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Pressenautomation Automatisierung steigert Ausbringungsleistungen an Pressen

| Autor / Redakteur: Werner Schuster / Dietmar Kuhn

Um durchschnittlich 30% verbessert hat sich die Ausbringung dreier 800-t-Transferpressen bei einem Automobilhersteller durch den Austausch der mechanischen Teiletransfers. Ein Motion Controller neuester Bauart positioniert die neuen elektronischen Transfers hoch dynamisch und exakt. Das spart Zykluszeit und ermöglicht höhere Hubzahlen.

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Herzstück der von GPA-Jakob entwickelten elektronischen Transfers für das Audi-Retrofitprojekt sind die erstmals eingesetzten antriebsbasierten Motion-Control-Systeme Simotion D445 von Siemens mit darauf abgestimmten Antrieben Sinamics S120. Bild: GPA-Jakob
Herzstück der von GPA-Jakob entwickelten elektronischen Transfers für das Audi-Retrofitprojekt sind die erstmals eingesetzten antriebsbasierten Motion-Control-Systeme Simotion D445 von Siemens mit darauf abgestimmten Antrieben Sinamics S120. Bild: GPA-Jakob
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit dem Retrofit sind alle drei Pressen auf einem einheitlichen Stand und die Versorgung mit Ersatzteilen ist wieder gesichert. Das Handling ist komfortabler und der Automobilbauer flexibler beim Umrüsten wie auch im Werkzeugeinsatz.

Viele Gründe für Pressen-Retrofit

Die Motive, die viele Betreiber älterer, mechanisch noch gut erhaltener Pressen zur Modernisierung veranlassen, sind meist dieselben: häufige Ausfälle und damit schlechte Verfügbarkeit, schwierige bis gänzlich unmögliche Ersatzteilbeschaffung, eine mit den Jahren gewachsene Ausstattungsvielfalt, sowie Erhöhung der Teileausbringung und damit der Produktivität der Anlage sowie der Wunsch nach gesteigerter Flexibilität in der Werkzeugvielfalt.

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Das Presswerk der Audi AG in Ingolstadt beispielsweise wollte darüber hinaus auch die Ausbringung dreier 800-t-Transferpressen, Baujahr 1980, spürbar erhöhen, um der steigenden Nachfrage auch künftig gerecht zu werden. Schlüssel dazu sollte die Erneuerung der starren, mechanischen Balkentransfers durch flexibel programmierbare, über elektronisch gekoppelte Einzelantriebe bewegte Transfereinheiten sein. Als geeigneter Partner wurde die GPA-Jakob Pressenautomation GmbH, ein bekannter Anbieter maßgeschneiderter Pressenautomationssysteme aus Karlsruhe, gefunden.

Elektronische Transfers als Herzstück beim Pressen-Retrofit

Herzstück sind von GPA-Jakob entwickelte elektronische Transfers, die für das Audi-Retrofitprojekt erstmals mit dem antriebsbasierten Motion-Control-System Simotion D445, darauf abgestimmten Antrieben der modularen Familie Sinamics S120 und einzeln angetriebenen, elektronisch gekoppelten Servomotoren 1FK7 von Siemens ausgerüstet wurden.

Über jeweils zwei elektronisch miteinander gekoppelte Servomotoren können die Bewegungen in allen drei Transfer-achsen (Heben und Senken, Vorschub und Rücklauf, Öffnen und Schließen) frei programmiert und in jeder erdenklichen Konstellation miteinander verknüpft werden, beispielsweise an virtuelle oder reale Leitachsen, im Winkel- oder Kurvengleichlauf.

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