Handhabung Schuler Automation mit neuer Handhabung für den schnellen Teiletransfer an Pressen

Redakteur: Dietmar Kuhn

Schuler hat während eine Hausmesse der Tochter Schuler Automation GmbH & Co. KG in Heßdorf eine neue Handhabung für den Teiletransfer an Pressen vorgestellt. Die modulare, elektronische Handhabung namens 3-Achs-Transfer ist für Struktur- und Fahrwerksteile, die auf mechanischen oder hydraulischen Pressen umgeformt werden und soll laut Schuler-Experten die Ausbringungsleistung um 10% steigern.

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Dipl.-Ing. Rolf Cisar, Leiter Transfersysteme & Massivumformung bei Schuler Automation in Heßdorf: „Mit den neune 3-Achs-Transfers halten wir unseren Kunden alle Türen offen; durch den modularen Aufbau kann problemlos nachgerüstet werden.“ Bild: Kuhn
Dipl.-Ing. Rolf Cisar, Leiter Transfersysteme & Massivumformung bei Schuler Automation in Heßdorf: „Mit den neune 3-Achs-Transfers halten wir unseren Kunden alle Türen offen; durch den modularen Aufbau kann problemlos nachgerüstet werden.“ Bild: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Zur Fertigung von Struktur- oder Fahrwerksteilen mit großen Abmessungen bis 2500 × 1500 mm bietet der Pressenhersteller Schuler mechanische und hydraulische Drei-Achs-Transferpressen. Den Materialtransport in der Presse übernimmt der elektronische Drei-Achs-Transfer. Die Vorteile sollen sowohl in einem breiten Anwendungsspektrum und leichteren Materialzuführung liegen als auch in einem einfachen Nachrüsten und geringen Wechselzeiten.

Über eine ausgereifte Technik hinaus ist das modulare Anlagenkonzept der AT-Transfers das besondere Merkmal mit dem vor allem der Anwendernutzen gegeben ist. Denn die AT-Transfers der neuen Generation können beliebig in ihrer Leistung skaliert und an unterschiedliche Anwendungsfälle angepasst werden.

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Alle drei Baugrößen gibt es in den Leistungsklassen „L“ (Light), „M“ (Medium) und „H“ (Heavy), um niedrige, hohe und sehr hohe Teilegewichte und Hubzahlen abzudecken. Das Leistungsvermögen der Heavy-Ausführung ist etwa doppelt so hoch wie das der Light-Version.

Alle Modelle verfügen über geschlossene Schließkästen. Die zwischen den Pressenständern oder auch außen am Pressenständer entweder hängend oberhalb oder stehend unterhalb der Transportebene montiert werden können.

Direktantrieb des Transfers in die Transferschiene integriert

Ein Direktantrieb wirkt auf die Transferschiene und ist in die Schienenführung integriert. Zum Einsatz kommen hochdynamische Servoantriebe mit spielarmen, drehsteifen und wartungsfreien Planetengetrieben, spielfreie Wellenkupplungen, gehärtete und geschliffene Zahnstangen und Ritzel mit Langzeitschmiereinheiten.

Schuler liefert Drei-Achs-Transferpressen für nahezu alle Anwendungsbereiche. Der AT 1 arbeitet mit einem Längshub von maximal 400 mm und erreicht eine Hubzahl von bis zu 200 Hüben pro Minute. Er ist damit auch für den Einsatz in schnellen Stanz- und Umformautomaten geeignet. Der AT 3 erreicht einen Längshub von maximal 2000 mm mit einer Hubzahl von maximal 20 Hüben pro Minute. Das Anwendungsspektrum reicht von kleinen Teilen wie Sitzschienen oder Achsträgern bis hin zu Türen oder Hauben.

Neuer Drei-Achs-Transfer ermöglicht hohe Hubzahlen und kurze Umrüstzeiten

Die sehr steife und dennoch masse- und trägheitsarme Konstruktion des neuen Drei-Achs-Transfers ermöglicht insbesondere bei der Fertigung kleiner Teile extrem hohe Hubzahlen und kurze Umrüstzeiten. Für die um 10% gesteigerte Ausbringungsleistung steht ein neuer Vorschub-Direktantrieb, bei dem hochdynamische Servoantriebe zum Einsatz kommen.

Der modulare Aufbau der AT-Baureihe ermöglicht es, das Transfersystem flexibel nachzurüsten, um so jederzeit auf neue Anforderungen im Presswerk reagieren zu können. Dadurch gewinnen Kunden ein Höchstmaß an Investitionssicherheit. „Zum Beispiel kann ein Anwender, der sich zunächst für die Light-Version entschieden hat, später zusätzliche oder stärkere Antriebe von Schuler nachinstallieren lassen, um höhere Teilegewichte und Produktionszahlen fahren zu können“, sagt Dipl.-Ing. Rolf Cisar, Leiter Transfersysteme & Massivumformung bei Schuler Automation. Dabei ist der Transfer sowohl für die mechanische als auch für die elektrische Nachrüstung vorbereitet.

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