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Sicherheitstechnik Notfallmanagement mit einem Knopfdruck

| Autor / Redakteur: Patrick Eller / M.A. Frauke Finus

Kein Strom – das Worst-Case-Szenario“ in der Sicherheitstechnik. Denn ohne Strom steht nicht nur die Produktion still, empfindliche Anlagen können bereits nach kurzer Zeit Schaden nehmen. Im Fall der Fälle gilt es, alle relevanten Personen zu alarmieren und die Situation unter Kontrolle zu bringen – und zwar sehr schnell.

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Die Schott AG ist ein führender Technologiekonzern für Spezialglas und Glaskeramik und damit innovativer Partner vieler Branchengrößen – von Aviation bis Pharma.
Die Schott AG ist ein führender Technologiekonzern für Spezialglas und Glaskeramik und damit innovativer Partner vieler Branchengrößen – von Aviation bis Pharma.
(Bild: Schott)

Bei der Herstellung von Spezialglas und Glaskeramik für Kunden aus unterschiedlichen Bereichen wie Aviation oder Pharma können Störungen der Stromversorgung bereits im Millisekundenbereich weitreichende Folgen haben, denn die empfindlichen Anlagen und Aggregate sind schon nach kurzer Zeit dauerhaft beschädigt.

Die Schott AG, international führender Technologiekonzern für Speziallösungen aus Glas, ist auf diesen Worst Case eines Stromausfalls vorbereitet: Dank des von Schott verwendeten Krisenmanagement-Tools Fact24 alarmiert das Notfallmanagement alle nötigen Spezialisten mit nur einem Knopfdruck und erhält durch die Quittierfunktion schnell einen Überblick über deren Status: Sind sie unterwegs, bereits vor Ort oder nicht verfügbar? Mit den zugehörigen Apps kann dieser Prozess jederzeit von unterwegs ausgelöst und die Kommunikation in den Krisenteams fortgesetzt werden. Automatisch werden durch Folgealarme auch mittelbar Betroffene informiert. Und auch wenn die eigene IT ausfallen sollte, kann Schott mit Fact24 als SaaS-Lösung („Software-as-a-Service”) zuverlässig agieren.

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Schnelligkeit ist das Gebot der Stunde

Karl Rengstorf ist ein vielbeschäftigter Mann. Als Leiter Sicherheitsmanagement ist er am Standort Mainz für die gesamte Gefahrenabwehrorganisation der Schott AG zuständig – inklusive Werkschutz, eigener Feuerwehr und Sicherheitszentrale. Durch die von ihm gesteuerten Fachbereiche werden etwa 2.800 Mitarbeiter von Schott sowie weitere rund 2.000 Personen von Mietern und Kontraktoren betreut. Gleichzeitig leitet er als Head of Site Security & Emergency Management das globale Notfall- und Krisenmanagement und verantwortet die Absicherung der weltweit rund 40 Produktionsstandorte in über 30 Ländern. Zeit zu verlieren, ist für Karl Rengstorf deshalb keine Option. Und das gilt auch für das gesamte Unternehmen, denn es steht viel auf dem Spiel.

Mit der Produktion von Spezialglas und Glaskeramik ist Schott ein bedeutender Technologiepartner für viele Branchengrößen. Auf mögliche Gefahren ist das Unternehmen daher gut vorbereitet. Ein Szenario ist für Karl Rengstorf jedoch besonders herausfordernd: eine Stromstörung oder gar ein kompletter Stromausfall. Die Produktionsanlagen für die hochgradig spezialisierten Gläser sind empfindlich und hochkomplex und laufen in der Regel im Dauerbetrieb. Unterbrechungen sind eigentlich nicht vorgesehen. „Unsere Anlagen können nach einer Betriebsunterbrechung nicht einfach wieder hochgefahren werden. Sie sind bereits nach einem kurzen Ausfall nicht mehr funktionsfähig und müssen abgebaut und ersetzt werden“, erklärt er die besondere Situation. „Selbst Störungen im Millisekundenbereich können für uns weitreichende Folgen haben“. Und die Situation könnte sich in Zukunft verschärfen. Denn die im Zuge der Energiewende Einzug haltenden Arten zur Stromerzeugung sind derzeit noch anfälliger für Störungen als die herkömmliche Stromproduktion.

Die wichtigsten Mitarbeiter sind für ihn daher die rund 100 Servicetechniker, die sich bei Störungen und Notfällen um die Anlagen kümmern. Entscheidend ist jedoch, dass er diese dann auch schnell erreicht. Manuell war die Alarmierung einer solch großen Personengruppe nicht mehr in der nötigen Geschwindigkeit zu leisten und auch die verfügbaren technischen Systeme konnten das Szenario nicht zufriedenstellend abbilden. Denn neben einer einfachen und zuverlässigen Alarmierung braucht der Sicherheitsverantwortliche einen schnellen Überblick, wie viele der Spezialisten tatsächlich erreicht wurden und wie ihre Rückmeldung ist.

Perfekt vorbereitet und zu jeder Zeit gut informiert

Auf der Suche nach einer Lösung stieß Rengstorf 2013 auf Fact24. Neben der Möglichkeit per Knopfdruck einfach und schnell eine große Anzahl von Personen zu alarmieren, ist für ihn vor allem die Quittierfunktion eine große Entlastung. Das System fordert von jedem Alarmierten eine Antwort und gibt so einen schnellen Überblick über die Situation. Zu wissen, wie viele Personen tatsächlich erreicht wurden und mit wem wann vor Ort zu rechnen ist, ist ein entscheidender Faktor im Wettlauf gegen die Zeit. „Ein gutes System erkennt man an der Qualität der Basisfunktionen. Ich brauchte eine Lösung, die diese eigentlich einfache Aufgabe nicht nur zuverlässig abarbeitet, sondern auch einfach zu bedienen ist, “ erläutert er seine Kriterien für die Auswahl. Die Software-as-a-Service Lösung Fact24 überzeugte nicht nur im ursprünglichen Einsatzgebiet. Schnell erkannte das Unternehmen weitere Möglichkeiten, die das Alarmierungssystem bot. So hatten viele Mitarbeiter und Führungskräfte Interesse, bei einem Notfall informiert zu werden, auch wenn sie nicht unmittelbar betroffen waren. Inzwischen wird bei einem Ereignis per Knopfdruck eine komplexe Informationskaskade ausgelöst, mit der verschiedene Personengruppen, insgesamt rund 250 Personen, mit jeweils spezifischen Texten und unterschiedlichen Rückmeldeanforderungen alarmiert und informiert werden. So kann das Unternehmen schnell Folgeabschätzungen treffen und wenn nötig Schutzmaßnahmen ergreifen. Damit trägt diese Funktion einen wesentlichen Teil zum Hauptziel bei: den Schaden möglichst gering zu halten.

Und auch das Top-Management sieht die Potentiale der Lösung: Seit 2017 nutzt Schott die Fact24-Edition namens Ultimate Plus und hat begonnen das System auch im Konzernkrisenmanagement einzusetzen, zum Beispiel, um bei einem Schadensereignis im Ausland schnell und unkompliziert einen Krisenstab zusammenzurufen. Hier spielt vor allem die in Fact24 enthaltene Trust-Case-App ihre Vorteile aus. Denn sie ist ortsunabhängig, sowie jederzeit und überall auf Smartphone oder Tablet einsatzbereit. Eine entscheidende Funktion für Führungskräfte, die viel unterwegs sind oder sich in verschiedenen Zeitzonen befinden. Der Business Messenger Trust Case trägt auch dazu bei, die Kommunikation im Krisenfall schlank und effizient zu halten. „Da manche Krisenlagen sich auch über Wochen oder Monate hinziehen können, hilft uns die App, die Lage effizient im Blick zu behalten. Denn alle haben dank des Messengers den gleichen Informationsstand, ohne dass wir ständig Konferenzen einberufen müssen“, so Rengstorf. Schnell und unkompliziert einen sicheren virtuellen Kommunikationsraum aufbauen – in dieser Funktion steckt für Schott Potential auch über das klassische Notfallmanagement hinaus. Im Gespräch mit Führungskräften anderer Abteilungen prüft der Sicherheitsexperte daher weitere hilfreiche Einsatzmöglichkeiten der mobilen Anwendung.

Ausfallsicher und mit Sicherheit zukunftsfähig

Der Funktionsumfang, die einfache Handhabung und hohe Zuverlässigkeit des Systems waren wichtige Auswahlkriterien. Auf einen Aspekt legte der Sicherheitsverantwortliche jedoch noch besonderen Wert: Ausfallsicherheit. Eine Alarmierungslösung, die in der eigenen IT-Umgebung läuft, kam für ihn nicht in Frage. „Ich muss immer damit rechnen, dass im Notfall auch unsere Kommunikationssysteme nicht verfügbar sind. Dieses Risiko kann ich nicht eingehen“, so Rengstorf. Daher sprach ihn bei Fact24 vor allem die Eigenschaft als Software-as-a-Service-Lösung an. Hier wird das Alarmierungssystem vom Anbieter gehostet und gepflegt – mit garantierter Verfügbarkeit, komplett redundanten Systemen und kontinuierlicher Wartung. Der Kunde hat so die Sicherheit, dass die Anwendung stets auf dem aktuellen Stand, besser vor Cyberangriffen geschützt und rechtskonform ist. Da in der Anwendung persönliche Daten, wie Handynummern oder Privatadressen gespeichert werden, ist ein weiterer Vorteil, dass die Daten in Deutschland gespeichert sind.

Aber das Produkt besteht nicht nur aus Software. Service und Support sind genauso entscheidend. „Der Support ist exzellent. Hier werden nicht nur Probleme schnell gelöst, die Supportmitarbeiter sind echte Sparringspartner, die meine Anregungen aufnehmen und mir helfen, meine Ideen umzusetzen. Es macht Spaß zu sehen, wie sich die Lösung weiterentwickelt. Vor allem im Bereich der mobilen Funktionen,“ freut sich Rengstorf. Noch sind die Rahmenbedingungen zu komplex, aber das nächste Ziel ist es, die hauseigene Leitstelle und Feuerwehr-Einsatzzentrale mit eigener Digitalfunkanlage an Fact24 anzubinden. Auch der Anschluss von Brandmeldeanlagen einzelner Produktionsstätten stellt für Rengstorf eine sinnvolle Erweiterung dar. Die Möglichkeiten sind vielfältig und wie gewohnt werden Schott und F24 diese Vorhaben gemeinsam in die Tat umsetzen.

* Patrick Eller ist Corporate Marketing & PR Manager bei der F24 AG in 80339 München, Tel.: (0 89) 23 23 638-81, patrick.eller@f24.com

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