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Doppelblechkontrolle

Mit der Doppelblechkontrolle beim Umformen auf der sicheren Seite

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Umformpressen und ihre Umformwerkzeuge müssen zuverlässig wirtschaftlich arbeiten, meist rund um die Uhr. Würde ein solches Umformwerkzeug zu Bruch gehen, wäre das fatal. Deshalb braucht es Sicherungssysteme, die den Schaden verhindern. Eine Möglichkeit besteht in der Doppelblechkontrolle. Diese verhindert, dass zwei Bleche gleichzeitig in die Presse beziehungsweise das Presswerkzeug gelangen.

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Mit einer Doppelblechkontrolle kann der Bruch von Umformwerkzeugen vermieden werden.
Mit einer Doppelblechkontrolle kann der Bruch von Umformwerkzeugen vermieden werden.
( Archiv: Vogel Business Media )

In gleichmäßigen Schwenkbewegungen fährt der Roboter zwischen einem Blechstapel und einem Förderband hin und her. Die am Kopf des Roboters befindliche Vakuum-Saugspinne senkt sich auf das oben liegende Blech des Stapels und nimmt es auf, transporiert es zum Förderband, legt es darauf ab und fährt wieder zurück. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis die letzte Platine des Stapels entnommen wurde.

Schmiermittel lässt Blechplatinen zusammenkleben

So sollte es zumindest sein. Doch nach vier, fünf Blechen bleibt die Maschinerie plötzlich stehen. Der Roboter schaltet ab und nichts geht mehr. Was ist passiert?

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Da die Platinen vor ihrer Umformung oberflächenbehandelt werden, sprich mit einem Schmiermittel beölt beziehungsweise besprüht werden, kommt es das eine oder andere Mal vor, dass zwei Platinen zusammenkleben. Roboter und Saugerspinne würden in diesem Falle gleichzeitig zwei Platinen auf das Einlaufband zur Presse legen.

Doppelbleche können großen Schaden verursachen

Damit wäre das umzuformende Blech zweimal so dick. Das könnte jedoch für die Pressen und die teuren Presswerkzeuge fatale Folgen haben, die mit der Zerstörung des Werkzeuges und einem damit nicht erwünschten Ausfall einhergingen.

„Würde ein sogenanntes Doppelblech in die Presswerkzeuge geraten, wäre der Schaden immens. Denn dann wäre nicht nur das Presswerkzeug unbrauchbar, sondern die Ausfallzeit hoch und damit würden die Kosten die ohnehin schon knappe Kalkulation der Pressteile völlig durcheinanderbringen. So etwas kann sich kein Pressteilhersteller und -lieferant leisten“, sagt Andreas Lang, Teamleiter Wartung Elektrik bei der Läpple Blechverarbeitung GmbH in Heilbronn.

Läpple muss auf Qualität und Zuverlässigkeit setzen

Läpple gilt als einer der großen Automobilzulieferer und ist seit Jahren zuverlässiger Systempartner der Automobilindustrie. In den traditionellen Geschäftsfeldern Karosserieroh- und Leichtbau zählt das baden-württembergische Unternehmen zur Weltspitze. Im Bereich der Pressteilfertigung nimmt Läpple weltweit eine führende Rolle ein und verfügt dafür über eigenentwickelte und -gebaute Großpressen und Pressenstraßen, von wo aus die Automobilindustrie weltweit mit Karosseriekomponenten versorgt wird.

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