Chance nutzen Jetzt kooperieren! Denn viele Probleme bedrohen die Stahllogistik

Quelle: Pressemitteilung

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Weil die Folgen des Ukrainekonfliktes die Versorgung mit Stahl lähmen, hofft die Hergarten-Gruppe auf einen hilfreichen Dialog mit der Stahlindustrie, der jedoch rasch geführt werden sollte.

Da rosten sie vor sich hin! Denn die Folgen des Ukrainekrieges bekommen die Player aus der Stahllogistik zu spüren. Lesen Sie, was die Stahlspedition Hergarten dazu zu sagen hat...
Da rosten sie vor sich hin! Denn die Folgen des Ukrainekrieges bekommen die Player aus der Stahllogistik zu spüren. Lesen Sie, was die Stahlspedition Hergarten dazu zu sagen hat...
(Bild: Dämmelmax )

Marcel Hergarten, Geschäftsführer der großen Stahlspedition Hergarten-Gruppe, appelliert angesichts massiver Lieferengpässe, eines gravierenden Fachkräftemangels und steigender Klimaschutzkosten an die Kooperationsbereitschaft der Stahlindustrie, einen konstruktiven Dialog aufzunehmen. Denn nun belastet zusätzlich der sich hinziehende Ukrainekrieg die Stahllogistik. Das sei so schlimm, dass einige Mittelständler der Branche vor dem Aus stünden. Komme es wirklich dazu, dann verschärfe sich die Lage aufgrund der wegfallenden Lieferkapazitäten. Der Verbraucher wird es letztlich bezahlen, heißt es weiter. Weil auch die von der Regierung eingeführte 14-Cent-Unterstützung für Diesel daran nichts ändert, schlägt Hergarten einen anderen Weg vor.

Logistikunternehmer müssen tiefer in die Tasche greifen

Dieser Weg führt laut Hergarten über die Veränderungs- und Kooperationsbereitschaft der Stahlindustrie, dann weiter über strategische Partnerschaften bis zur gemeinsamen Entwicklung neuartiger Geschäftsmodelle zwischen Stahlunternehmen und Logistikpartnern. Es müsse eine Abkehr von rein preisgetriebenen Entscheidungen geben, die bis jetzt für oder gegen eine Zusammenarbeit stimmten. Denn dass die Preise für logistische Dienstleistungen im Stahlsektor steigen werden, ist in Anbetracht der Lage im Osten Europas jetzt schon klar, betont der Geschäftsführer.

Fakt ist auch, dass die in neue Sphären geschossenen Dieselpreise und Energiekosten den mittelständischen Logistikunternehmen mehr und mehr den Garaus machen, führt er weiter aus. Bei der Hergarten-Gruppe seien immerhin fast alle Kunden an ein sogenanntes Dieselfloater-Modell gebunden, bei dem der Kraftstoffzuschlag sich in einem bestimmten Rhythmus automatisch an die Entwicklung des Kraftstoffpreises anpasse. Für Erleichterung sorge das aber nur kurzfristig, denn zusätzlich sind auch die Fahrerlöhne und die direkten und indirekten Transportkosten zum Jahresbeginn 2022 dramatisch gestiegen, merkt Hergarten an. Bei Adblue, das zur Reduzierung der Stickoxidemissionen genutzt wird, hat sich der Preis verdoppelt, Treibgas für den Lagerumschlag kostet nun 15 Prozent mehr, neue Lkw anzuschaffen bedeutet rund 12 Prozent mehr Geld hinzublättern. Die Ersatzteilpreise stiegen auch um 12 Prozent und die Stundenverrechnungssätze der Fachwerkstätten verteuerten sich um 4 Prozent.

Die Millionen vom Staat hätten mehr bewirken können

Diese Verteuerung wird am Ende der Verbraucher bezahlen, so Hergarten. Und der 14-Cent-Rabatt pro Liter Diesel könne gar nicht die erhoffte Entlastung bringen. Denn bei durchschnittlich 100 Liter pro zugelassenem Pkw (aktuell sind es rund 67 Millionen Fahrzeuge) habe der Durchschnittsbürger jeden Monate gerade mal 14 Euro Entlastung, wie der Experte vorrechnet. Die gut 937 Millionen Euro, die der Staat monatlich für diesen Minimaleffekt ausgebe, wären deutlich besser investiert, wenn sie den zugelassenen Lkw zugeteilt worden wären. Das wären dann etwa 300 Euro pro Lkw im Monat, was auch den Bürgern wahrscheinlich mehr Entlastung gebracht hätte als die steigenden Energiekosten über höhere Produktpreise zu refinanzieren.

Nicht zuletzt fallen aufgrund des Krieges die Fachkräfte aus der Ukraine und Polen nun aus, die über Subunternehmen für deutsche Unternehmen bisher arbeiteten. Das verringert die Lieferkapazitäten schon jetzt merklich. Hergarten spricht von etwa 6 Prozent der deutschen Binnentransporte, die nun fehlen.

„Wir freuen uns nach wie vor über jeden, der mit uns in den Dialog gehen möchte, um mit uns das Interesse an ressourcenschonenden, wertschöpfenden Aktivitäten und Logistikentwicklungen zu teilen“, so Hergarten mit Blick auf seinen Appell.

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