Amada

Oberflächensensible Materialien „mit Samthandschuhen“ laserschneiden

| Autor / Redakteur: Nicole Willuhn / Frauke Finus

Die Hybridschneidanlage Alpha V verfügt über eine halbfliegende Optik mit hochsensiblem, dynamischen Laserschneidkopf, der plasmasicher arbeitet.
Die Hybridschneidanlage Alpha V verfügt über eine halbfliegende Optik mit hochsensiblem, dynamischen Laserschneidkopf, der plasmasicher arbeitet. (Bild: Amada)

Sollen Materialien mit sensiblen Oberflächen bearbeitet werden, so stolpert mancher Produzent über die hohen Kundenanforderungen bezüglich Blechoberflächen und Schnittgüte. Amada gibt mit der Weiterentwicklung der Alpha-Serie darauf eine Antwort.

Bekanntermaßen steigen die Qualitätsansprüche in der Blechbearbeitung, doch gerade die Bedürfnisse des Dünnblechbereichs gestalten den Fertigungsprozess anspruchsvoll. Da die Oberflächen wertiger Materialien wie dünnem Edelstahl häufig kratzeranfällig sind und Materialunterseiten leiden, kommt es zu erhöhtem Materialausschuss. Kein Wunder also, dass Materialplanung und -handling stets Verbesserungsansätze sind, an denen auch bei Neuentwicklungen gefeilt wird, um Produktionskosten zu reduzieren.

Mit der Weiterentwicklung ihrer Alpha-Serie hat die Amada GmbH nun als Reaktion auf diese speziellen Kundenwünsche eine Maschine mit besonderen Stärken im Dünnblechbereich entwickelt, die mit der entsprechenden Automationsstufe nahezu kratzfrei und materialschonend arbeitet. Mit speziell auf die Alpha V abgestimmtem Resonator und einer einfach bedienbaren Steuerung der neuesten Generation (AMNC 3i-Steuerung) ausgestattet, bietet die Alpha V Prozesssicherheit, Schnittgüte und -schnelligkeit.

Vollflächiger Bürstentisch für Materialunterstützung

Ein Vorteil ist unter anderem: Je nach Ausbaustufe kann selbst die Blechunterseite praktisch kratzfrei bearbeitet und automatisiert weiterverarbeitet werden, was einen Fortschritt in Sachen Kostenersparnis und Arbeitserleichterung in der Produktion bedeutet.

Während die Alpha-Serie schon immer den Schwerpunkt auf Prozesssicherheit und Materialschonung legte, gesellen sich bei der Weiterentwicklung der fünften Generation noch zusätzliche Features hinzu. Der neue, vollflächige Bürstentisch sorgt mit seiner definierten Auflage für bestmögliche Materialunterstützung. Bei Bedarf können per Programmbefehl zusätzlich Rollen hochgefahren werden, sodass der Bürstentisch weniger beansprucht wird. Für das sichere Ausschleusen von Gutteilen wurde die Teileklappe mit einem größeren Öffnungswinkel versehen und Sensoren verbaut, die automatisch erkennen, ob ein Teil sicher entsorgt wurde.

Der Hybridantrieb in Verbindung mit der variablen Schneidspaltanpassung sorgt für rückspritzerfreie Bearbeitung, auch ein Verschweißen des Gutteils mit der Materialauflage, wie bei fliegenden Optiken üblich, ist ausgeschlossen. Düsen und Linsen lassen sich bei Bedarf leicht mittels eines Kassettenschnellwechselsystems austauschen.

Ergänzendes zum Thema
 
Amada hat „Best of Industry“-Award gewonnen

Prozesssicherheit und Automation: Solo- und vernetzter Betrieb möglich

Die Hybridschneidanlage verfügt über eine halbfliegende Optik mit hochsensiblem, dynamischen Laserschneidkopf, der plasmasicher arbeitet. Das 3500-W-Laseraggregat verfügt über einen energiesparenden Resonator (3,5 kW) mit sogenanntem Fine-Mode, der in hoher Strahlqualität besondere Schnittgüten erreicht und die Rautiefe im Schnitt auf ein Minimum reduziert. Die Alpha V erlaubt eine erheblich gesteigerte Schnittgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorgängermodell. Die Schnittgüte in Edelstahl wurde verbessert und bildet so mittlerweile sogar eine Alternative zu spanenden Bearbeitungsverfahren.

Ein genauerer Blick auf die technischen Daten der Alpha verrät im Vergleich zum Vorgängermodell die Integration einer neuen Steuerungseinheit, auf die Amada inzwischen vermehrt setzt: die AMNC 3i-Steuerung. Kerneigenschaften dieser Steuerung sind Bedienerfreundlichkeit und Anpassungsfähigkeit. Je nach Materialart wird aufgrund der bekannten Materialdaten automatisch der geeignete Schneidmodus aus der umfangreichen Schnittdatenbank zugeordnet und lässt sich nach Bedarf beliebig anpassen.

Automatisierungsmöglichkeiten sorgen für hohe Produktionseffizienz und werden zunehmend von der Branche gefragt. Amada konzipiert seine Alpha-Serie deswegen mit Automationssystemen: Je nach Aufgabenstellung und Kundenwunsch kann die Anlage modular automatisiert werden, bis hin zur vollautomatisierten Teilentnahme und Sortierung.

Amada auf der Blechexpo 2017: Halle 3, Stand 3307

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