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Edelstahlrohre Wuppermann erschließt mit geglühten Edelstahlrohren neue Kundenkreise

| Redakteur: Stefanie Michel

Auf der Tube 2012 stellt die Wuppermann-Gruppe erstmalig geglühte Edelstahlrohre vor. Wird ein Band zum Rohr umgeformt, verändert sich sein Gefügezustand. Dieser wird mit dem Rekristallisationsglühen wieder hergestellt. Damit will das Unternehmen seine Edelstahlsparte weiter ausbauen.

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(Bild: Wuppermann)
(Bild: Wuppermann)

Die geglühten Edelstahlrohre werden seit einigen Monaten auf einer neuen Anlage zum In-Linie-Blankglühen bei der Wuppermann Rohrtechnik GmbH in Wilnsdorf gefertigt. Das Werk ist auf die Fertigung von Edelstahlrohren in Sonderprofilen spezialisiert und kann durch den neuen Prozessschritt noch spezifischere Kundenwünsche erfüllen.

Das Glühverfahren stellt den ursprünglichen Gefügezustand des Materials wieder her, der sich durch die Belastungen der Rohrkaltumformung verändert hat und soll damit einen breiteren Einsatz ermöglichen, als dies bei nicht geglühten Rohren der Fall ist. Die geglühten Edelstahlrohre zeichnen sich nach Angaben des Herstellers durch metallurgische Reinheit, beste Umformeigenschaften und hohe Korrosionsbeständigkeit aus.

Zertifizierung für Edelstahlprodukte eröffnet neue Märkte

Wuppermann hat das Rekristallisationsglühen in seine Rohrstraße In-Linie integriert. Mit der neuen Anlage erfüllt das Unternehmen jetzt alle Voraussetzungen für das AD2000-W2-Zertifikat und kann damit neue Märkte bedienen. Dieses Zertifikat ist eine Zulassung für Druckbehälter-, Kondensator- und Wärmetauscherrohre aus Edelstahl. Neben Großabnehmern im Maschinen- und Anlagenbau sowie der Chemieindustrie benötigen auch Kraftwerksbauer geglühte Edelstahlrohre.

„Wir haben unsere Rohrfertigung in den Rollformgeometrien so aufgebaut, dass wir die Materialbelastungen beim Umformvorgang sehr gering halten.“ erklärt Manfred Hartmann, Werkleiter bei der Wuppermann Rohrtechnik GmbH in Wilnsdorf. „Für Wärmetauscherrohre oder Kondensatorrohre verwenden wir aus Qualitätsgründen nur das WIG/TIG-Schweißverfahren. Das neue Glühverfahren steigert unsere Qualität jetzt noch weiter.“

Neuartige Glühanlage erlaubt exaktere Temperaturbestimmung

Der Aufbau der Glühanlage ermöglicht eine wesentlich exaktere Temperaturbestimmung als bei traditionellen In-Linie-Glühanlagen. Diese Anlage ist wegen der Genauigkeit nicht nur auf austenitische Werkstoffe optimiert, sondern speziell auch für schwieriger zu glühende Ferriten und Spezialwerkstoffe geeignet. Die Prozesstemperaturen werden permanent überwacht und können für jedes Rohr dokumentiert werden. „Mit unserem patentierten Umformprozess und der vollautomatischen Anlagensteuerung können wir auch alle erdenklichen Profilrohrformen In-Linie blankglühen.“ so Hartmann weiter.

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