fokus von Weba richtet sich auf die Herstellung großer Stanz- und Umformwerkzeuge für hoch- und höchstfeste Strukturteile im Automobilbau. Das Leistungsangebot umfasst Transfer-, Folgeverbund- und Stufenwerkzeuge im Bereich der Kaltumformung. Darüber hinaus gilt Weba als Pionier im Presshärten und hat diese Technik kontinuierlich angewandt und weiterentwickelt. Die Produktion erfolgt in Österreich, Tschechien, Slowenien und Serbien. Das weltweite Service-Netzwerk unterstreicht die Kunden- und Zukunftsorientierung. „Eine der wesentlichen Herausforderungen unseres Unternehmens liegt in der Gewährleistung unseres hohen Qualitätsniveaus“, erklärt Herbert Danzinger.

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Mobiles Expertenteam repariert Stanz- und Umformwerkzeugen vor Ort

Jahrzehntelange Erfahrung in der Automobilindustrie macht den österreichischen Werkzeugbauer, der alle großen Automobilmarken beliefert, zum Spezialisten für die Warm- und Kaltumformung von höchst- und ultrahöchstfesten Blechen. Das Unternehmen verfügt über Bearbeitungsmaschinen für Zerspanung jeglicher Art. In der Fräsbearbeitung von gehärteten Stählen beweisen die Dietacher Werkzeugbauer besondere Kompetenz. Kürzeste Durchlaufzeiten bei der Herstellung und Reparatur von Werkzeugen gewährleisten höchste Flexibilität. Weba verfügt über ein mobiles Expertenteam zur Wartung und Reparatur von Stanz- und Umformwerkzeugen beim Kunden vor Ort.

Verschleiß von Beschnittwerkzeugen minimiert

Sein Know-how erweitert das Steyrer Werkzeugbau-Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern. So gelang es dem Unternehmen, im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes mit der Technischen Universität Graz, den Verschleiß von Beschnittwerkzeugen erheblich zu minimieren. Dies wurde durch die Entwicklung einer neuen Werkzeuggeometrie erreicht. Daraus ergibt sich eine höhere Standzeit (= Lebensdauer) des Werkzeugs. Damit werden die Verfügbarkeit wesentlich gesteigert und die Wartungsintervalle spürbar verlängert. Derzeit sind die Werkzeugbau-Spezialisten von Weba dabei, die erzielten Feldversuchsergebnisse in ihre Stanz- und Umformwerkzeuge einzuarbeiten.

Mit der in Slowenien und Serbien tätigen Unior hat das Steyrer Werkzeugbau-Unternehmen auch ideale Fertigungsstätten für seine Expansionsbestrebungen gefunden. Die Unior-Gruppe brachte ihre Werkzeugbausparte in das mit Jahresbeginn 2008 gegründete Joint Venture ein. Die neu gegründeten Firmen Weba Maribor und Weba Kragujevac tragen zur Erweiterung der logistischen und produktionstechnischen Kapazitäten von Weba in Slowenien und Serbien bei.

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