Oerlikon Schweißtechnik Individuelles, programmiertes oder automatisiertes Lichtbogenschweißen

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Oerlikon stellt den Cito Wave II für spezifische Schweiß-Prozesse je nach Art des Werkstoffes, der Werkstückdicke und der Nahtart vor. Das Gerät kann für manuelles oder automatisiertes Fügen genutzt werden. Neben über 200 Synergiekennlinien für Kombinationen aus Grundwerkstoff, Drahtdurchmesser und Schutzgas kann der Anwender Parameter wie Drahtvorschubgeschwindigkeit, Schweißspannung, Dynamik und Wärmeeintrag selbst bestimmen und so seine eigenen Kennlinien definieren und speichern.

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Mit den in der Cito Wave II gemäß EN-1090-zertifizierten Schweißprogrammen kann der Anwender seinen Betrieb ohne eigene Verfahrensprüfung (WPQR) direkt zertifizieren.
Mit den in der Cito Wave II gemäß EN-1090-zertifizierten Schweißprogrammen kann der Anwender seinen Betrieb ohne eigene Verfahrensprüfung (WPQR) direkt zertifizieren.
(Bild: Oerlikon)

Die Cito Wave II wird digital gesteuert. Per Datenanbindung über USB 2.0 oder Ethernet importiert oder exportiert der Nutzer Schweißprogramme und angepasste Synergiekennlinien von einem System zum nächsten. Vernetzen, zentrale Aktualisieren, Fernsteuern und Kontrollieren sind nach Unternehmensangaben so möglich. Dazu gehören einfache Prozess- und Ergebnisanalysen, Datendokumentation und -verwaltung. Die wichtigen Forderungen nach Energieeffizienz unterstützen Funktionen wie automatischer Start der Wasserkühlung, des Lüfters und einstellbare Dauer der Farbanzeige.

Das modular aufgebaute Lichtbogen-Schweißsystem Cito Wave II bietet acht vorkonfigurierte Prozesse inklusive kalter, für unterschiedliche Werkstoffe und spezifische Schweißaufgaben: SSA (Speed Short Arc) zum Wurzelschweißen vermeidet den Übergangslichtbogen, ESA (Easy Short Arc) für Fülllagen ohne Übergangslichtbogen zwischen 200 A und 300 A, Pulse universell einsetzbar, SSP (Soft Silence Pulse) zum Fügen rostfreier Stähle, ASQ (Advanced Sequencer) ermöglicht einen geringen Energieeintrag und WIG-Optik, CDP (Cold Double Pulse) mit geringem Energieeintrag für Aluminium, SM (Spray Modal zur Reduzierung von Poren beim Aluminiumschweißen und HPS (High Penetration Speed) forcierter Sprühlichtbogen zum Beispiel für Fülllagen.

Der Anwender kann einfach Kennlinien erstellen, mit einem grafischen Editor kann er sie bequem ändern und beliebig in andere Cito Wave II klonen. Die Parameter kann man wahlweise an der Stromquelle oder dem Drahtvorschub einstellen. Das System kontrolliert die Parameter anhand einstellbarer Grenzwerte und bietet unterschiedliche direkte Anzeigen und Überwachungsmodi. So hat der Nutzer nach Unternehmensangaben die volle Kontrolle über den Schweißprozess: Er erkennt die visualisierten Grenzwertüberschreitungen bis zum programmierten Abschalten des Prozesses bei Über-/Unterschreitungen.

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