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Werkzeugwechsel-Systeme

Schneller stanzen und umformen

| Autor/ Redakteur: Fred Lenke / Dietmar Kuhn

Intelligente und automatische Werkzeugwechselsysteme an Pressen und Stanzautomaten zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Prozesssicherheit und Qualität von Bauteilen verbessern und die Produktivität steigern. Außerdem sollten sie leicht zu installieren und nachzurüsten sein und die Investitionen sich schnell amortisieren.

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Bild 1: Hydraulische Schnellspannsysteme mit Zug-Schubkette im Einsatz auf einer Siempelkamp-Stanzpresse.
Bild 1: Hydraulische Schnellspannsysteme mit Zug-Schubkette im Einsatz auf einer Siempelkamp-Stanzpresse.
( Bild: Roemheld )

Die wachsende Teilevielfalt führt in vielen Branchen zu abnehmenden Losgrößen und erfordert häufigere Werkzeugwechsel bei Maschinen. Schrittmacher für diese Entwicklung ist schon seit Langem die Automobilindustrie mit ihren kürzer werdenden Modellzyklen und einer Vielzahl von Ausstattungsvarianten. Das zeitaufwendige Umrüsten von Maschinen wird zu einem relevanten Kostenfaktor. Abhilfe schafft hier der automatisierte Werkzeugwechsel.

Für das sichere Spannen gibt es keine Standardlösung

Auch wenn es keine Standardlösung für das sichere Spannen und den schnellen Wechsel von Werkzeugen an Pressen und Stanzen gibt, der Einsatz von hydraulischen Schnellspannsystemen mit Zug-Schubkette (Bild 1 und Bild 2), Magnetspannplatten oder elektromechanischen Keilspannern eignet sich in vielen Fällen. Alle drei Systeme sind einfach zu montieren, leicht zu bedienen und selbstverständlich bei Ausfall von Hydraulik und Strom sicher. Auch die Nachrüstung auf bestehenden Stanzen oder Pressen ist dank der unkomplizierten Integration der Bedienung in die gängigen Maschinensteuerungen einfach.

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Dimensionen und Gewichte der Werkzeuge gibt die Presse vor

Das automatische Schnellspannen besticht durch eine Reihe von Vorteilen im Vergleich zum manuellen Vorgehen. Die wichtigsten sind:

  • Verbesserte Prozesssicherheit: Bedienfehler wie das Überdrehen von Spannschrauben und Beschädigungen am Werkzeug werden vermieden, die Automation der Prozesse erhöht die Sicherheit von Arbeitsplätzen an Pressen und Stanzen. Daraus resultieren eine verbesserte Prozesssicherheit und geringere Stillstandszeiten, damit erhöht sich die Produktivität.
  • Verbesserte Qualität: Die automatisierte Bedienung, die Positionsüberwachung und die zur jederzeit mögliche, exakte Reproduzierbarkeit sorgen für ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau in der Fertigung.
  • Kürzere Rüstzeiten: Automatische Schnellspannsysteme verringern die Rüstzeiten deutlich, die Spann- und Lösezeiten beim Werkzeugwechsel lassen sich je nach Erfordernis bis auf wenige Sekunden minimieren.
  • Höhere Produktivität: Faktoren wie die höhere Prozesssicherheit, verbesserte Qualität und kürzere Rüstzeiten weiten die tatsächlichen Maschinenlaufzeiten aus und führen so zu einer höheren Produktivität von Pressen und Stanzen.
  • Rentable Investition: Investitionen in Systeme zum automatischen Werkzeugwechsel rentieren sich meist innerhalb kurzer Zeit; wie schnell, lässt sich in jedem Fall einzeln berechnen.

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