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Müller Opladen

Rohre, Behälter und Klöpperböden auf einer Maschine bearbeiten

| Redakteur: Frauke Finus

Das Schneiden von Rohren, Stutzen, Behältern und Klöpperböden lief bisher auf getrennten Maschinen. Müller Opladen hat nun eine Hybridanlage realisiert, die auf der Schweißen & Schneiden gezeigt wird.

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Zum Schneiden von Rohren und Behältern steht das selbstzentrierende 3-Backen-Spannfutter in vertikaler Position. Für das Schneiden der Klöpperböden kippt das Spannfutter hydraulisch in die horizontale Position.
Zum Schneiden von Rohren und Behältern steht das selbstzentrierende 3-Backen-Spannfutter in vertikaler Position. Für das Schneiden der Klöpperböden kippt das Spannfutter hydraulisch in die horizontale Position.
(Bild: Müller Opladen)

Um Fertigungsprozesse zu vereinfachen und zu rationalisieren, hat Müller Opladen seine 3D-Profilbrennschneidtechnologie für die Bearbeitung von Rohren (Stutzen), Behältern und Klöpperböden auf einer Anlage kombiniert. Dazu wurde nach Unternehmensangaben neben einem speziellen Schneidkopf, ein selbstzentrierendes, kippbares 3-Backen-Spannfutter realisiert, das die unterschiedlichen Werkstücke im selben Spannsystem aufnimmt. Beim Bearbeiten von Rohren, Stutzen und Behältern steht das Spannfutter in vertikaler Position. Für das Schneiden der Klöpperböden kippt das Spannfutter hydraulisch um 90° in die Horizontale, wie es heißt.

Mit dieser Hybridanlage lassen sich Behälter und Klöpperböden von Durchmesser 500 mm bis 4000 mm, Behälterlöcher mit Durchmesser 50 mm bis 2000 mm und Rohre (Stutzen) von 50 mm bis 2000 mm Durchmesser bearbeiten, wie der Hersteller mitteilt.

Sechs CNC-gesteuerte Achsen

Die Hybridanlage arbeitet mit sechs CNC-gesteuerten Achsen, die während des Schneidprozesses in ihrer Bewegung und Geschwindigkeit aufeinander abgestimmt sind. Dies garantiert nach Unternehmensangaben das exakte Positionieren des jeweiligen Werkstückes zum Schneidbrenner, um am Ende exakte Schneidergebnisse zu erzielen. Weitere innovative Komponenten der Anlage seien der roboterähnliche 3-Arm-Schneidkopf, das Abtastsystem zur Vermessung der unterschiedlichen Werkstücke und die Wagen zur Auflage und Unterstützung der Behälter und Rohre beim Schneiden.

Ergänzend hierzu kann Müller Opladen nach eigenen Angaben auch voll automatische Logistikkonzepte anbieten zum automatischen An- und Abführen der Bauteile zum Schneidprozess und der Unterstützung der Behälter und Stutzen beim Drehen derselben. Nach dem zentrischen Einspannen des Werkstücks vermisst ein Lasermesssystem dessen Oberfläche. Hierdurch werde im Bereich der zu schneidenden Kontur die wahre Beschaffenheit des Werkstückes bestimmt. Höhenabweichungen der Oberfläche werden während des Schneidprozesses kompensiert, wie es heißt.

Makrobasierende Software für online, offline und CAD-Daten

Die Daten für den jeweiligen Brennschnitt werden online an der Maschine oder offline an einem externen Arbeitsplatz durch Parametereingabe über ein makrobasiertes, von Müller Opladen entwickeltes, Softwaresystem generiert.

Darüber hinaus lassen sich die Schnittkurven durch CAD/CAM-Transformation mit direkter Datenzuspielung an die CNC-Achsen der Anlage generieren, heißt es weiter. Nach der Vorbereitung der Schneiddaten können sowohl Einzelschnitte als auch viele Schnitte hintereinander in einer Abfolge nach einem Verschachtelungssystem (zwecks Materialoptimierung) erfolgen.

Autogen- oder Plasma-Schneidtechnik

Neben der autogenen Schneidtechnik, die das Schneiden von Wandstärken bis zu 150 mm erlaubt, setzt Müller Opladen nach eigenen Angaben alternativ oder ergänzend die Plasmaschneidtechnik für maximale Wandstärken bis zu 80 mm ein. Bei der autogenen Schneidtechnik könne mit Acetylen oder Erdgas geschnitten werden. Fasenwinkel bis 70° und Tapering bis 80° seien dann realisierbar.

Beschriftungen und Markierungen direkt aufbringen

Die Anlage kann mit einem Markierkopf (in der Regel mit Tintenstrahlprozess) ausgerüstet werden, der mit dem Messsystem der Maschine kommuniziert, wie es weiter heißt. An den Bearbeitungsstellen lassen sich damit Beschriftungen oder Markierungen anbringen. Montagemarkierungen zum Beispiel seien für das spätere Einschweißen der Stutzen oder anderweitiger Bauteile hilfreich.

Müller Opladen auf der Schweißen & Schneiden 2017: Halle 10, Stand 10D42

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